Und der Bezirk Mitte plant weitere Grüne Gullys in den Nebenstraßen.
Östlich des Alexanderplatzes sind Ende 2024 die ersten fünf »Grünen Gullys« des Bezirks Mitte fertig gestellt worden, in der neuen Schulzone Singerstraße kann man sie schon besichtigen.
Der zuständige Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Bündnis 90/Grüne) erklärte: »Grüne Gullys bilden das Herzstück unserer Entsiegelungsstrategie, die darauf abzielt, den Stadtraum abzukühlen, mehr Grün in den urbanen Raum zu bringen und das vorhandene Grün besser zu versorgen.«
In Zukunft sind ähnliche Regenwassereinläufe auch an weiteren Nebenstraßen im Bezirk Mitte geplant.
Ursprünglich sollte der vordere Teil des Neubaus Köpenicker Straße 48/49 gewerblich genutzt werden.
Errichtet wurde das Gebäude vom Investor Trockland, der auch das Projekt »Eiswerke« in der historischen Eisfabrik in der Köpenicker Straße realisierte.
Im Neubau Köpenicker Straße sollten ursprünglich ca. 3000 Quadratmeter als Büros genutzt werden. Doch Büros lassen sich derzeit kaum noch vermieten, die Nachfrage ist im Keller.
Deshalb hat der Investor nun einen sanierungsrechtlichen Antrag für eine Nutzungsänderung von Büro zu einer gewerblichen Wohnnutzung eingereicht, da sich kein Mieter für die geplante Büroeinheit finde.
Bär im Köllnischen Park – ohne Morast. – Foto: F. Hennig
Berlin war von 1683 bis 1740 eine Festung mit allem, was dazugehört. Ein Sandwall wurden dafür aufgeschüttet, dadurch entstand davor ein Graben. Der Graben wurde geflutet und fertig war der Festungsgraben.
Dahinter waren 13 Bastionen, die pfeilförmig weit aus den Festungsmauern herausragten. Der Schaft eines solchen Pfeils hieß Flanke. Die beiden vorderen Seiten einer Bastion, Facen genannt, liefen im Bastionswinkel zusammen, dem Saillant.
Die Berliner Festung und sein Graben sind sehr typische Bauwerke für die spätere deutsche Hauptstadt, da sie teuer und sinnlos waren.
Im Jahr 2023 wurde das Begrünungsprogramm »Luise Grün« für die Nördliche Luisenstadt aufgelegt, dabei werden Mittel aus dem Städtebauförderprogramm »Lebendige Zentren und Quartiere« eingesetzt. Rückblick: Der ecke-Beitrag Luise grün! Ab 1.000 Euro greift das Förderprogramm.
Damit bietet das Land Berlin finanzielle und beratende Unterstützung bei der Begrünung und Umgestaltung von privaten Innenhöfen, Hausfassaden, Dächern und weiteren Freiräumen an.
Gefördert werden Maßnahmen mit einem Volumen ab 1.000 netto. Priorität haben die Entsiegelung wasserundurchlässiger Flächen, die Anlage, Qualifizierung und Vergrößerung von ökologisch hochwertigen Pflanzflächen, die Anlage von Kinderspielplätzen, die Reduzierung von Nutzungskonflikten und die Förderung des Engagements der künftigen Nutzerinnen und Nutzer.
Am Morgen des 23. November 2024 sahen Anwohner die schlimme »Bescherung«, die ein Autofahrer angerichtet hatte, als er gegen die Mauer am Engelbecken fuhr:
Diese ist nun an einer Stelle komplett eingebrochen, die Pergola beschädigt und verbeult, die Unfallstelle wurde abgesperrt.
Laut Polizei war der 31-jährige Fahrer des Audi gegen 3.30 Uhr morgens in die entgegengesetzte Fahrtrichtung auf dem Bethaniendamm unterwegs gewesen.
Update – September 2025:
Zerstörte Mauer am Engelbecken/Leuschnerdamm. Die am 23.11.2024 durch einen rasenden Autofahrer zerstörte Mauer soll nun augenscheinlich doch „schon“ repariert werden – kürzlich wurden ein Baustellenschild und – material vor Ort gesichtet.
Mauer repariert (Foto: Ch. Eckelt)
Dezember 2025 – die ecke Köpenicker berichtet:
Restauriert. Ein Jahr später – nun ist die Mauer wieder instandgesetzt – und zwar Denkmal gerecht. Wie man auf dem o. a. Foto gut sehen kann, wurden offenbar die noch heil gebliebenen Ziegel sorgsam geborgen und an ihrem ursprünglichen Platz wieder eingesetzt, andere mussten durch neue Ziegelsteine ersetzt wer den. Auf diese Weise wurde kurioserweise auch das Graffiti auf dem Mauerwerk teilweise wieder restauriert: Denkmal ist Denkmal.
DIESE AUSGABE der „ecke köpenicker“ erreichte uns etwas später. – Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut oder auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.
Ein Spin-off des Bürgervereins ist der monatliche Luisenstadt-Stammtisch. Rosie Kühne lädt regelmäßig ein und verteilt einen großen Veranstaltungskalender für die Luisenstadt.
Lesen Sie dazu auch unseren aktuellen Blogbeitrag „Der Luisenstadt-Stammtisch geht auch 2025 weiter“
Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung: Dienstag, 21. Januar 2025 um 18.30 Uhr, wieder im dialog 101, Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße.
Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.
(Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema)
Beratungsthemen
1. Nachbesprechung der Veranstaltung des Bezirksamtes
über die Ergebnisse des Bürgerbeirates (Teilnehmer wurden zufällig ausgewählt) zu den Themen Verkehrsberuhigung insbesondere mit Kiezblock-Vorschläge vom Vorabend in der neuen Grundschule Adalbertstraße, Teilnehmer ca. 300 Besucher.
Einhellige Kritik von 5 Teilnehmern unserer Runde, die dabei waren, an der schlechten Organisation der Veranstaltung.
Völlig anders als in der Nördlichen Luisenstadt geht es im südlichen Teil des Bezirkes zu. Während nördlich der ehemaligen Mauer ein Stadtkonzept der Erneuerung umgesetzt wurde, war das im ehemaligen Kreuzberg 36 in West-Berlin ganz anders.
36 war ein Stadtteil im Abseits, hinter der Mauer, eine graue Ansammlung von Fast-Ruinen.
Auch heute noch besteht die Luisenstadt aus diesen zwei unterschiedlichen Lebensbereichen.
Eine neue Dokumentation zeigt das rauhe Leben am und rund um das berüchtigte Kottbusser Tor, dem „Kotti“.
„Starke Frauen – harter Kiez“
vom Y-Kollektiv wird am 15.01.2025 um 22:00 Uhr im TV ausgestrahlt, ist aber bereits bei Youtube veröffentlicht.
Im Bezirk Mitte gibt es viele Gruppen, die dazu beitragen, Bürger*innenbeteiligung besser zu machen. Eine davon ist der bezirkliche Beteiligungsbeirat. Was der Beirat genau macht und wie er sich zusammensetzt, erklärt das Bezirksamt Mitte Berlin in diesem Video: