Auf der heimischen Couch das Bärenzwinger-Forum besuchen

Print Friendly, PDF & Email

Klingt schon mal spannend – die Einladung zur Online-Veranstaltung, die nächste Woche aus der Luisenstadt, genauer aus dem Köllnischen Park, gesendet werden soll.


Update: Ein Mitschnitt des Livestream zum Forum „Bärenzwinger – Visionen für den Kulturstandort“ ist auch nachträglich noch hier bei Youtube anzuschauen. –

Lesen Sie bitte auch die Kommentare am Ende dieser Seite, diskutieren Sie gern mit.


Ein großer Aufschlag für einen kleinen historischen Raum – für den bisher niemand eine zündende Idee für die Neuverwendung hatte:

„Bärenzwinger – Digitales Forum“

Wie bereits an anderer Stelle angekündigt, laden der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte sowie Stadtplanung des Bezirksamts Mitte am Do 3. September 2020 von 17 bis 19 Uhr zum digitalen Forum „Bärenzwinger – Visionen für den Kulturstandort“ ein.

Interessierte sind herzlich eingeladen, das Symposium über den Zukunftsprozess des Bärenzwingers per Livestream zu verfolgen sowie möglicherweise auch eigene Ideen und Visionen für den Kulturstandort in das Forum einzubringen.

Eine Kurzfilmpremiere, Impulsvorträge und eine Podiumsdiskussion stehen auf der Agenda.

Datum: Donnerstag, 03. September 2020
Uhrzeit: 17 bis ca. 19 Uhr
Ort: Livestream mit Beteiligungstool (Link hier) *

Gäste: Dr. Ute Müller-Tischler (Gastgeberin), Luise Rellensmann, Prof. Dr. Susanne Hauser, Nele Heinevetter, Dr. Martin Peschken, Susanne Prinz

Moderation: Christin Noack

* Den Livestream können Sie ohne Anmeldung via Youtube kostenlos anschauen.

Während des Forums können Sie sich über einen Live-Chat beteiligen sowie Fragen und Anregungen an das Podium stellen.

Hierzu müssen Sie sich mit einen Google-Konto einloggen. Ihre Beiträge können Sie im Anschluss anonymisiert abgeben.

Anlass und Ziel des Forums

Der Bärenzwinger soll langfristig als öffentlicher Ort für zeitgenössische Kunst und lebendige Stadtkultur in Berlin erhalten bleiben. Um dies zu ermöglichen, sind neben der Entwicklung eines Raumnutzungskonzeptes insbesondere auch denkmalgerechte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Bestandgebäude sowie an den Außenflächen erforderlich.

Im Rahmen des Forums werden die Experten*innen aus den Bereichen Kunst und Kultur, Denkmalpflege, Architektur und Szenografie Impulse und Denkanstöße für den weiteren Entwicklungsprozess des Bärenzwingers als Kulturstandort geben.

Weiterer Fortgang des Bärenzwingers

Parallel zu den Gesprächen und dem hieraus entwickelten Nutzungskonzept werden die bautechnischen Spielräume und Voraussetzungen für eine Weiterent­wicklung des Kulturdenkmals durch eine Machbarkeitsstudie ermittelt werden. Beides bildet die Grundlage für einen architektonischen Realisierungswettbewerb, der 2021 ausgelobt werden soll.

Eine Umsetzung des Siegerentwurfs ist ab 2023 geplant.

Finanziert wird das Vorhaben voraussichtlich über das Städte­bauförderprogramm Lebendige Zentren.

Die Originaleinladung (anklicken zum Vergößern)

(Quelle: Newsletter KoSP)

Lesen Sie auch: Was machen mit dem „Bärenzwinger“ im Köllnischen Park?


