Grünes Licht für den Waisentunnel – BVG baut unter der Spree

Nun also Baurecht: Eine der wichtigsten (und unbekanntesten) Adern der Berliner U-Bahn wird saniert – der Waisentunnel.

Gute Nachrichten für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Nach jahrelangem Stillstand und aufwendigen Genehmigungsverfahren liegt nun die planrechtliche Zulassung für den Neubau des sogenannten Waisentunnels vor. Das Bauwerk ist für Fahrgäste unsichtbar, aber für den U-Bahn-Betrieb essenziell.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Was passiert? Der seit 2017 aus Sicherheitsgründen gesperrte Waisentunnel wird abgerissen und neu gebaut. Ein Teil der Strecke führt direkt unter der Spree hindurch.

  • Warum ist das wichtig? Der Tunnel verbindet die Linie U5 mit dem restlichen Netz (U8). Aktuell ist die U5 quasi eine „Insel“: Züge müssen für große Reparaturen aufwendig mit Tiefladern durch die Stadt zur Hauptwerkstatt gefahren werden. Der Neubau beendet diesen logistischen Albtraum.

  • Der Zeitplan: Die Arbeiten sollen bereits im Frühjahr 2026 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

  • Die Herausforderung: Die Bauarbeiten unter der Spree sind komplex. Damit der Schiffsverkehr nicht gestoppt werden muss, wird mit speziellen Spundwänden gearbeitet, die den Fluss halbseitig trockenlegen („Trockenbauweise“).

  • Die Kosten: Ursprünglich waren ca. 55 Millionen Euro veranschlagt, mittlerweile geht der Senat von deutlich höheren Kosten (ca. 77 bis 87 Millionen Euro) aus.

Hintergrund: Der 1918 fertiggestellte Tunnel war ursprünglich Teil einer nie vollendeten U-Bahn-Planung der AEG und litt schon früh unter Wassereinbrüchen. Mit dem Neubau wird eine über 100 Jahre alte Schwachstelle im Netz endgültig behoben.


Quelle: rbb24 – BVG erhält Genehmigung für Neubau des Waisentunnels mit einer Simulation der zukünftigen Baustelle



Foto oben: Baustelle Waisentunnel, fotografiert von Eric H., veröffentlicht unter CC BY-SA 3.0 de, Commons.Wikimedia.org/w/index.php?curid=37661188

9. Februar: Heinrich-Heine-Viertel – Gesprächsabend zu Drogen & Obdachlosigkeit

2026 – es ist Wahljahr. Und daher werden öffentliche Aktivitäten der Parteien oft sichtbar. So auch die örtlichen Vertretungen der „Die Linke“. So wie jetzt für den 9. Februar auf ein aktuelles Problemthema mit einer Einladung zu einer Diskussion eingegangen wird. Egal – schau’n wir mal.

„Solidarische Perspektiven für das Heinrich-Heine-Viertel“

ist die Veranstaltung untertitelt. Hintergrund: Die Situation in unserem Viertel verändert sich. Immer mehr Menschen mit Suchtproblemen und psychischen Erkrankungen landen auf der Straße. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind auch im Heinrich-Heine-Viertel zunehmend spürbar.

Kritiker bemängeln, dass die Landesregierung statt auf eine Gesamtstrategie eher auf Verdrängung setzt, wodurch Probleme lediglich von einem Bezirk in den nächsten verlagert werden.

Zuletzt sorgte ein offener Brief des Bürgervereins Luisenstadt für Aufsehen.

Doch was ist seither geschehen?
Wer kümmert sich konkret um die Probleme der Nachbarschaft?
Und die wichtigste Frage: Wie können wir menschenwürdige Bedingungen schaffen und einen Kiez gestalten, in dem sich
alle zu Hause fühlen?

Die Basisorganisation der Partei Die Linke (Heinrich-Heine-Viertel / Berlin-Mitte) lädt herzlich ein, über diese Fragen zu diskutieren und gemeinsam solidarische Perspektiven zu entwickeln.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Christoph Keller (Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Gesundheit, Die Linke)
  • Sven Knab (Gangway e.V. – Straßensozialarbeit mit jugendlichen und erwachsenen Menschen in Berlin)
  • Sigrid Völker (Ehemalige Leiterin des Kinderzentrum Ottokar)

Wann und Wo?

  • Datum: 9. Februar 2026
  • Uhrzeit: Einlass ab 18:30 Uhr, Beginn der Diskussion um 19:00 Uhr
  • Ort: BAVUL Café, Annenstraße 13, 10179 Berlin

Der Eintritt ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Gehen Sie vorbei und bringen Sie Ihre Fragen und Anliegen mit ein.


Noch ein Stammtisch
Die „BO“, die Basisorganisation Heinrich Heine im Heinrich-Heine-Viertel trifft sich übrigens mehrmals pro Jahr mit allen Mitgliedern. Monatlich findet außerdem am ersten Mittwoch um 19:30 Uhr ein offener Stammtisch für alle Genoss:innen und Interessierten in unserem Stadtteil statt. Ort des Stammtischs ist die Traditions-Gaststätte „Berliner Wappen“ am Michaelkirchplatz, das ist auch gleich um die Ecke vom Bürgerverein Luisenstadt. Mehr hier auf der Webseite der BO.
<Wahlschleichwerbung Aus>


Quelle: Einladung/Flyer der Die Linke – siehe unten. Klick für eine Großansicht.

