In ganz Berlin – kaum noch Umwandlung in Eigentumswohnungen

Die neue Regelungen des §250 BauGB sind sehr effektiv. Aber achten Sie besser auf Ihren Wohnbezirk.

In der ganzen Stadt werden zunehmend weniger Anträge auf Umwandlungen von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen gestellt.

Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in einer Presseerklärung mit. Demnach wurden im vergangenen Jahr 2024 in Berlin nur noch für 142 Wohnungen und im 1. Halbjahr 2025 nur noch für 57 Wohnungen eine Umwandlung beantragt.

Seit Mitte 2021 gelten in Berlin die neuen Regelungen des §250 des Baugesetzbuches (BauGB). Aufgrund der weiterhin angespannten Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt hat der Senat sie bis 2030 verlängert.

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Ehemaliges Postfuhramt: Bezirk prüft Kaufvertrag

Gegen Spekulation – der Städtebauliche Vertrag geht auf Erwerber über.

Das ehemalige Postfuhramt zwischen der Köpenicker Straße 132 und der Melchiorstraße 9 soll offenbar seinen Eigentümer wechseln. Jedenfalls prüft der Bezirk derzeit einen entsprechenden Kaufvertrag, der bei ihm eingereicht wurde.

Dabei muss der neue Eigentümer in den städtebaulichen Vertrag eintreten, den der bisherige Investor, ein irisches Bauunternehmen, im Oktober 2019 mit dem Bezirk Mitte abgeschlossen hatte.

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Falko Hennig: Der Stratigraf von Berlin

Sein neues Buch passt perfekt zu dem Image des „literarischen Archäologen“, das Falko Hennig verkörpert. 


Wenn man über Berliner Originale spricht, kommt man an Falko Hennig kaum vorbei. Er ist nicht einfach nur ein Autor oder ein Stadtführer – er ist ein chronistischer Flaneur, der die Stadt nicht nur betrachtet, sondern wie ein Archäologe Schicht für Schicht abträgt.

Nun neues Buch: „Im Anfang war Berlin“

In seiner neuesten Veröffentlichung „Im Anfang war Berlin: Stratigrafien“ *) (Omnino Verlag) beweist Hennig einmal mehr sein Gespür für das Verborgene. Berlin ist für ihn ein Palimpsest – ein mehrfach überschriebenes Dokument, bei dem alte Texte immer noch durchschimmern.

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9. Februar: Heinrich-Heine-Viertel – Gesprächsabend zu Drogen & Obdachlosigkeit

2026 – es ist Wahljahr. Und daher werden öffentliche Aktivitäten der Parteien oft sichtbar. So auch die örtlichen Vertretungen der „Die Linke“. So wie jetzt für den 9. Februar auf ein aktuelles Problemthema mit einer Einladung zu einer Diskussion eingegangen wird. Egal – schau’n wir mal.

„Solidarische Perspektiven für das Heinrich-Heine-Viertel“

ist die Veranstaltung untertitelt. Hintergrund: Die Situation in unserem Viertel verändert sich. Immer mehr Menschen mit Suchtproblemen und psychischen Erkrankungen landen auf der Straße. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind auch im Heinrich-Heine-Viertel zunehmend spürbar.

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ECKENSTEHER: „Die Verwaltung der Kunst“

Redakteurin Ulrike Steglich ist die „Eckensteherin“ in der ecke No. 6 2025/2026. Auf der letzten Seite, der Rückseite, beklagt Ulrike in der gleichnamigen Meinungskolumne der Zeitung die 

„Die Verwaltung der Kunst“

Es ist noch gar nicht so lange her, da gab es im neuen Bezirk Mitte (zu dem die drei Altbezirke Mitte, Tiergarten und Wedding im Jahr 2001 fusioniert waren) mehrere kommunale Kultureinrichtungen, die geprägt waren durch ihren Ort und umgekehrt: sie strahlten in diese Orte zurück.

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PROTOKOLL der BV-Beratung vom 20. Januar 2026

Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung:
Dienstag, 17. Februar 2026 – um 18.30 Uhr im „dialog 101“, Köpenicker Straße 101 Ecke Heinrich-Heine. – Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.


PROTOKOLL der BV-Beratung vom 20. Januar 2026

von 18.30 – 19.50 Uhr im „dialog 101“.
Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema.

Die Beratungsthemen

1. Arbeitsstand anhand des Protokolls der Betroffenenvertretung vom 16.12.25

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Bericht: Wie erleben junge Menschen den Bezirk Mitte?

Wir lernen – es gibt ein „Kinder-­ und Jugendbüro Mitte“, das der Moabiter Ratschlag e. V. und das Bezirksamt Mitte (Abteilung Jugend, Familie und Gesundheit) verantworten.
Das Büro hat nun einen Bericht zur Sichtweise junger Menschen in Mitte veröffentlicht.

