Angekündigt: Neues Leben für die alte Eisfabrik an der Spree schon 2020?

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Berlin, 6. Juni 2017. – Ist Trockland der Retter der Eisfabrik?

Die Investment- und Projektentwicklungsgesellschaft Trockland als derzeitiger Bauherr des Filetgrundstückes an der Spree ist nun mit seinem Projekt Eisfabrik im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt an die Öffenlichkeit getreten.

Das Areal soll nun saniert und entwickelt werden, nachdem es seit Jahrzehnten weitestgehend ungenutzt dem endgültigen Niedergang geweiht schien. Der Einklang mit dem integrierten Entwicklungskonzept für das Sanierungsgebiet wird versprochen, der immerhin denkmalgeschützte Bestand behutsam saniert und das Grundstück durch moderne Gebäude maßvoll verdichtet werden.

Das Sanierungs- und Entwicklungskonzept sieht eine kultur- und kreativ-wirtschaftliche Nutzung in Kombination mit Gewerbe und Mietwohnungen vor.

Unter dem Namen „Eiswerk“ will Trockland auf dem circa 8.800 Quadratmeter großen Grundstück bis 2020 eine lebendige Mischung aus Wohnen, Gewerbe sowie kultur- und kreativwirtschaftlicher Nutzung mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 23.000 Quadratmetern sowie einer Tiefgarage realisieren.

Zum Projekt Eiswerk gehören das Wohnhaus mit Vorderhaus, Mittel- und Seitenflügel an der Köpenicker Straße sowie das rückwärtige, ehemalige Kühlhaus.

Die eigentliche Eisfabrik – das markante Ziegelsteingebäude mit dem weithin sichtbaren Schornstein – ist nicht Teil des von Trockland erworbenen Grundstücks. Verkäufer und bis zum NutzenLasten-Wechsel Eigentümer der Liegenschaft ist die TLG IMMOBILIEN AG. Das Grundstück, auf dem sich die eigentliche Eisfabrik befindet, wurde bereits im Jahr 2008 als eigenständiges Grundstück geteilt und ist heute in anderweitigem Eigentum.

Trockland hat mit dem renommierten Architekturbüro GRAFT einen langjährigen Partner mit der Planung für das Gesamtkonzept Eiswerk beauftragt:

Das vorhandene Wohnhaus und das Kühlhaus werden denkmalgerecht saniert. Ein neu entstehendes Wohnhaus an der Köpenicker Straße wird sich zwar konzeptionell vom Bestandsgebäude abheben, jedoch die Fassadengliederung des benachbarten Altbaus aufgreifen. Diese Blockrandschließung repariert eine weitere Kriegswunde im Stadtbild.

Im hinteren, der Spree zugewandten, Grundstücksteil entsteht ebenfalls ein neues Gebäude. Dessen zum Ufer hin tiefer staffelnde Architektur nimmt Bezug zur Eisfabrik, hält einerseits respektvollen Abstand und schafft andererseits wertvollen Lebensraum durch eine bewusst geplante Hofstruktur. Altbestand und Neubau entlang der Köpenicker Straße werden Mietwohnungen sowie kleinteilige Gewerbeflächen im Erdgeschoss beherbergen. Das Konzept sieht weiterhin eine öffentliche Zuwegung von der Straße zum Spreeufer und zur vom Bezirk geplanten, noch zu errichtenden, Uferpromenade vor.

Auf dem 1893 von Carl Bolle erworbenen Areal am alten Berliner Holzmarkt ließ die Norddeutsche Eiswerke A.G. zwischen 1909 und 1910 eine zwei Höfe umschließende Wohn- und Fabrikanlage errichten.

Nach einer wechselvollen Geschichte wurde das Gelände in den Jahren nach der Wende der TLG IMMOBILIEN AG übertragen.

Quelle: www.Trockland.com/press-room

Und sonst s0? Die Projekte von Trockland: www.Trockland.com


Die Eisfabrik und ihr Vorderhaus in der Köpenicker Straße im Jahr 2014

Was bisher geschah – zur Geschichte der Eisfabrik:

Um 1860 Gründung der Norddeutschen Eiswerke durch Carl Bolle
1893 Erwerb des Grundstücks Köpenicker Straße 40/41 durch Carl Bolle
1896 Errichtung des ersten Großkühlhauses Deutschlands
1910 Errichtung von repäsentativen Wohn- und Fabrikgebäuden an der Köpenicker Straße
1914 Inbetriebnahme einer modernen Eisfabrik
1995 Einstellung der gesamten Produktion
Seitdem Verfall und Teilabriss

Am Tag des offenen Denkmals („Macht und Pracht“) wird es eine von der BV unterstützte Open-Air-Ausstellung der Inititative „Rettet die Eisfabrik“ geben.

Termin: Sa/So 8. und 9. September 2017

Ort: Köpenicker Str. 40, 10179 Berlin

www.Eisfabrik-Berlin.de


Und hier finden Sie die Eisfabrik:

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Eisfabrik

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Eisfabrik 52.509404, 13.425937

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