LETZTE ÄNDERUNG am Dienstag 30. Dezember 2025 15:33 durch BV LuiseNord
Obligatorische Kritik an eingezogenen Parkplätzen für Anwohnende.
Die Fahrradstraße Melchiorstraße ist fertig gestellt und wurde am 14. November 2025 vom Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Bündnis 90 /Die Grünen) offiziell angeradelt.
Zwischen Engeldamm und Michaelkirchplatz ergänzt sie das Berliner Radverkehrsnetz um eine wichtige Nebenroute:
Sie erschließt nicht nur die neue Grundschule Luisenstadt in der Adalbertstraße, sondern bildet in Zukunft im Zusammenspiel mit der Michaelkirchstraße und der Wrangelstraße auch eine Alternativroute zum Radweg auf der Köpenicker Straße.
Die Melchiorstraße ist jetzt Fahrradstraße
Im Oktober 2025 wurde die Melchiorstraße wie angekündigt zur Fahrradstraße umgestaltet: mit Bodenmarkierungen, Pollern und Fahrradbügeln. Ca. 15 Parkplätze wurden zu Abstellflächen (auch für E-Scooter) umgewandelt.
Nicht alles wird von Anwohnern als glücklich gelöst und gelungen angesehen, etwa die Platzierung von Fahrradabstellanlagen.
Vor allem aber bitten Anwohner mit PKW darum, dass mit den Modalsperren am Ein und Ausgang der Straße so lange gewartet wird, bis die wichtigsten geplanten Umbauten auf der Adalbertstraße abgeschlossen sind – denn eine Vollsperrung der Adalbertstraße wegen der Bauarbeiten bei zugleich abgeriegelter Melchiorstraße wäre für Anlieger mit Auto ein großes Problem.

Die Fahrradstraße Melchiorstraße wurde klar markiert und beschildert, die Arbeiten gingen zügig in etwa fünf Wochen über die Bühne.
Dabei ist durchgängig mit dem Zusatzzeichen »Anlieger frei« versehen. Kraftfahrzeuge dürfen sie also ebenfalls befahren, wenn sie einen Grund für diese Nutzung vortragen können.
Auf dem kleinen Teilstück »Michaelkirchplatz« am westlichen Ende der Fahrradstraße fehlt dieser Zusatz jedoch: Hier dürfen also eigentlich gar keine Kraftfahrzeuge hindurch.
Entfallen sind etliche Parkplätze für die Anwohnenden, einige sind jetzt für Elektrokleinstfahrzeuge und Fahrräder beziehungsweise Lastenfahrräder und Mopeds reserviert, andere explizit als Ladebereich ausgezeichnet.
Das stößt auf Kritik, weil sich in der Melchiorstraße gar keine Geschäfte befinden, die auf ständige Lieferungen angewiesen sind.
Der gewöhnliche Lieferantenverkehr für die Anwohnenden werde sich aber, ähnlich wie die Müllabfuhr, kaum in die ausgewiesenen Lieferzonen stellen, auch Handwerker werden zum Be und Entladen wohl eher kurzfristig auf der Fahrbahn halten, als schwere Maschinen und Werkzeugkisten über größere Strecken zu den jeweiligen Einsatzorten zu transportieren.
Allerdings könnten die vom Bezirk angeordneten Verkehrszeichen von ihm auch relativ schnell wieder eingezogen oder ersetzt werden.
Die Umsetzung der Fahrradstraße Melchiorstraße wurde mit 85.000 Euro aus Städtebaufördermitteln des Sanierungsgebietes Nördliche Luisenstadt finanziert.
Quelle: cs in der ecke köpenicker 6 Dezember 2025 Januar 2026
Symbolbild oben: Foto: Ch. Eckelt
Siehe auch: „Melchiorstraße wird Fahrradstraße“
und noch mehr „Melchiorstraße“ hier im Blog

Sehr objektiver Bericht. Nur das Gendern geht mir auf den Keks.