Luisenstadt innere Grenze

Die innere Grenze der Luisenstadt – noch heute erkennbar

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Schon früh in der Geschichte unsere Stadt erfolgte die Teilung des historischen Stadtteils Luisenstadt – sogar mehrfach, letztlich in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Quer von West nach Ost verläuft heute noch die Grenze, als Bezirksgrenze zwischen Berlin Mitte und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.

Das bedingt zwei unterschiedliche Verwaltungen, deren Arbeit selten synchronisiert oder abgestimmt verläuft. Die eigentliche, eher natürliche Grenze im Norden wird durch den Verlauf der Spree bestimmt, im Süden ist es die Trasse der U-Hochbahn in Kreuzberg.

Dieser Grenzverlauf ist noch heute direkt erkennbar – als gepflastertes Bodendenkmal für den ehemaligen Standortverlauf der „Berliner Mauer“.


Oben abgebildeten Stadtplan-Ausschnitt in der Großansicht hier anschauen


Teilungen in der Geschichte

Abbildung: Luisenstadt „diesseits“ und „jenseits“ des Kanals während der Kaiserzeit

Kurioserweise war bereits in der Kaiserzeit die Luisenstadt verwaltungstechnisch durch zwei amtlichen Stadtteile in Ost und West geteilt:
In „Luisenstadt diesseits des Kanals“ und „Luisenstadt jenseits des Kanals“ gegliedert, bezogen of den Luisenstädtischen Kanal. An welchem Ufer oder der Kanalmitte ist unklar. Die Bezirksgrenze verlief also von Nordost nach Südwest.

Bei der Bildung von Groß-Berlin im Jahr 1920 fiel die gesamte „Luisenstadt jenseits des Kanals“ sowie der südliche Teil der „Luisenstadt diesseits des Kanals“ an den Bezirk Kreuzberg und der nördliche Teil der „Luisenstadt diesseits des Kanals“ an den Bezirk Mitte. Damit verschwand der Name Luisenstadt aus den offiziellen Karten.

Nach der großen Wiedervereinigung Deutschlands 1989/1990 gibt es bisher keine Überlegungen, auch die Luisenstadt zu einer wirklichen Einheit wieder zu vereinigen.


Quelle/Abbildung Wikipedia:
Von F.A. Brockhaus´ Geogr.-artist. Anstalt, Leipzig – www.alt-berlin.info. Die Regelschutzfrist für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, österreichischen und schweizerischen Urheberrechts (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers) vermutlich abgelaufen. Es ist daher vermutlich gemeinfrei.


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