Archiv der Kategorie: Verkehrskonzept

Die Historie der Waisenbrücke (aus ecke köpenicker No. 5 2020)

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Ursprünglich befand sich am Ort der Waisenbrücke der Oberbaum, mit dem nachts die Durchfahrt für Schiffe gesperrt wurde. Neben dem Oberbaum wurde 1703 eine hölzerne Jochbrücke errichtet.

Anfangs wurde sie Brücke nach Neu Cölln, später Blocksbrücke genannt. Diese hatte im 18. Jahrhundert sehr große Bedeutung für die Stadt, was nicht zuletzt an den großzügigen Maßen von 83 Metern in der Länge und 6,90 Metern in der Breite lag.

Die Brücke erhielt 1770 ihren Namen Waisenhausbrücke oder Waisenbrücke nach dem Ende des 17. Jahrhunderts in der Nähe erbauten „Großen Friedrich Hospital“, das auch als Pflegeheim für Waisen diente und 1908 abgerissen wurde.

1832 wurde die Brücke wieder als Holzbrücke erneuert. Nach fast 200 Jahren Nutzungsdauer und dem inzwischen erfolgten Ausbau Berlins als königliche Residenzstadt ließ der Berliner Magistrat 1892–1894 vom Regierungsbaumeister Wilhelm Brancke eine Steinbrücke zum Ersatz an derselben Stelle errichten. Steinbrücken galten generell als stabiler und weniger reparaturanfällig, sie konnten auch ohne Klappen und mit größeren Spannweiten gebaut werden.

Die mit rotem Sandstein verkleidete Steinbrücke verband die nördlich der Spree gelegene Littenstraße (bis 1951 Neue Friedrichstraße) mit dem südlich der Spree gelegenen Märkischen Platz, von dem die Wallstraße und die Straße Am Köllnischen Park abgingen.

1945 wurde die Brücke vor dem Einmarsch der Roten Armee gesprengt und danach nur behelfsmäßig repariert.

1960 wurde sie schließlich ganz demontiert, als es wieder weitere funktionsfähige Spreequerungen in der Nähe gab.

An die Waisenbrücke erinnern noch beidseitig sichtbare steinerne Widerlager.


Waisenbrücke 1904
Waisenbrücke 1904

Quelle: ecke köpenicker No. 5 2020 *)


Abbildung: Die Waisenbrücke auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1904, aufgenommen vom Standort der heutigen Jannowitzbrücke. Links das Märkische Museum.

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Lesen Sie auch Ein Brückentag für die Waisenbrücke – Museumsdirektor besucht die BV


*) Der o.a. Text ist ein Auszug aus der „ecke köpenicker No. 5 November 2020“

Lesen Sie hier die Inhaltsübersicht und die vollständige „ecke No. 5“ auf der Homepage des Bürgervereins Luisenstadt.

(Direkt zum PDF Download hier)


Ein Brückentag für die Waisenbrücke – Museumsdirektor besucht die BV

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Der mögliche Neubau der verschwundenen Waisenbrücke war wiederholt TOP auf der ersten Online Sitzung der BV am 17. November 2020.

Es wurde diskutiert, wie die Ideen aus dem Gespräch mit Paul Spies, Museumsdirektor auch des anliegenden Märkischen Museums, weitergetragen können.

Zum Thema geben wir hier den folgenden Artikel der ecke-Redaktion wieder, damit wird das Thema nebenbei auch suchmaschinenfreundlich und kann ein größeres Publikum erreichen.


Auszug aus der ecke No. 5

Paul Spies zu Gast bei der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt

Die Waisenbrücke ist einer der nicht mehr existierenden Orte in der Nördlichen Luisenstadt. Dabei gibt es viele Bemühungen, den Bau einer „neuen Waisenbrücke“ anzustoßen.

Auf Einladung der Betroffenenvertretung (BV) Nördliche Luisenstadt war im September 2020 Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin, als Gast in die Beratung gekommen.

