Schlagwortarchiv: Köpfe der Luisenstadt
Köpfe der Luisenstadt: Dr. Dorothea Krause – Die Seele der behutsamen Stadtentwicklung
Dr. Dorothea Krause hinterließ ein bemerkenswertes Erbe in der Stadtentwicklung.
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Köpfe der Luisenstadt: Klaus Duntze – Der Architekt des Kreuzberger Miteinanders vereinte die Luisenstadt
Klaus Duntze (geboren am 6. Februar 1935, gestorben am 26. Juli 2016) war ein aus Süddeutschland stammender evangelischer Theologe und Pfarrer, der zu einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der Berliner Stadtentwicklung – insbesondere in Kreuzberg und der Luisenstadt – wurde.
Er verstand es auf herausragende Weise, seine theologische Überzeugung in kritisches, stadtpolitisches Handeln für das Gemeinwohl zu übersetzen und trat als unermüdlicher, ruhiger und geradliniger Vermittler zwischen Kirche, Bürgern und Verwaltung auf.
Seine Beiträge lassen sich historisch in zwei große Phasen und Schwerpunkte unterteilen: die Rettung der Kreuzberger Altbausubstanz und die Wiedervereinigung der historischen Luisenstadt.
Köpfe der Luisenstadt: Geschichtsdetektiv Frank Eberhardt und die Luisenstadt – dieser historische Rückblick hat ein Gesicht
Wer heute durch die Luisenstadt spaziert, sieht ein lebendiges Viertel im Wandel – doch die Erforschung seiner Wurzeln verdanken wir den Pionieren der Nachwendezeit.
Ein berührendes Porträt aus dem Tagesspiegel von 2001, betitelt „Frank Eberhardt, geb. 1931“, erinnert an einen unermüdlichen Anwohner der Köpenicker Straße. Mit bunten Karteikarten bewaffnet wurde er zum „Geschichtsdetektiv“ und Mitbegründer des Bürgervereins Luisenstadt, um dem geteilten und vergessenen Kiez sein Gedächtnis zurückzugeben.
Volker Hobrack: Die Wahrheit über die Nutzungskonflikte auf der Partymeile Köpenicker Straße und warum
In der ecke No. 8 Dez 2018/ Jan 2019 finden Sie diesen Leserbrief von Volker Hobrack, Vorstand des Bürgervereins Luisenstadt und erster Vertreter unserer Betroffenenvertretung, zur Studie zu den Nutzungskonflikten in der Nördlichen Luisenstadt:
Liebe Redaktion der „ecke köpenicker“,
in diesem Artikel der FAZ (m.FAZ.net/aktuell/reise/tourismus-berlin-deutsch-land – „Den Berlinern reicht’s“) steckt sehr viel mehr Wahrheit als in Euren Beiträgen über die Studie zu den Nutzungskonflikten (hier lesen) in der ecke von Nov/Dez 2018. Mit den Zitaten aus dieser Studie wird der Eindruck erweckt, als wären die Lärmbelastungen durch Tourismus nicht sonderlich groß.
Besonders grotesk ist das Zitat, „dass Gäste des A&O Hostels… keine wesentliche Quelle nächtlicher Ruhestörungen“ seien.
Auch in dieser Studie steckt ein Haufen falscher und beschwichtigender Aussagen. Dieses Hostel ist Hauptverursacher von Lärm und von Verkehrsproblemen in der Köpenicker Straße, weil es überdimensioniert ist.
Das Bezirksamt hat in seiner Ignoranz mit einer Betriebsgenehmigung für 1.600 Betten ein Dauerproblem für die Anwohner und Verkehrsteilnehmer geschaffen, mit dem es jetzt nicht mehr umgehen kann. Es ist darüber hinaus noch peinlicher für die Verwaltung, wenn nebenan und gegenüber Spätis entstehen, teils ungenehmigt, die den überbordenden Tourismus zu einer Gefahr für die Stadtverträglichkeit werden lässt.
Zur Studie ist allerdings auch anzumerken, dass mit dieser sozialwissenschaftlichen Arbeit überhaupt mal ein anderer Weg der Problembetrachtungen gegangen worden ist. Doch ob das mit dieser ersten Untersuchung schon ausreicht, ist sehr zweifelhaft. Richtig ist die Feststellung der Studenten, dass eine deutliche Diskrepanz in der Wahrnehmung des Gebietes zwischen der Verwaltung und den Anwohnern besteht.
Doch was folgt daraus für den Arbeitsstil der Verwaltung?
Auch das Lob an Herrn Haas über sein Moderieren des Runden Tisches ist zu kurz gegriffen. Ich kann den dicken Ordner mit den Protokollen aller „Runden-Tisch“-Beratungen aus mehreren Jahren mitbringen und aufzeigen, wie lange wir Anwohner uns in diesem Gremium mit immer denselben Problemen beschäftigen. Durchschlagende und nachhaltige Verbesserungen sind nicht eingetreten.
Das Format des „Runden Tisches“ in der bisherigen Form ist abgenutzt und wenig wirkungsvoll. Wenn die Termine des „Runden Tisches“ nicht vom Vormittag auf den Abend verlegt werden, sind alle Berufstätigen von vornherein von der Mitarbeit ausgeschlossen. Diese Anwohnergruppe ist aber immer noch die Mehrheit der Anwohner.
Außerdem sind dem Moderator die Hände gebunden, wenn er Fachleute aus den Verwaltungsabteilungen (z.B. aus dem Umweltamt oder der Gewerbeaufsicht) nicht verbindlich einladen und zum Berichten über Missstände verpflichten kann.
Die bisherige Verfahrensweise hat den Anschein der Funktion eines Dampfablassventils.
Da ich nach wie vor ein Fan der ecke Köpenicker bin, möchte Euch bitten, mein Schreiben als Leserbrief in der nächsten Ausgabe zu veröffentlichen.
Mit Adventsgrüßen Volker Hobrack
Dazu veröffentlichte die ecke-Redaktion folgende Anmerkung:
In der letzten Ausgabe Nr. 7/2018 wurden die Ergebnisse der von Studierenden der HU erstellten „Studie zu Nutzungskonflikten“ thematisiert. Dazu gehörte ein Gastbeitrag eines der Autoren der Studie. Die Inhalte und Aussagen dieses Textes liegen ausschließlich in der Verantwortung des Autors, was nicht bedeutet, dass die Redaktion jede der veröffentlichten Aussagen und Meinungen teilt. Keineswegs ist es unsere Absicht, die unbestreitbaren Probleme und Belastungen durch den Massentourismus herunterzuspielen oder zu verniedlichen. Vielmehr haben wir in den letzten Jahren oft und immer wieder über die Belastung des Gebiets durch Müll, Lärm, Reisebusse etc. berichtet und nehmen dabei die Kritik der Anwohner überaus ernst.

