ecke_koepi_1_2022_Postfuhramt

Altes Postfuhramt in der Köpenicker Straße: Bauen durch Abriss

Print Friendly, PDF & Email

Das Neubauprojekt „Altes Postfuhramt“ befindet sich im Inneren des östlichen Melchiorblocks und steht derzeit unter kritischer Beobachtung der Nachbarn und auch unserer Betroffenenvertretung.

Die Redaktion der „ecke köpenicker“ schreibt in ihrer Ausgabe 1 für März/April 2022:

„Bauvorbereitungen im vollen Gang
Abrisse auf dem Areal des alten Postfuhramts

Auf dem Areal des ehemaligen Postfuhramts sind die alten Hallen inzwischen nahezu komplett abgerissen, das Brückenhaus steht noch, wie die Anfang Februar entstandene Aufnahme unseres Fotografen Christoph Eckelt zeigt.

Das Areal im östlichen Melchiorblock ist eines der größten aktuellen Bauvorhaben im Gebiet. Wie berichtet, plant hier ein irischer Investor ein umfangreiches Bauvorhaben unter teilweiser Einbeziehung der historischen Substanz.

Die künftige Mischnutzung aus Wohnungen, Büros sowie Einzelhandels-, Gastronomie- und Kultureinrichtungen wird ergänzt mit einer Kita mit 45 Betreuungsplätzen.

Die historische Generatorenhalle soll aufgestockt und künftig für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt werden. Für die Ensembleplanung zeichnet das Architekturbüro PATZSCHKE Planungsgesellschaft mbH verantwortlich, die Außenanlagen werden nach Entwürfen des Landschaftsarchitekturbüros von Bargen realisiert.

Die umfangreichen Baumaßnahmen bringen auch erhebliche Belastungen für die Bewohnerschaft der unmittelbar angrenzenden Gebäude und Konfliktpotenzial mit sich.

Bislang konnten jedoch viele auftretende Probleme mittels Gesprächen geklärt werden. Im Gebiet sollen Gerüchte kursieren, wonach der Investor angeblich nur Baufreiheit schaffen und dann weiterverkaufen wolle.

Angesichts der bereits fortgeschrittenen, aufwändigen Abstimmungsverfahren und Vorarbeiten dürfte das Spekulieren über mögliche Spekulation aber grundlos sein.

Dagegen ist es durchaus zutreffend, dass der Eigentümer des unmittelbar benachbarten Areals, wo im letzten November der alternative Wagenplatz geräumt wurde, spekulative Zwecke verfolgt – dessen Baugenehmigung, die als Grund für die Räumung des Wagenplatzes herhalten musste, ist inzwischen aufgrund mangelnder Bautätigkeit rechtskräftig verfallen.“


Abbildung: Das Titelfoto der „ecke köpenicker“ von Ch. Eckelt zeigt die Ruine der großen Turbinenhalle des Postfuhramtes


Dieser Beitrag erschien in der „ecke köpenicker“ im Februar 2022

Diese Ecke No 1 / 2022 hier lesen/herunterladen

ecke 6 2021/2021 Großansicht
ecke 1 / 2022 Großansicht

Cover Großansicht


Mehr: „Postfuhramt Berlin-Mitte: Vom Lost-Place zum lebendigen Quartier in der Luisenstadt“ – Youtube Werbevideo des Bezirksamtes Mitte


Im Juni 2021 fand eine kurzfristig anberaumte Anwohnerversammlung statt. Hier unser Bericht:
www.Luise-Nord.de/so-wars-anwohnerversammlung-wg-bauvorhaben-ehemaliges-postfuhramt

Im Jahr 2013 stand das Postfuhramt noch als Lost Place im Fokus des Denkmaltages, die Öffentlichkeit hatte Zugang, der Bürgerverein war dabei:
www.Buergerverein-Luisenstadt.de/../postfuhrhof


Historisches Material
www.Köpenicker-Strasse.de/Postfuhrhof.html


Fotomaterial Köpenicker Straße bei Google
www.google.com/search…


 

Ein Gedanke zu „Altes Postfuhramt in der Köpenicker Straße: Bauen durch Abriss“

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.