Die BV wollte mit ihm Möglichkeiten besprechen, wie das Thema Waisenbrücke in die Öffentlichkeit gebracht werden könne. Bei der zuständigen Senatsverwaltung Umwelt, Verkehr und wird der Neubau der Waisenbrücke nicht favorisiert, weil die Reparatur andere Brücken dringender ist und die Brückenbaukapazitäten nicht ausreichen.

Aus der Sicht des Museumsdirektors allerdings ist die Wiedererrichtung der Waisenbrücke an historischer Stelle sehr wünschenswert und auch dringlich.

Die Waisenbrücke würde beide Standorte des Stadtmuseums im Nikolaiviertel und am Märkischen Platz direkt miteinander verbinden und den Stadtraum um das Märkische Museum erheblich aufwerten. Bis zum Jahr 2025 wird das Märkische Museum rekonstruiert und das daneben befindliche Marinehaus ausgebaut.

Zur Wiedereröffnung des Märkischen Museums wäre die gleichzeitige Einweihung einer neuen Fußgänger- und Radfahrerverbindung Waisenbrücke ein sehr wünschenswertes Ziel.

Paul Spies merkte an: „Ich hätte nie gedacht, dass ich mich neben der Neugestaltung des historischen Stadtmuseums mit seinen vielen Standorten und den neuen Aufgaben an verantwortlicher Stelle im zukünftigen Humboldtforum auch noch um Brücken kümmern muss und als Stadtplaner gefordert bin.“

In der Diskussion stimmten alle Teilnehmer der Beratung dem Vorschlag zu, einen Aktionstag im nächsten Jahr zu veranstalten. Möglichst viele interessierte Institutionen sollten zur Teilnahme gewonnen werden, die einen „Brückentag Waisenbrücke“ zu einem Ereignis mit Fest und Unterhaltungscharakter gestalten können.

Paul Spies schlug einen Marsch vom Humboldtforum über das Rolandufer bis zum Brückenkopf der früheren Waisenbrücke vor, dort könnten dann beispielsweise Akrobaten am Seil die Spree überqueren. Wasserrutsche, Tretboote, kleine Boote vom Historischen Hafen, Musik, Catering, Künstlerauftritte… vieles wäre denkbar.

Wichtig sei dabei, da waren sich die Teilnehmer einig, politisch Verantwortliche zu erreichen, die sich für eine Realisierung eines Brückenneubaus einsetzen wollen, um eine Beschleunigung der Planungen zu bewirken.

Einen ersten Terminverschlag gab es auch schon: Freitag, der 14. Mai 2021, der Brückentag zwischen Himmelfahrt und Wochenende.

Quelle: us/ecke köpenicker No. 5 2020


Abbildung oben: Die Waisenbrücke im Stadtmodell der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, diese steht für Besucher offen Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin.

Abbildung unten: Die Waisenbrücke auf einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1904, aufgenommen vom Standort der heutigen Jannowitzbrücke. Links das Märkische Museum.

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Waisenbrücke 1904
Waisenbrücke 1904

Lesen Sie auch Unser Protokoll der BV Beratung vom 15. September 2020


*) Auszug aus der „ecke köpenicker No. 5 November 2020“

Lesen Sie hier die Inhaltsübersicht und die vollständige „ecke No. 5“ auf der Homepage des Bürgervereins Luisenstadt.

(Direkt zum PDF Download hier)


ecke köpenicker No. 5 2020: Köpenicker Straße bleibt Problemkind

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Während wir weiterhin auf das offizielle Protokoll der gemeinsamen Begehung der Köpenicker Straße am 20. Oktober 2020  warten, hat die Redaktion in der gerade erschienenen „ecke köpenicker“ schon mal ihr eigenes Fazit gezogen. Und das fällt keinesfalls zuversichtlich aus. Wie geben den Artikel von „us“ hier im Wortlaut wieder. Auch unsere Betroffenenvertretung kommt zu Wort …

Inzwischen bereitet unsere BV eine Anwohnerinformation „Tempo 30 in der Köpenicker“ vor und bittet die Anwohner um unterschriftliche Unterstützung.