Die Linke - Flyer Einladung 1
Die Linke – Flyer Einladung 1
Die Linke - Flyer Einladung 2
Die Linke – Flyer Einladung 2

Spirit und Sprit und die Geister der Brückenstraße

Bild oben – das älteste existierende Lichtbild von der Brücken-­ Ecke Köpenicker Straße ist von F. Albert Schwartz, aufgenommen ungefähr 1890, vielleicht auch 1880 oder sogar 1870.

Die Brückenstraße ist auf der alten Aufnahme zwar nicht zu sehen, aber das Eckhaus Köpenicker Straße 77. Davor steht ein Vater mit drei Töchtern, die scheinbar den Fotografen gesichtet haben und stillhalten.

Aber der Vater hat sich in der Aufnahmezeit bewegt, in der das Licht auf die beschichtete Platte fiel. So ist er auf dem Bild transparent geworden. Nur dadurch ist die Aufschrift »Jam. Rum« hinter ihm sicht-­ und lesbar. Er ist zu einem Geist geworden, Spirit, durch den der Sprit scheint.

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PROTOKOLL der BV-Beratung vom 16. Dezember 2025

Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung:
Dienstag, 20. Januar 2026 – im „dialog 101“, Köpenicker Straße 101 Ecke Heinrich-Heine. – Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.


PROTOKOLL der BV-Beratung vom 16. Dezember 2025

von 18.30 – 20 Uhr im „dialog 101“.
Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema.

Die Beratungsthemen

1. Nachlese Workshop

anhand des Protokolls der Betroffenenvertretung vom 18.11.25:
Bisher sind auf Bitte des Initiators des Workshops am 16.12.25,  Eberhard E., erst wenige Einschätzungen zu den 5 Leitlinien bei ihm eingegangen. Aufforderung an alle anderen Beteiligten, Interessierten, Anwohnern zum Nachliefern.

2. Planung Adalbertstraße

Keine neuen Informationen

3. Drogensituation U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße

Auf Einladung der Bezirksbürgermeisterin waren der Bürgerverein und zwei weitere Anwohner Anfang Dezember zu einem Gedankenaustausch im Bezirksamt Mitte (ohne Festlegungen).

Das BA wollte sich danach amtsintern mit dem neuen Hotspot U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße befassen.

Viele Beschwerden von Anwohnern landen bei der Geschäftsführung der Berolina, die Anfang des Jahres 2026 Anwohner und Beteiligte zu einer Informationsveranstaltung einladen will.

4. Spreeuferweg, Qualität Wegeoberflächen

Vor ca. drei Wochen fand eine Fachleuteberatung von Mitarbeitern von Stattbau, Straßen- und Grünflächenamt und Bezirksamt vor Ort statt. Über Ergebnisse ist noch nichts bekannt.

5. Graffiti an der neuen Grundschule Adalbertstraße

L. setzt ihre Beobachtungen und Initiative fort.

6. Nachbarschaftskonflikt TeepeelandSpreeacker

besteht weiter hinsichtlich Schilderwald und Reinigung des Spreeuferweges.

Der bestehende Vertrag zwischen Stattbau und Spreeacker scheint unvollständig zu sein. Der Vertrag ist der Betroffenenvertretung bisher nicht vorgelegt worden.

Eine Vermessungsgrundlage und ein Leistungskatalog mit genauen Zuordnungen der Verantwortlichkeiten räumlich und zeitlich sollten für die zukünftige Zusammenarbeit vereinbart werden.

7. A&O-Hostel

Ein neuer Kontakt der Betroffenenvertretung mit dem A&O-Hostel ist bisher nicht zustande gekommen. M. versucht es weiter.

8. Ablösung von Ausgleichsbeträgen

Im Frühjahr 2026 soll zu einer Informationsveranstaltung für Eigentümer eingeladen werden.
V: KoSP bzw. das Bezirksamt.

9. Eingereichter Bauantrag für Wohn- und Geschäftshaus Köpenicker Straße 56?

Nachfrage bei KoSP.

10. Straßensituation Wilhelmine-Gemberg-Weg

Die Betroffenenvertretung bittet um die Vorlage einer Planung des SGA zur Verbesserung des Spielstraßencharakters.

Eine Anpassung der Einfahrtsituation scheint zu kurz gegriffen. Zusätzlich wäre auf der Hälfte der Straße eine Fahrbahnverengung/-Verschwenkung wünschenswert, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit auf der gesamten Strecke deutlich zu minimieren.


Die nächste Beratung der Betroffenenvertretung findet am Dienstag, 20. Januar 2026 um 18:30 Uhr
im Stadtteilladen dialog 101 statt.

Kommen Sie vorbei – Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.

Aufgestellt: VH

Bild oben: Archiv BV


Alle Protokolle bisher

QMs laufen aus. Wohne ich in einer Förderkulisse?

