PROTOKOLL der BV-Beratung vom 16. Januar 2018

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dialog 101

Offener Dialog im „dialog 101“

Ort: Stadtteilladen „dialog 101“, Köpenicker Str. 101
Zeit: Dienstag, 16. Januar 2018 von 18.30 bis 20.30 Uhr
Teilnehmer: 18 Personen lt. Teilnehmerliste

Nächste Beratung der Betroffenenvertretung am Dienstag 20. Februar 2018, 18.30 Uhr im „dialog 101“.

Beratungspunkte

1. Gäste vom Büro West präsentieren Mauerdenkmal Spreeufer

Die beiden Vertreter des Büros West haben mit einer PP-Präsentation über den Stand der Erarbeitung eines Gutachtens über die Reste der ehemaligen Grenzsicherungsanlagen entlang des Spreeufers berichtet.

Das Gutachten ist von KoSP beauftragt worden und soll eine der Grundlagen für den vorgesehenen landschaftsplanerischen Wettbewerb zum Spreeuferweg werden. Es ist fast fertiggestellt und enthält als wesentliche Bestandteile eine Dokumentation des Vorhandenen und daraus abgeleitete Empfehlungen zur Erhaltung und zur Reparatur.

Die vorhandenen Mauerreste, Lampenmaste, Wellgitterzäune u.a. stehen unter Denkmalschutz, es gilt die Prämisse Erhaltung und Vermittlung des Denkmalstatus. Die Betroffenenvertretung bedankt sich mit Beifall für die Darlegung der Ergebnisse.

In der Diskussion wurde kritisch angemerkt, dass die bisherigen Aktivitäten hinsichtlich des Denkmalschutzes zwischen Bezirksamt, KoSP, Gutachterbüro, Unterer Denkmalschutzbehörde, Anliegern, Fachinteressenten und Bauunternehmen schlecht koordiniert gewesen sind. Die beteiligten Gremien und Personen wollen das verbessern.

Bei der Grundstücksabgrenzung zwischen der Genossenschaft Spreefeld und dem Deutschen Architekturzentrum wurde auf die Erhaltung eines ehemaligen Grenzsicherungselements Rücksicht genommen.

Welches Unternehmen die zukünftige Pflege der unter Denkmalschutz stehenden Mauerreste übernehmen wird, steht noch nicht fest. KoSP ist mit der Grün GmbH diesbezüglich im Gespräch. Es wurde zu bedenken gegeben, dass die beschlossenen Leitlinien zur Entwicklung des Spreeuferweges unbedingt beachtet werden müssen.

2. L.I.S.T. und WBM Bauvorhaben Köpenicker Straße

Im Dezember 2017 wurden durch L.I.S.T. insgesamt 243 Gespräche mit den Bewohnern des Wohnblocks Köpenicker Str. 104 – 114 geführt. Weitere 170 Fragebögen wurden verteilt und ein Rücklauf von 70 Stück erreicht. Weitere Gespräche mit Kitas, ClubCommission u.a. stehen noch aus.

Die WBM hat beim Bezirksamt einen neuen Antrag auf Bauvorbescheid für das Turmgebäude gestellt. Der Antrag ist auf zwei Optionen gerichtet, Wohnen und Büros. In der beratungsrunde wurde mehrheitlich Verwunderung geäußert, dass die Option Büro noch immer in den Überlegungen der WBM verfolgt wird.

Die Vertreterinnen von L.I.S.T. meinten, dass die Entscheidung über Wohnungen oder Büros jetzt wohl auf der Ebene der Senatorin für Stadtentwicklung liegt. Die Auswertung der Bewohnerbefragung durch L.I.S.T. im Rahmen einer öffentlichen Versammlung sollte erst nach Vorliegen einer Antwort auf die erneute Bauvoranfrage erfolgen. der bisher anvisierte Termin Mitte März verschiebt sich dementsprechend.

Bauvorbereitende Maßnahmen werden trotzdem schon ab Februar 2018 vorgenommen: Baumfällungen und oberirdische Verlegen der Heiztrasse. Von den ständigen Mitgliedern der Betroffenenvertretung wurde gebeten die WBM darauf hinzuweisen, dass bei den Erdarbeiten sorgfältig auf archäologische Spuren und Artefakte geachtet wird.

3. Lilienthal

Der Hauseigentümer des Victoriahofs ist mit der Anbringung einer Gedenktafel einverstanden, auf der auf den dortigen Wohnort von Otto Lilienthal hingewiesen wird. Bedingung ist eine Zustimmung der Denkmalschutzbehörde.

4. Mauertourismus

Behandlung dieses Themas zu einem späteren Zeitpunkt.

5. Protest in der BVV und Unterschriftenaktion gegen TCM Kündigung *)

gegen die Kündigung des Mietvertrages für den Tennisclub Berlin Mitte Albert Gutzmann e.V. in der Melchiorstraße.

Dazu haben die betroffenen Mitglieder des Tennisclubs Plakate erstellt und einen Aufruf an alle Anwesenden, Nachbarn und Freunde gestartet, auf der am Donnerstag, 18.1. 18, stattfindenden Bezirksverordnetenversammlung anwesend zu sein und den Protest öffentlichkeitswirksam vorzutragen.

6. Runder Tisch Köpenicker Straße

Aus der Beratung des Runden Tisches Köpenicker Straße vom 9.1.18 wurde berichtet, dass die Bemühungen um einen Abendtermin für die Beratungen noch immer nicht zu einem Ergebnis geführt haben. Es wurden in der Betroffenenvertretung Zweifel geäußert, ob der Präventionsrat ernsthaft an einer Terminverlegung in die Abendstunden interessiert sei.

7. Die nächste Sitzung der Betroffenenvertretung

findet am Dienstag 20. Februar 2018 wie gewohnt um 18.30 statt.

**) Der Stadtteilladen Dialog Köpenicker Str 101 steht damit zum letzten Mal vor dem Umbau zur Verfügung.
Einen neuen Beratungsraum hat KoSP noch nicht gefunden; Information folgt umgehend.

Protokoll: V. Hobrack


*) Spallek: * zu 1.) 24.11.17 von SenBau aufgefordert zur Realisierung der Schulneubaumaßnahme das es unumgänglich sei, die Auflösung der Tennisanlage vorzunehmen … „um den Zielkonflikt Tennis und Schule auszuräumen…“
Die Piraten der BVV berichten HIER im Stichwortprotokoll über den Verlauf der BVV Mitte Sitzung vom Donnerstag, 18. Januar 2018

Und was läuft dazu auf der Homepage des Tennisclubs Berlin Mitte Albert Gutzmann – www.TC-Berlin-Mitte.de?
Am Dienstag, den 23. Januar 2018 gibt es im Rathaus Mitte die nächste Protestaktion.

LESEN Sie bitte auch hier weiter…


 

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