Wenn der o. a. Stream live und aktiv ist, können Sie diesen auch hier auf  unserer Seite verfolgen:

Link zu Youtube hier


Lesen Sie auch

Ausstellung im Bärenzwinger „Sound.Nodes“

www.Berliner-Woche.de/…/keiner-will-den-baerenzwinger-bezirksverordnete-fordern-kulturelle-nutzung


3 Gedanken zu „Auf der heimischen Couch das Bärenzwinger-Forum besuchen“

  1. Mit interesse habe ich das Podiumgespräch per Video verfolgt. Leider war die Tonqualität nicht so gut.Meine Gedanken dazu:

    Der Name „Bärenzwinger“ sagt alles in welche massiven Bau wir uns befinden. Der ist weder einladend noch macht er Neugierig. Ich würde als Künstler wie die Bären wahrscheinlich auch nur mit dem Kopf kreisen oder erst gar nicht auf die Plattform gehen, darauf treten. Der Klinkerbau hat seine historisierende Gestaltung und ist dem Märkischen Museum angepasst. Das ist OK. Alles andere ist von der Ästehtik brutal, die dicken Außenmauer, die bedrohlichen Absperrstangen im Beton und die Enge im Innenraum, wo man nur Depression bekommt und nichts weiter will, als die Augen zu verschließen. All die Dinge müssten aufgebrochen werden in einer demokratischen Gesellschaft, die sich nach Freiheit sehnt. Ich kenne seit über dreißig Jahren Bären in der freien Wildnis und kenne die Konflikte zwischen Mensch und Natur aus dessen Reibung wie vor sieben Millionen Jahren entstanden sind, um so was zu schaffen wie diesen Klinkerbau. Die massiven Außenmauern müssten weg und behutsam in eine Parklandschaft eingegliedert werden. Vielleicht sollte nur der Klinkerbau stehen. Die zwei kleinen Bühnen links und rechts, keine Ahmung, experimentelle Objekte oder Perfomence wäre OK. Ist aber irgendwie „poblich“, aber der heutige Künstler nimmt ja alles was er nur kriegen kann.
    Man kann nur hoffen eine zeitgemäße moderne Form zu finden, die mit denkmalerischen Gesichtspunkten übereingeht, aber auch Grenzen öffnet!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Wolkengrüße aus Berlin Mitte Ullrich Wannhoff.

    1. Sehr geehrter Herr Wannhoff,

      auf Ihre Gedanken zum Podiumsgespräch „Visionen für den Bärenzwinger“ möchte ich anmerken, dass nach meinem Eindruck die eingeladenen Gäste sich meist zu künstlerischen Aspekten der Umwidmung des Bärenzwingers geäußert haben. Transformation zu einem Kunstort, Experiment, Forschung, Lernort, Stadtkultur, Performances, Ausstellungen, Katalysator für die Öffentlichkeit… so die häufigen Schlagworte.

      Weniger genannt wurden: Spuren der Geschichte, Gastronomie, Stadt und Park, Einbindung in den Stadtraum u.a..

      Ich war der einzige, der auf die fehlende gemeinsame Planung von umgebendem Köllnischen Park und Gebäude Bärenzwinger hingewiesen hat und die Anbindung des gesamten Ensembles an die Mitte der Stadt über die Waisenbrücke gefordert hat.

      Es mutet ja gerade grotesk an einen öffentlichen Zugang zum Bärenzwinger als Kulturstandort zu denken und zu fordern, wenn die Umgestaltung des Parks jetzt schon längst im Gange ist und der Bärenzwinger planerisch überhaupt keine Rolle spielt. Wie will man denn später einen neuen Kunstort schaffen ohne den umgestalteten Park wieder zu beeinträchtigen?

      Wie könnte dann Ihre Idee die massiven Außenmauern abzureißen und behutsam in die Parklandschaft einzugliedern umgesetzt werden?

      Gelegenheiten für einen weiterführenden Gedankenaustausch werden wir vielleicht finden, z. B. in den Beratungen der Betroffenenvertretung zum Sanierungsgebiet oder zu einer Folgeveranstaltung des Kunstamtes vom Bezirksamt Mitte.

      Mit freundlichem Gruß V. Hobrack für die Betroffenenvertretung Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt

      1. Lieber Volker,
        ja ich war auch schon verwundert, dass der Gartenbau längst in Gange ist, also geht es gar nicht mehr um die Anlage, sondern nur welche Kunst-Projekte die Zukunft bringt. Das kann man doch nur dann erörtern, wenn die Anlage steht. Vorher weiß ich doch gar nicht wie sie aussieht…..
        Bin gespannt
        Sonnige Grüße aus der Köpinicker 44 Ulli

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected with IP Blacklist CloudIP Blacklist Cloud

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.