Die Senatsverwaltung betreibt ein Geoportal, den „FIS-Broker“, mit einer Karte, die am besten geeignet ist, um eine konkrete Adresse zu prüfen. Sie können dort direkt hineinzoomen oder nach Straßen suchen. Hier sind die direkten Links zu den Karten der Senatsverwaltung:

  1. Die interaktive Karte (Geoportal / FIS-Broker)
    Link zur Karte: Interaktive Karte „Sozialer Zusammenhalt & Quartiersmanagement“ im Geoportal Berlin
  2. Die Übersichtskarte auch als PDF
    Für einen schnellen grafischen Überblick über alle Gebiete in Berlin (Stand der Förderkulisse ab 2021) eignet sich diese statische Karte zum Herunterladen.
    Link zur PDF-Karte: Übersichtskarte der Fördergebiete (PDF)
  3.  Allgemeine Informationsseite zur Förderkulisse sind hier zu finden, auch Hintergrundinformationen und weitere Detailkarten.
    Webseite: www.Quartiersmanagement-Berlin.de/unser-programm/foerderkulisse

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Quartiersmanagement läuft 2027 aus – für fünf von sechs QMs in Mitte

Am Ende des Jahres 2027 werden fünf der sechs Quartiersmanagements (QMs) im Bezirk Mitte auslaufen.

Betroffen sind die drei Weddinger QM-Gebiete Brunnenstraße, Pankstraße und Soldiner Straße / Wollankstraße sowie die beiden Moabiter QMs Beusselstraße und Moabit Ost.

Bereits »verstetigt« sind im Bezirk die ehemaligen QM­-Gebiete Sparrplatz und Magdeburger Platz (seit Ende 2016) sowie Ackerstraße (seit Ende 2020).

Ab 2028 bleibt im Bezirk lediglich das Quartiersmanagement Badstraße, das erst im Jahr 2016 gegründet wurde.

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Adalbertstraße: Reisebusse gefährden Schulkinder

Die Beruhigung der Adalbertstraße hat Auswirkungen auf die Reisebusse. Und auf das Leben der Kinder.

Die ecke Köpenicker berichtet: Der Umbau der Adalbertstraße könnte größere Verkehrsprobleme in der Köpenicker Straße verursachen und dabei auch Menschenleben gefährden.

Darauf wies ein aktives Mitglied der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt hin, das von seinem Fenster aus beobachten kann, wie sich vor dem A&O-­Hostel in der Köpenicker Straße immer wieder Reisebusse stauen.

Das Hostel ist nämlich eine der bettenreichsten Herbergen der Stadt. Hier nächtigen in engen Mehrbettzimmern oft mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler gleichzeitig, die in Berlin auf Studienfahrt sind.

Wenn sie mit dem Bus an- oder abreisen, stauen sich diese Busse oftmals vor dem Hostel, wie unser Foto zeigt:

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Bezirk Mitte kontrolliert E-Scooter am eifrigsten – aber …

… Verbänden gehen die Regeln nicht weit genug – der Bund will sie dennoch lockern.

Rücksichtslos auf den Bürgersteigen abgestellte E­-Scooter sind für Sehbehinderte und Blinde eine Gefahrenquelle, aber auch für Rollstuhlfahrende, Eltern mit Kinderwagen und ältere Menschen oft ein ärgerliches Hindernis.

Deshalb fordert der Deutsche Blinden­ und Sehbehindertenverband (DBSV), dass E-Scooter generell nicht an jeder beliebigen Stelle des Gehwegs einfach abgestellt werden können, sondern nur auf entsprechend ausgewiesenen und abgegrenzten Abstellflächen, die kontrastreich markiert und mit einem Blindenstock ertastbar sein sollten.

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Luisenstadt-Süd: Die Sorge um das „Wohnzimmer“ des Kiezes

Zukunft der Markthalle Neun unsicher – Bezirk will historischen Charakter retten

In Berlin-Kreuzberg, dem „Süden“ unserer Luisenstadt, wächst die Unruhe bezüglich der Zukunft der Markthalle Neun.

Wie der Tagesspiegel berichtet, läuft im Jahr 2027 eine entscheidende Frist ab: Die vertragliche Bindung, die die Nutzung der Halle als kleinteiligen Lebensmittelmarkt festschreibt, endet.

Damit steht theoretisch der Weg offen für eine kommerzielle Umgestaltung, die den historischen und sozialen Charakter des Ortes zerstören könnte.

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Neues zur geplanten Umgestaltung der Adalbertstraße

Versickerungsmulden gibt’s nur in rechteckig. Im kommenden Jahr, 2026, soll die Adalbertstraße grundlegend umgebaut werden.

Im Vordergrund stehen dabei die Schulwegsicherheit für die Kinder der neuen Grundschule, verkehrsberuhigende Maßnahmen und die Erschwerung des Durchgangsverkehrs sowie die klimaresiliente Umgestaltung mit ausreichend Versickerungsmöglichkeiten und viel Grün.

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Die Betroffenenvertretung für das Sanierungsgebiet in Berlin Mitte berichtet

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