LETZTE ÄNDERUNG am Dienstag 7. Juli 2026 23:03 durch Luise
Liebe Luisenstädterinnen und Luisenstädter,
wir feiern gerade die Eröffnung unseres ersten provisorischen Spreeuferweg-Abschnitts an der Schillingbrücke, da richtet sich unser Blick voller Spannung bereits ein kleines Stück flussabwärts nach Kreuzberg.
Ein aufmerksamer Nachbar hat uns auf eine hochaktuelle Entwicklung direkt an unserer Bezirksgrenze aufmerksam gemacht!
Neues Quartier am ViktoriaspeicherEs geht um das BEHALA-Areal am Viktoriaspeicher an der Köpenicker Straße. Auf dieser riesigen Fläche soll in absehbarer Zeit ein neues, gemischt genutztes Stadtquartier der landeseigenen WBM und BEHALA entstehen.
Geplant sind neben neuen Wohnungen, Gewerbe und sozialer Infrastruktur vor allem eines, das uns in der Nördlichen Luisenstadt brennend interessiert:
Ein öffentlicher Uferweg an der Spree!
Damit rückt unsere alte Forderung nach einem durchgängigen Uferweg, der nahtlos unter der Schillingbrücke hindurch in den Nachbarbezirk führt, in greifbare Nähe.

Plattform „Baustelle Gemeinwohl“ und frische Jury-Entscheidungen
Organisiert wird die dortige Bürgerbeteiligung über die Plattform Baustelle Gemeinwohl (ein gefördertes Projekt des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg und LokalBau). Und die Planungen laufen dort gerade auf Hochtouren:
Erst vor wenigen Tagen, am Montag, den 29. Juni 2026, fand quasi direkt vor unserer Haustür im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) im Wilhelmine-Gemberg-Weg die 2. Bürgerwerkstatt zu dem Projekt statt.
Dort wurden der Öffentlichkeit 5 Entwürfe zur Entwicklung des Geländes präsentiert. Die Meinungen, Wünsche und Kommentare der Anwohnenden sollten direkt in die große Jury-Entscheidung einfließen, die bereits am darauffolgenden Tag, dem 30. Juni, anstand.
Wie geht es weiter?
Das bedeutet: Die Würfel für das städtebauliche Gesicht unseres direkten Nachbar-Areals sind vermutlich in diesen Tagen gefallen! Die Ergebnisse dieses Werkstattverfahrens bilden die Grundlage für den anschließenden Bebauungsplan.
Wir halten für euch auf der neuen Plattform Baustelle-Gemeinwohl.de Ausschau nach dem Siegerentwurf. Sobald klar ist, wie der Spreeuferweg auf Kreuzberger Seite weitergeführt wird und ob die Entwürfe unseren Luisenstädter Zielen entsprechen, erfahrt ihr es hier auf Luise-Nord.de!
Was erhofft ihr euch von der Bebauung auf dem BEHALA-Gelände? Schreibt es uns in die Kommentare!
Bild oben: Das Behala-Areal am Kreuzberger Spreeufer. Offensichtlich noch viel Arbeit für den Spreeuferweg in der Luisenstadt-Ost. Der Stadtrat dämpft schon mal die Erwartungen. -Blick von der Schillingbrücke. Klick für eine Großansicht (Alle Fotos: Archiv BV)

Quelle: www.Baustelle-Gemeinwohl.de
Weitere gepflegte Quellen hier im Blog: „Luisenstadt Ost“
UPDATE vom 7. Juli 2026: Der Siegerentwurf für das BEHALA-Areal steht fest!
Unsere aufmerksame Nachbarin und Kiez-Kennerin Rosie Kühne hat uns in den Kommentaren auf großartige Neuigkeiten aufmerksam gemacht: Die große Jury-Entscheidung vom 30. Juni
ist gefallen!
Gewonnen hat der Entwurf des Architekturbüros Behles & Jochimsen in Zusammenarbeit mit Weidinger Landschaftsarchitekten.
Wer schon jetzt einen Blick auf die zukünftigen Visualisierungen des Viktoriaspeichers und unseres benachbarten Spreeuferwegs werfen möchte, findet erste Bilder auf der Projektseite der Architekten (behlesjochimsen.de) sowie beim Entwickler DBA Bau.
Save the Date: Wie auf der Bürgerwerkstatt angekündigt, wird es im September 2026 – nach der Sommerpause – eine ausführliche öffentliche Ausstellung des Siegerentwurfs geben. Wir halten euch auf dem Laufenden!
* Zugabe – Kiez-Exkurs:
Wer oder was ist eigentlich die BEHALA?
Wir sprechen im Kiez oft wie selbstverständlich vom BEHALA-Areal, aber nicht jedem ist dieser Name ein Begriff. Hinter der Abkürzung verbirgt sich offiziell die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH.

Das Unternehmen prägt Berlins Uferlandschaften schon lange. Der Viktoriaspeicher an der Köpenicker Straße ist ein beeindruckendes Zeugnis aus jener Zeit, als die Spree Berlins zentrale Industrieader war.
Heute ist die BEHALA weit mehr als nur ein Verwalter alter Uferflächen. Sie fungiert als moderner Logistik-Dienstleister für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg und ist Betreiberin der trimodalen Berliner Güterverkehrszentren in Innenstadtlage.
Neben der Entwicklung eigener Immobilienprojekte – wie eben dem neuen, gemischten Stadtquartier am Viktoriaspeicher in Kooperation mit der WBM – liegt ein starker Fokus des Unternehmens auf der klimaneutralen Stadtlogistik und der Entwicklung innovativer Antriebstechnologien.
Zu den zukunftsweisenden Leuchtturmprojekten gehören unter anderem:
- Die Zukunft der Stadt-Logistik (KoMoDo): Ein Projekt für die innerstädtische Paket-Logistik, das auf Mikro-Depots als lokale Sammelpunkte setzt. Von dort aus erfolgt die Zustellung auf der „letzten Meile“ emissionsfrei durch Lastenfahrräder und E-Bikes.
- Das Projekt ELEKTRA: Ein innovatives, hybrid-elektrisches Schubboot, das mit wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellen, Akkumulatoren und einer Photovoltaikanlage ausgestattet ist. Damit werden komplett emissionsfreie Transporte auf den Berliner Wasserstraßen möglich.

Hier https://www.dba-bau.com/news/areal-am-viktoriaspeicher-in-berlin-siegerentwurf-fuer-neues-stadtquartier/ wird der Siegerentwurf vorgestellt.
Das https://www.behlesjochimsen.de/de/projekte/quartier-am-viktoriaspeicher-berlin-136/ ist die Seite des Architekturbüros zu diesem Projekt.
Die Landschaftsplaner http://www.weidingerlandschaftsarchitekten.de/projekte-2/ haben das Projekt noch nicht auf ihrer website – aber da kann ja schon mal geguckt werden was die sonst so schon geplant/realisiert haben.
Auf der Bürgerwerkstatt am 29. Juni wurde eine Ausstellung des Sieger-Entwurfs angekündigt für September 2026 – also mit genügend Abstand zur Sommerpause …
Rosie Kühne
Liebe Rosie, tausend Dank für diese fantastische und blitzschnelle Recherche! Genau auf diese Ergebnisse der Jury-Entscheidung haben wir gewartet.
Toll, dass du die Links zum Siegerentwurf von Behles & Jochimsen und den Landschaftsplanern direkt mit uns teilst. Den Termin für die Ausstellung im September 2026 haben wir uns sofort rot im Kalender markiert.
Danke, dass du für den Kiez weiterhin so aufmerksam die Augen offen hältst!
Herzliche Grüße, Luise