Diesen Bericht können Sie im Original hier herunterladen/lesen
Bleibt weiterhin ein Traum: Das Spreeufer für alle

Bildcollage: Frauke Mahrt-Thomsen/Bürgerverein Luisenstadt
Die Entwicklung des Spreeuferwegs kommt nicht voran, u.a. weil der Galvanisierungsbetrieb in der Köpenicker Straße seinen Standort nicht aufgeben will.
Auf Grund der sog. „Seveso-III-Richtlinie“ kann die Gegend im Umkreis des Betriebes nicht entwickelt werden. Also auch nicht die Pläne für einen durchgängigen Spreeuferweg.
Da hat auch der jüngste, offizielle Rundgang unter Federführung des Bezirksamtes kaum neue Erkenntnisse gebracht. Um das Projekt aber mehr ins Schweinwerferlicht zu rücken, werden demnächst fünf „Infostationen“ das Projekt der Bevölkerung näher bringen. Bleibt weiterhin ein Traum: Das Spreeufer für alle weiterlesen
Vandalismus im Kirchpark
Die Erinnerungsstele im historischen Luisenstädtischen Kirchpark an der Alten Jakobstraße ist Anfang März 2017 durch ein großes Grafitti verunziert worden.
Der Bürgerverein Luisenstadt, der mit der Initiative von Dr. Klaus Duntze in Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt diese Stele hat aufstellen lassen, bittet um Hinweise zu diesem respektlosen Vandalismus. Vandalismus im Kirchpark weiterlesen
Pfarrer und Bürgerinitiativler Dr. Klaus Duntze gestorben
Bereits lange vor dem Fall der Mauer kämpfte Klaus Duntze für eine behutsame, bürgerfreundliche Stadtererneuerung, verhinderte gemeinsam mit Initiativen, dass Kreuzberg zu Gunsten von Autobahn und Wohnsilos platt gemacht wurde.

Seit dem Jahr 1990 setzte sich Duntze für das Zusammenwachsen von Ost und West vor allem in der Luisenstadt ein. Sein großes Werk war die Durchsetzung der Wiederherstellung des Luisenstädtischen Kanals. Unterstützung fand er dabei auch vom heute noch aktiven Bürgerverein Luisenstadt, dessen Mitgründer er war. Pfarrer und Bürgerinitiativler Dr. Klaus Duntze gestorben weiterlesen