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PROTOKOLL der BV-Beratung vom 20. Oktober 2020

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Ort: Stadtteilladen „dialog 101“
Zeit: Dienstag 20. Oktober 2020, von 17.30 bis 18.30 Uhr (im Anschluss an die Begehung Köpenicker Straße)
Teilnehmer: 8 Personen (Teilnehmerliste liegt vor)


Das Treffen der Betroffenenvertretung am 17.11. findet als Videokonferenz statt.
Wer daran teilnehmen möchte, kann sich dazu registrieren
lassen. Bitte senden Sie uns diesbezüglich hier eine Mail.
Sie erhalten den Zugangscode am 17.11.2020 um 17.30 Uhr an Ihre Mailadresse.

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Oktober 2020: Vor-Ort Begehung der Köpenicker Straße

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Am Dienstag, den 18. August 2020, wurde auf unserer BV-Sitzung besprochen, eine Vor-Ort Begehung der Köpenicker Straße vorzunehmen.

Gebietsbetreuer KoSP bittet um eine Liste mit Themenvorschlägen mit Hinweisen zur derzeitigen problematischen Verkehrssicherheit oder auch erste Vorschläge/Gedanken zur Verbesserung der Verkehrssituation.

Insbesondere die Verkehrslenkung Berlin (VLB) wünscht konkretere Hinweise zu den thematisierten Verkehrsführungen bzw. dortigen Schwierigkeiten, damit sie wissen, welcher Mitarbeiter für den Termin zuständig ist.

KoSP bittet um eine zeitnahe „Zuarbeit“ bis Ende August 2020.

Bei der ersten Abfrage zur Teilnahme an der Vor-Ort-Begehung haz KoSP bereits die zuständigen Vertreter*innen aus dem SGA, der VLB und der Straßenverkehrsbehörde auf folgende Probleme hingewiesen: Oktober 2020: Vor-Ort Begehung der Köpenicker Straße weiterlesen

Runder Tisch Köpenicker Straße – November 2019 – hier ist das Protokoll

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Präventionskoordinatorin Claudia Castelot im Büro des Bezirksbürgermeisters Mitte veröffentlichte Ende März 2020 das Protokoll der letzten Sitzung des „Runden Tisches Köpenicker Straße“, die am 26. November 2019 stattfand.

Eine Themensammlung für 2020 ergänzt das Protokoll als Anlage.

Die lange Bearbeitungszeit bittet Frau Castelot aufgrund der personellen Kapazitäten zu entschuldigen.

Der nächste geplante Termin liegt aus Rücksicht auf die Corona-Krise erst im zweiten Halbjahr. Vorgesehen ist er für Mittwoch, den 09. September 2020, 19 bis 21 Uhr im Stadtteilladen „dialog 101“, Köpenicker Str. 101, 10179 Berlin.

Im Internet veröffentlicht das Bezirksamt nach und nach Informationen zu allen Runden Tischen in Mitte.

Die geplanten Termine und letzten Sitzungsprotokolle finden sich unter der Sammelseite
www.Berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/gremien/praeventionsrat

Was steht drin? Diese zwei Themen bestimmen das Protokoll: Runder Tisch Köpenicker Straße – November 2019 – hier ist das Protokoll weiterlesen

PROTOKOLL der BV-Beratung vom 18. Februar 2020

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Ort: Stadtteilladen „dialog 101“, Köpenicker Straße 101, Ecke Heinrich-Heine-Straße, direkt am U-Bhf Ausgang Nord (siehe Bild oben, Schaufenster des „dialog 101“)
Zeit: Dienstag 18. Februar 202, 18.30 – 20.00 Uhr
Teilnehmer: 15 Personen (Teilnehmerliste liegt vor)


Die nächste Beratung der Betroffenenvertretung am Dienstag, 17. März 2020 ENTFÄLLT wegen der Corona-Situation.
Auch die folgenden Termine unserer Betroffenenvertretung werden ausgesetzt, bis von offizieller Seite Entwarnung gegeben wird.
Die Kommunikation erfolgt per Home Office und den anderen zweckmäßigen Kanälen.


Zum Reinlesen  in die fortlaufende Arbeit der BV reichen wir heute dieses Protokoll nach.


