LETZTE ÄNDERUNG am Sonntag 22. Februar 2026 19:53 durch BV LuiseNord
Wie der Tagesspiegel berichtet, meldet die traditionsreiche Konzertkasse Koka36 Insolvenz an – in der Folge bittet der Club SO36 um Spenden.
Die Oranienstraße ist eine der Hauptstraßen in der „südlichen“ Luisenstadt, im Kreuzberger Teil, sie ist wohl auch die lebendigste Straße unseres Stadtteils überhaupt.
Nun wird von dort ein herber Schlag für die Berliner Kultur- und Clubszene gemeldet:
Nach über 30 Jahren hat die bekannte Kreuzberger Konzertkasse Koka36 (Sitz in der Oranienstraße) Insolvenz angemeldet. Wie das Amtsgericht Charlottenburg bestätigte, wurde bereits am 11. Februar ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet und ein Insolvenzverwalter eingesetzt.
Dieser prüft nun, ob das Unternehmen noch saniert werden kann oder ob ein Verkauf beziehungsweise die Abwicklung droht. Die Webseite von Koka36 ist aktuell nicht mehr erreichbar – offiziell aufgrund „technischer Probleme“.
Die Pleite der Ticket-Institution zieht jedoch weitere Kreise und trifft auch eine echte Kreuzberger Legende: den Club SO36. Weil beide Institutionen seit vielen Jahren eng verbunden sind, reißt die Insolvenz von Koka36 ein massives Loch in die Kasse des Clubs.
Laut einer Mitteilung des SO36 fehlen rund 40.000 Euro aus bereits über Koka36 verkauften Tickets. Um diesen erheblichen finanziellen Schaden aufzufangen, hat das SO36 nun einen Spendenaufruf gestartet.
Eine gute Nachricht gibt es für alle Ticketbesitzer und Fans dennoch: Die geplanten Konzerte im SO36 finden wie gewohnt statt und auch die Künstlerinnen und Künstler werden bezahlt.
Quelle: Der Tagesspiegel, Artikel „Mit finanziellem Schaden auch für Club SO36 : Kreuzberger Konzertkasse Koka36 meldet Insolvenz an“ von Simon Röhricht (Stand: 17.02.2026).

Symbolbild oben: Die innere Grenze der Luisenstadt (Grafik: BV)