Luisenstadt innere Grenze

Die Luisenstadt ist geteilt – wie kam es dazu?

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Historiker Dr. Kurt Wernicke gibt uns auf Nachfrage eine Erklärung – die heute noch bestehende bezirkliche Trennung ist in der Gründung von Groß-Berlin zu finden – das war 1920. Vor einhundert Jahren:

„Bei dem im Preußischen Innenministerium erarbeiteten Konzept einer EINHEITSGEMEINDE BERLIN bestand die Ansicht, jeder der ins Auge gefassten 20 Verwaltungsbezirke sollte im Prinzip in etwa die gleiche Einwohnerzahl haben: ca. 190.000 – 200.000.

Beim neuen Innenstadtbezirk kam man aber (wegen der dort angesiedelten Verwaltungen und Firmensitze) nicht auf eine entsprechende Zahl und wollte daher aus der dicht besiedelten Luisenstadt aufstocken.

So kam man offenbar auf die Idee, sich an die Postdirektionsbezirke anzulehnen und die Postdirektionsbezirke SO, S und SW (1873 eingerichtet) zum Verwaltungsbezirk HALLESCHES TOR (ab 1921 Kreuzberg) zusammenzufassen – ein nördlicher Teil der Luisenstadt wurde aber vom Postdirektionsbezirk C (Centrum) bedient.

Hinsichtlich eines Programmpunktes „Wiedervereinigung“:

Das wäre ein Hebel, in die Öffentlichkeit zu wirken – so bin ich überzeugt, dass eines fernen Tages Köpenick sich liebend gern von TREPTOW trennen will.

Aber es gibt eine „normative Kraft des Faktischen „, die sich an die bestehenden Verhältnisse anpasst und Neuzuschnitten skeptisch gegenüber steht, d. h. mit dem Bestehenden zufrieden ist …“

Dr. Kurt Wernicke


Fakt heute –  Einwohner heute
Mitte: 384.000
FhainXBerg:  290.000
Luisenstadt Nord/Süd: ???


 

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