LETZTE ÄNDERUNG am Montag 6. Juli 2026 12:53 durch Luise
Von Luise
Kaum ist der erste Abschnitt des Spreeuferwegs an der Schillingbrücke fertiggestellt, richtet sich der Blick der Luisenstadt voller Hoffnung auf die nächste große Baustelle flussabwärts.
Und hier gibt es sensationelle Neuigkeiten: Das jahrelange städtebauliche Sorgenkind, das markante Bauprojekt „Elements“ direkt an der Michaelkirchbrücke, nähert sich mit großen Schritten seiner Vollendung.
Wie das Fachportal Entwicklungsstadt.de berichtet, fallen dort nach fast einem Jahrzehnt Bauzeit, Verzögerungen und Stillstand endlich die Gerüste und offenbaren eine spektakuläre, wellenförmige Glas- und Metallfassade.
Doch was uns im Kiez viel elektrisierender vorkommt: Damit wächst die greifbare Hoffnung auf eine baldige Verlängerung des Spreeuferwegs bis zur Michaelkirchstraße!
Wo einst der Kater tanzte: Die Transformation des Spreeufers
Wer schon etwas länger im Kiez unterwegs ist, verbindet dieses Spreeufer mit einer ganz anderen Ära. Bevor die Bagger anrückten und tiefe Baugruben den Uferbereich für Fußgänger komplett abriegelten, pulsierte hier das Berliner Nachtleben.
Genau auf diesem Areal, rund um die alte Seifenfabrik an der Köpenicker Straße, befand sich von 2011 bis 2013 das legendäre „Kater Holzig“ – der temporäre Nachfolger der unvergessenen „Bar 25“ (während der heutige Club Kater Blau auf der gegenüberliegenden Spreeseite seine Heimat fand).
Wo damals in bunten Holzbuden und zwischen Backsteinruinen gefeiert wurde, stand die Zeit danach gefühlt still. Die Baustelle des „Elements“ blockierte über Jahre hinweg selbst einen provisorischen Durchgang am Wasser. Fußgänger und Radfahrer mussten einen weiten Bogen über die Köpenicker Straße schlagen.
Ein neuer Blickfang und das Versprechen des Uferwegs
Das hat nun bald ein Ende. Der Entwurf des Architekturbüros Tchoban Voss wird vom anfänglichen Kritikpunkt nun tatsächlich zum architektonischen Blickfang am Fluss. Mit seinen geschwungenen Formen soll das Gebäude an die Dynamik des Wassers erinnern.
Das Entscheidende für die Luisenstadt: Das Projekt hält das städtebauliche Versprechen des Berliner Uferweg-Konzepts ein.
Durch die Fertigstellung des Gebäudes wird der Raum am Wasser endlich wieder frei. Es besteht nun die reale Chance, dass der frisch eröffnete Uferweg von der Schillingbrücke und dem Spreefeld aus in naher Zukunft direkt bis zur Michaelkirchbrücke durchgezogen werden kann. Ein lückenloser Spaziergang am südlichen Spreeufer rückt damit in greifbare Nähe.
Den ausführlichen Bericht zur Architektur und die aktuellen Bilder vom Projekt findet ihr bei Entwicklungsstadt.de.
Wir bleiben für euch dran und beobachten genau, wann hier die letzten Zäune fallen und der Weg für die Nachbarschaft freigegeben wird!
Quelle mit weiteren Details: www.Entwicklungsstadt.de/erster-abschnitt-des-spreeuferwegs-in-der-noerdlichen-luisenstadt-fertiggestellt
Bild oben: Das Elements im Bau Ende Juli 2025 – Foto: Archiv BV
