Bärenzwinger historisch

Weiterhin durch Kunst besetzt. Der Bärenzwinger soll saniert und als Kulturort erhalten bleiben

LogoDer folgende Beitrag erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker Nr. 6 Dez/Jan 2022/23“

Trotz bürgerferner Sprachbarrieren – eine internationale Kunstszene trifft im ehemaligen Bärenzwinger ihre weitgehend ebenfalls internationale Klientel. Englisch-Kenntnisse und Interesse an moderner Kunst, beides hilfreich bei einem Besuch der Installationen dort. 


Baugutachten in Arbeit,
Nutzungsvisionen stehen schon

Der Bärenzwinger soll langfristig als öffentlicher Ort für zeitgenössische Kunst des bezirklichen Fachbereichs Kunst, Kultur und Geschichte erhalten und ertüchtigt werden.

Hierfür sind ein Raumnutzungskonzept und denkmalgerechte Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Bestandsgebäude sowie dessen Außenbereichen im Köllnischen Park notwendig.

Nun hat der Bezirk ein Gutachten zum baulichen Zustand in Auftrag gegeben. Im Jahr 2023 soll dann eine Machbarkeitsstudie ausgeschrieben und beauftragt werden, um die baulichen Weiterentwicklungspotenziale des Ortes zu ermitteln.

Dabei werden auch das für den Standort erstellte Raumnutzungsprogramm und die entwickelten Visionen des öffentlichen Expertenforums einbezogen, das bereits im Jahr 2020 stattfand.

Sobald die Machbarkeitsstudie vorliegt, soll auf deren Basis ein architektonischer Realisierungswettbewerb ausgelobt werden.

Der Bezirk strebt an, den Siegerentwurf ab 2025 unter Einsatz von Städtebauförderungsmitteln umzusetzen.

Neue Ausstellung noch bis Februar 2023

Unterdessen läuft der künstlerische Betrieb auch im Winter weiter. Anfang Dezember öffnete der Bärenzwinger – in Zusammenarbeit mit dem Residenzprogramm an•other here (hier bei Facebook) – seine Türen für zwei durch einen Open Call ausgewählte Kunstschaffende, die winterfeste Projekte im Rahmen einer Winterresidenz umsetzen.

Sujatro Ghosh und Stephanie Imbeau werden unter dem Titel „Roaming Winters“ in den nächsten drei Monaten Installationen und Treffen entwickeln. Sujatro Ghosh ist ein multidisziplinärer Künstler und Aktivist aus Kalkutta, der derzeit in Berlin lebt. Mit seinen Arbeiten versucht er, ein Gespräch über soziales Handeln und politischen Protest zu initiieren.

Der Winter ist oft eine Zeit des Rückzugs, aber auch der Reaktivierung des „Bewahrten“. Im Rahmen seiner Residenz untersucht Ghosh die Formen des Konservierens, die sozialen und politischen Aspekte von Essen und reflektiert das Zusammenkommen durch Nahrung.

Stephanie Imbeaus großflächige Installationen wurden schon weltweit inszeniert. Sie untersucht, wie Menschen nach Gemeinschaft, Sicherheit und Orten der Zugehörigkeit suchen, verwendet Darstellungen von monumentalen und fragilen Häusern und erforscht deren Charakter, der sowohl erholsam als auch vergänglich sein kann. Imbeau lädt dazu ein, Gewissheiten abzulegen und diese vielschichtigen Räume neu zu betrachten.

Bis 26. Februar 2023:
„Roaming Winters“
Bärenzwinger im Köllnischen Park,
Rungestr. 30, 10179 Berlin
Di-So, 11-19 Uhr


Bärenzwinger historisch
Beitragsbild oben: Bärengefängnis historisch – Click zur Homepage www.anotherhere.com

Website zu den Kunstprojekten von „an• other here residency“: www.anotherhere.com


Schnute (2012) - schaut sich die Verwandlung ihres Häuschens inzwischen von oben an
Schnute (2012) – schaut sich die Verwandlung ihres Häuschens inzwischen von oben an

Es wird im Jahr 2020 von KoSP sogar ein „Imagefilm“ zum Bärenzwinger produziert.Hier noch bei VIMEO zusehen

Weitere Beiträge mit dem Stichwort „Bärenzwinger“ hier


ecke köpenicker Nr. 6 für Dezember 2022 / Januar 2023 – hier lesen/downloaden
ecke köpenicker Nr. 6 für Dezember 2022 / Januar 2023 – hier lesen/downloaden

Dieser und weitere Beiträge in der ecke No. 6/2022

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