Bärenzwinger im Köllnischen Park

Das dauert ja lange – die großen Pläne für einen kleinen Bärenzwinger

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Nach der Umgestaltung und Neueröffnung des Köllnischen Parks in der Nördlichen Luisenstadt geht es nun auch wieder einmal um den Bärenzwinger auf dem Park-Areal.

Nachdem der letzte Bär dort ausgezogen war, zog die Kunst ein:

Der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte des Bezirksamts Mitte nahm sich der Immobilie an und etablierte dort seit Herbst 2017 zunächst einen Ort für zeitgenössische Kunst.

Das soll der Bärenzwinger auch weiterhin sein. Dafür braucht es ein Raumnutzungsprogramm und umfassende denkmalgerechte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Bestandsgebäude sowie dessen Außenbereichen, um die Nutzungsmöglichkeiten zu erweitern.

Mit den Perspektiven des Bärenzwingers als künftiger Ort für Kunst und Kultur hatte sich im Herbst 2020 bereits ein öffentliches Expertenforum beschäftigt.

Im nächsten Schritt wird ab 2022 eine Machbarkeitsstudie erstellt, bei der das erstellte Raumnutzungsprogramm und die Ergebnisse des öffentlichen Expertenforums einbezogen werden.

Derzeit  – Anfang 2022 – läuft die Ausschreibung der Machbarkeitsstudie.

Im Anschluss ist die Auslobung eines architektonischen Realisierungswettbewerbes geplant. Die Umsetzung des Siegerentwurfs soll dann ab 2025 unter Einsatz von Städtebauförderungsmitteln erfolgen.


Was läuft derzeit im Bärenzwinger?

„Into the drift and sway“ – Ausstellung im Bärenzwinger läuft bereits

Noch bis 20. Februar 2022 lädt der Bärenzwinger zur Ausstellung „Into the drift and sway“ ein.

Präsentiert werden installative Arbeiten, Zeichnungen, Skulpturen und Textil-arbeiten, die auf die spezifische Geschichte des Köllnischen Parks und gegenwärtige Raumsituation im Bärenzwinger reagieren.

Am südlichen Eingang zum Köllnischen Park gelegen, wurde der Bärenzwinger auf einem Gelände errichtet, auf dem sich früher ein Straßenreinigungsdepot mit öffentlicher Bedürfnisanstalt befand.

Die Nähe zum Park, dem Spreeufer, einer früheren Volksbadeanstalt und Spuren homosexueller Lokale der 1920er Jahre in der Nachbarschaft verweisen auf queere Geschichten.

Ausgehend von dieser historischen Konstellation, die Gerüchte über eine Vergangenheit der Gegend als Cruising Area streut, zeigt die Ausstellung Arbeiten sechs zeitgenössischer Künstler*innen, die sich mit Männlichkeiten, Fragen von Cruising und Geschlecht beschäftigen und Platz für Begehren im privaten und öffentlichen Raum verhandeln und einfordern. Zugang nach der 2G Regelung für Geimpfte oder Genesene.

Mehr Infos hierzu sind online zu finden: www.Baerenzwinger.berlin

Ausstellung „Into the drift and sway“
2. Dezember 2021 bis 20. Februar 2022
Mit Christa Joo Hyun D’Angelo, Constantin Hartenstein, Lindsay Lawson, Lotte Meret, Lucas Odahara, Emma Wolf-Haugh.

Die Ausstellung  ist der vierte Teil des Programms „Bricolage“.


Dieser Text ist der „ecke köpenicker No. 6 Dez 2021/Jan 2022 entnommen und damit auch bei Suchmaschinen und im Netz auffindbar.

Foto: Archiv

ecke koepi 6 2021/2022
ecke köpenicker No 6 November Dezember 2021 – PDF hier herunterladen

Hier die gesamte ecke lesen/downloaden


 

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