In Sanierungsgebieten wurde verstärkt in den Öffentlichen Raum investiert, z.B. in Kinderspielplätze. - Foto: Ch. Eckelt / ecke köpenicker

Der große Spielplatz-Test: Unsere Luisenstadt ist leider nur „Durchschnitt“

LETZTE ÄNDERUNG am Mittwoch 8. Juli 2026 18:04 durch Luise


Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wo spielen unsere Kinder eigentlich am schönsten – und vor allem am sichersten? Diese Frage hat sich auch der Bezirk Mitte mit einem großen Spielplatz-Test gestellt und für den neuen Spielplatzentwicklungsplan im Jahr 2024 stadtweit insgesamt 234 öffentliche Spielbereiche genau unter die Lupe genommen.

Die detaillierten Ergebnisse wurden nun veröffentlicht und auch in der aktuellen Ausgabe der ecke köpenicker (2/2026) ausgewertet. Das Fazit für die Nördliche Luisenstadt fällt leider ziemlich nüchtern aus: Wir sind bestenfalls Mittelmaß.

Die Luisenstadt in Zahlen

In unseren beiden Planungsräumen (Westliches und Östliches Heineviertel) wurden insgesamt 19 Anlagen getestet. Darunter fallen 12 klassische Kinderspielplätze, fünf Ballspielflächen und zwei „Aktionsräume“ (Calisthenics/Fitness).

Die Tester vergaben maximal 31 Punkte. Alles unter 15 Punkten gilt als durchgefallen – hier sollte laut Bezirk dringend eine Umgestaltung geprüft werden.

Bild oben: Das ist ein Foto aus 2024. Ist es in der Luisenstadt aufgenommen? Man weiß es nicht. Aber „In Sanierungsgebieten wurde verstärkt in den Öffentlichen Raum investiert, z.B. in Kinderspielplätze.“ So stand es in der „ecke Köpenicker“ – Foto: Ch. Eckelt / ecke köpenicker

So haben unsere Kiez-Plätze abgeschnitten:

  • Die Fitness-Zonen (Calisthenics): Die Anlagen auf der Fischerinsel und zwischen Neuer Jakob- und Annenstraße landeten bei rund 18 Punkten. Das Urteil: „Den Anforderungen entsprechend“.
  • Ballspielplätze: Hier gibt es Luft nach oben! Das Fußballfeld im Luisenstädtischen Kirchpark an der Sebastianstraße rutschte knapp unter die magische 15-Punkte-Marke und hat deutlichen planerischen Handlungsbedarf. Das Feld nördlich der Neuen Jakobstraße erreichte immerhin 16 Punkte.
  • Der Spielplatz Michaelkirchplatz 7-12 (Zugang Melchiorstraße): Eher schlechtes Zeugnis mit 15,5 Punkten. Besonders kritisiert wurde hier die mangelnde „Angebotsgerechtigkeit“, da die Anlage kaum auf die Bedürfnisse von Kindern mit Behinderungen zugeschnitten ist.
  • Köllnischer Park: Obwohl erst 2020/2021 im Zuge der Neugestaltung des Parks errichtet, reicht es hier nur für 16,5 Punkte.
  • Blütensträuchergärten (Luisenstädtischer Kanal): Auch hier reichte es nur für ein knappes „Ausreichend“ mit etwas über 15 Punkten.
  • Die Ausreißer auf der Fischerinsel: Während der Spielplatz nahe der Inselbrücke mit 19 Punkten positiv heraussticht, rasselte der Platz an der Rollstraßenbrücke mit nur 12 Punkten krachend durch den Test.

Der große blinde Fleck am Spreeufer

Was der Bericht zudem schonungslos offenlegt: Zwischen dem Spreeufer und der Köpenicker Straße fehlt ein Spielplatz komplett – und das, obwohl hier in den letzten 15 Jahren massiv neuer Wohnraum entstanden ist.

Aber es gibt Hoffnung:

Auf der Brachfläche an der Köpenicker Straße 36-38 (zwischen ver.di und der ehemaligen Eisfabrik) scheint der jahrelange Nachbarschaftsstreit gelöst.

Dort sollen bald rund 300 Wohnungen und ein Supermarkt entstehen. Ein städtebaulicher Vertrag sichert uns an dieser Stelle glücklicherweise einen neuen, mittelgroßen Quartiersspielplatz zu, der ausdrücklich auch für die Kinder der umliegenden Nachbarschaft zugänglich sein soll. Wir bleiben für euch dran, ob und wann hier endlich die Bagger rollen!

Jetzt seid ihr gefragt!

Decken sich diese bezirklichen Testergebnisse mit euren eigenen Erfahrungen als Eltern, Großeltern oder Babysitter im Kiez? Fehlt es an inklusiven Spielgeräten, Sauberkeit oder einfach an Platz?

Schreibt es uns gleich hier unten in die Kommentare!

Eure Luise / Eure Betroffenenvertretung


 

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