Beratungspunkte

1. Kontrolle des Protokolls vom 21. Januar 2020 (lesen)

2. Diskussion über Lärmbeeinträchtigungen

Auch über den Sanierungsbeirat war noch keine Information zu den gemachten Lärmschutzgutachten zu bekommen. PROTOKOLL der BV-Beratung vom 18. Februar 2020 weiterlesen

Kamikaze auf unseren Radwegen

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Volker Hobrack vom Bürgerverein Luisenstadt war mutig und hat sich mit dem Rad durch die Nördliche Luisenstadt begeben. Hier ist sein Bericht – erschienen in der jüngsten „ecke köpenicker“ No 1 2020:

„Wer mit dem Fahrrad auf der Köpenicker Straße zwischen Michaelkirchstraße und Engeldamm unterwegs ist, begibt sich in Lebensgefahr. Autofahrer schlängeln sich trotz vieler Baustellen mit 50 Stundenkilometern durch die Baustellen.

Bei soviel Hindernissen besteht für Radfahrer nur zeitweise oder bei Stau die Gelegenheit durch das Labyrinth der Baken, Spurverschwenkungen und Gehwegüberfahrten ohne Angst durchzukommen. Es ist fast nicht zu glauben, wie viele Baustellen gleichzeitig auf der kurzen Strecke von 350 m bestehen. Kamikaze auf unseren Radwegen weiterlesen

Spree: Keine Fahrradstadt ohne Waisenbrücke!

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In der geraden erschienenen neuen „ecke köpenicker“ (siehe unten) fordert Christof Schaffelder den Wiederaufbau der Waisenbrücke über die Spree.

Wir finden auch, Berlin kann gar nicht genug Brücken haben, vor allem, wenn die Hälfte demnächst wegen Rekonstruktionen gesperrt wird. Aber auch unserem Kiez, der Nördlichen Luisenstadt, käme eine ruhige Fußgänger- und Fahrradverbindung parallel zur Brückenstraße sehr zu Gute.

Überraschung: Der Bau der Brücke sei bereits längst beschlossen … aber wir leben ja in Berlin. Steter Tropfen höhlt hoffentlich den Stein. Geben Sie das Thema gern weiter, wir werden es weiterhin wiederholen.


Christof Schaffelder schreibt in der „ecke“ Seite 4:

Mehr Konzentration auf bezirkliche Radrouten erforderlich Berlin wäre gerne Fahrradstadt. Weniger Staus auf den Straßen, weniger Gedränge in öffentlichen Verkehrsmitteln, mehr körperliche Bewegung der Stadtbevölkerung: die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Regine Günther sieht uns auf einem guten Weg. Spree: Keine Fahrradstadt ohne Waisenbrücke! weiterlesen

#zelleberlin: 30 Jahre „Köpi“. Und heute: Eisfabrik, Spreeufer, Postfuhramt, Drogen

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Am Sonntag, den 23. Februar 2020, läuft um 19.30 in der rbb Abendschau eine weitere Folge der Kiez-Serie „#zelleberlin“.
Senior-rbb-Reporter Ulli Zelle stellt in seiner Eigenproduktion immer sonntags „Geschichten der Stadt, die Menschen, die sie prägen und geprägt haben, ihre interessantesten Winkel, Ecken und Geheimnisse vor – keiner kennt Berlin so gut Ulli Zelle. Er führt uns nun jeden Sonntag an spannende Berliner Orte.“ (Eigenwerbung)

Vor drei Tagen erst war Zelle mit seinem Kameramann in der Köpenicker Straße. Volker Hobrack, Sprecher unserer Betroffenenvertretung und ehemals langjähriger Vorstand des Bürgervereins Luisenstadt, erklärt im Interview dem Fernsehen die Köpenicker Straße heute. Mit all ihren Problemecken – siehe oben.

Frank Bertermann ist auch dabei und stated für die BVV! #zelleberlin: 30 Jahre „Köpi“. Und heute: Eisfabrik, Spreeufer, Postfuhramt, Drogen weiterlesen