Screenshot Website Kiezblocks

Engelbecken und Alte Jakobstraße – Neues von der Kiezblock-Initiative „Nördliche Luisenstadt“

Print Friendly, PDF & Email

Das Thema Kiezblöcke in Berlin trendet immer mehr.

In dieser Woche (am 13.10.21) berichtete der Checkpoint des Tagesspiegel mit einem Kiezblock-Update aus der Luisenstadt.

Wir zitieren aus diesem Newsletter für Berlin-Mitte hier wörtlich:

Über 60.000 Fahrzeugbewegungen finden pro Woche auf der Alten Jakobstraße statt – statistisch gesehen alle zehn Sekunden, rund um die Uhr. Der größte Teil davon ist Schleichverkehr, der sich um den Stau entlang der nahegelegenen B1 drückt.

Die Zahl untermauert den Eindruck der Anwohner:innen der Kiezblock-Initiative „Nördliche Luisenstadt“:

Für eine Nebenstraße ist das eindeutig zu viel. Sie ärgern sich über den seit Jahren steigenden Durchgangsverkehr in ihrem Kiez und fordern eine Verkehrsberuhigung mit Blumenkübeln und Pollern. Mehrfach haben sie sich selbst für „Kordonzählungen“ – so nennt man die Erfassung von Verkehrsströmen – an den Straßenrand gestellt.

Jetzt haben sie mit dem Tool „Telraam“ einen Weg gefunden, die Bewegungen von Autos und Lkw, aber auch von Fahrrädern und Fußgänger:innen technisch genau zu erfassen. Ein Apparat zählt die Ströme von der Wohnung eines Initiativ-Mitglieds aus. Im Netz können die Zahlen transparent abgerufen werden.

Das kommt zur richtigen Zeit. Die Initiative ist mittlerweile unterwegs, um 1.000 Unterschriften für ihren Einwohner:innenantrag zu sammeln. Wenn so viele zusammenkommen, setzt sich die Bezirksverordnetenversammlung Mitte mit dem Antrag auseinander.

Es läuft gut, sagt Sprecher Christian Unger: „Die Menschen sind am Projekt interessiert und fragen nach.“ Etwa 40 Leute engagieren sich inzwischen fest – im Mai waren es noch sechs.

Das liegt auch daran, dass sich zwei Kiezblock-Initiativen zusammengeschlossen haben: „Alte Jakob“ und „Engelbecken“ arbeiten jetzt zusammen. Das Initiativgebiet erstreckt sich nun von Oranienstraße und Bundesdruckerei im Südosten und der Luisenstadt mit Engeldamm im Südwesten bis hin zur Spree, dem Märkischen Ufer und dem Spittelmarkt im Norden. „Wir haben gemerkt, dass wir gemeinsame Ziele haben und gemeinsam handeln wollen“, sagt Unger. Der Stau stoppt schließlich nicht, nur weil das Initiativgebiet endet.

Im Antrag fordern sie nun, den Durchgangsverkehr in den Kiezen der nördlichen Luisenstadt zu unterbinden – möglichst mit schnell umsetzbaren Mitteln wie Diagonalsperren. Autos können an Kreuzungen dann nur in eine Richtung abbiegen und werden wieder aus dem Kiez herausgelenkt. Anwohner:innen können ihre Wohnungen so weiter mit dem Auto erreichen, Stau-Umschleicher:innen bleiben freiwillig draußen.

Auch will die Initiative die erlaubte Geschwindigkeit im Kiez weiter absenken und fordert Tempo 30 auf Hauptstraßen und Tempo 20 auf wichtigen Nebenstraßen. Zudem soll es mehr Zebrastreifen, eine Ampel für Fußgänger:innen an der Heinrich-Heine-Straße und mehr Straßengrün geben.

Die Initiative bewirbt sich außerdem beim Bezirk für einen Umbau von Parkplätzen zu Parklets am Engelbecken und an der Alten Jakobstraße.

Mehr Infos zur Initiative und den Einwohner:innenantrag gibt es hier:
www.Kiezblocks.de/nordliche-luisenstadt

Die obige Abbildung ist ein Screenshot diese Webseite.

Die Quelle dieses Beitrages als gesamten Newsletter für Berlin-Mitte vom 13. Oktober 2021 lesen Sie hier:

nl.tagesspiegel.de/../leute-mitte

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.