Die zentralen Fragen der Forschung waren:

„Wie erleben junge Menschen den Bezirk Mitte – und was brauchen sie, um gut hier aufwachsen zu können?“

Der Bericht »Sichtweise junger Menschen im Bezirk Mitte« liefert auf diese Fragen umfassende Antworten.

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Ordnungsamt: „Räumungen von Obdachlosencamps oft unabdingbar“

Das Ordnungsamt Mitte lehnt die Aufforderung der BVV Mitte ab, Räumungen von Obdachlosencamps immer dann generell auszusetzen, wenn Obdachlose nicht untergebracht werden können. Dies teilte das Bezirksamt der BVV in einer Bezirksamtsvorlage mit, die am 18. November beschlossen wurde.

Dazu hat das Amt nun einen Leitfaden zur Räumung von Obdachlosenlagern in Mitte vorgelegt.

So seien allein auf der Onlineplattform der Berliner Ordnungsämter (Ordnungsamt.Berlin.de) im vergangenen Jahr insgesamt 236 Beschwerden zu Obdachlosigkeit im Bezirk Mitte registriert worden.

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Grünes Licht für den Waisentunnel – BVG baut unter der Spree

Nun also Baurecht: Eine der wichtigsten (und unbekanntesten) Adern der Berliner U-Bahn wird saniert – der Waisentunnel.

Gute Nachrichten für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG): Nach jahrelangem Stillstand und aufwendigen Genehmigungsverfahren liegt nun die planrechtliche Zulassung für den Neubau des sogenannten Waisentunnels vor. Das Bauwerk ist für Fahrgäste unsichtbar, aber für den U-Bahn-Betrieb essenziell.

Das Wichtigste im Überblick:

  • Was passiert? Der seit 2017 aus Sicherheitsgründen gesperrte Waisentunnel wird abgerissen und neu gebaut. Ein Teil der Strecke führt direkt unter der Spree hindurch.

  • Warum ist das wichtig? Der Tunnel verbindet die Linie U5 mit dem restlichen Netz (U8). Aktuell ist die U5 quasi eine „Insel“: Züge müssen für große Reparaturen aufwendig mit Tiefladern durch die Stadt zur Hauptwerkstatt gefahren werden. Der Neubau beendet diesen logistischen Albtraum.

  • Der Zeitplan: Die Arbeiten sollen bereits im Frühjahr 2026 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

  • Die Herausforderung: Die Bauarbeiten unter der Spree sind komplex. Damit der Schiffsverkehr nicht gestoppt werden muss, wird mit speziellen Spundwänden gearbeitet, die den Fluss halbseitig trockenlegen („Trockenbauweise“).

  • Die Kosten: Ursprünglich waren ca. 55 Millionen Euro veranschlagt, mittlerweile geht der Senat von deutlich höheren Kosten (ca. 77 bis 87 Millionen Euro) aus.

Hintergrund: Der 1918 fertiggestellte Tunnel war ursprünglich Teil einer nie vollendeten U-Bahn-Planung der AEG und litt schon früh unter Wassereinbrüchen. Mit dem Neubau wird eine über 100 Jahre alte Schwachstelle im Netz endgültig behoben.


Quelle: rbb24 – BVG erhält Genehmigung für Neubau des Waisentunnels mit einer Simulation der zukünftigen Baustelle



Foto oben: Baustelle Waisentunnel, fotografiert von Eric H., veröffentlicht unter CC BY-SA 3.0 de, Commons.Wikimedia.org/w/index.php?curid=37661188

Spirit und Sprit und die Geister der Brückenstraße

Bild oben – das älteste existierende Lichtbild von der Brücken-­ Ecke Köpenicker Straße ist von F. Albert Schwartz, aufgenommen ungefähr 1890, vielleicht auch 1880 oder sogar 1870.

Die Brückenstraße ist auf der alten Aufnahme zwar nicht zu sehen, aber das Eckhaus Köpenicker Straße 77. Davor steht ein Vater mit drei Töchtern, die scheinbar den Fotografen gesichtet haben und stillhalten.

Aber der Vater hat sich in der Aufnahmezeit bewegt, in der das Licht auf die beschichtete Platte fiel. So ist er auf dem Bild transparent geworden. Nur dadurch ist die Aufschrift »Jam. Rum« hinter ihm sicht-­ und lesbar. Er ist zu einem Geist geworden, Spirit, durch den der Sprit scheint.

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Die Betroffenenvertretung für das Sanierungsgebiet in Berlin Mitte berichtet

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