Das Engelbecken wird ökologisch saniert. Die hohe Phosphatbelastung wird vor allem durch die Fütterung der Wassertiere verursacht. Dabei gilt auch hier seit Jahren: „Füttern verboten!“.
Im August wurden über mehrere Tage hinweg Arbeiten zur ökologischen Sanierung des Engelbeckens durchgeführt.
Untersuchungen in den vergangenen Jahren hatten ergeben, dass die Belastung des Engelbeckens durch Phosphate extrem erhöht ist.
Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag hier im Blog auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut sowie auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.
Versprochen: Wasserqualität wird besser – die Phosphatbelastung des Engelbeckens wird reduziert.
Die Wasserqualität des Engelbeckens soll sich noch in diesem Jahr 2025 deutlich verbessern. Vermutlich wird aber erst 2026 eine Erfolgskontrolle durchgeführt und ein Schlussbericht über die Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität verfasst werden können.
Bei Redaktionsschluss stand auch noch nicht zu hundert Prozent fest, mit Hilfe welchen Verfahrens das überschüssige Phosphat aus dem Kleingewässer entfernt werden soll.
Am Morgen des 23. November 2024 sahen Anwohner die schlimme »Bescherung«, die ein Autofahrer angerichtet hatte, als er gegen die Mauer am Engelbecken fuhr:
Diese ist nun an einer Stelle komplett eingebrochen, die Pergola beschädigt und verbeult, die Unfallstelle wurde abgesperrt.
Laut Polizei war der 31-jährige Fahrer des Audi gegen 3.30 Uhr morgens in die entgegengesetzte Fahrtrichtung auf dem Bethaniendamm unterwegs gewesen.
Update – September 2025:
Zerstörte Mauer am Engelbecken/Leuschnerdamm. Die am 23.11.2024 durch einen rasenden Autofahrer zerstörte Mauer soll nun augenscheinlich doch „schon“ repariert werden – kürzlich wurden ein Baustellenschild und – material vor Ort gesichtet.
Mauer repariert (Foto: Ch. Eckelt)
Dezember 2025 – die ecke Köpenicker berichtet:
Restauriert. Ein Jahr später – nun ist die Mauer wieder instandgesetzt – und zwar Denkmal gerecht. Wie man auf dem o. a. Foto gut sehen kann, wurden offenbar die noch heil gebliebenen Ziegel sorgsam geborgen und an ihrem ursprünglichen Platz wieder eingesetzt, andere mussten durch neue Ziegelsteine ersetzt wer den. Auf diese Weise wurde kurioserweise auch das Graffiti auf dem Mauerwerk teilweise wieder restauriert: Denkmal ist Denkmal.
Aus der „ecke köpenicker No. 4 September Oktober 2024“:
Liebes Team der »Ecke Köpenicker«,
jeden Morgen in aller Frühe beim Spaziergang vor der Arbeit allein oder mit unserem Hund Eddy begegne ich am Engelbecken den fleißigen und unermüdlichen Mitarbeitern und Gärtnern des Gartenbauamtes, die nicht nur die Pflanzen, Rabatten und Wege am Engelbecken pflegen, sondern auch die Schmutzberge und Hinterlassenschaften von Mensch und Tier aus der Nacht bzw. vom Tag zuvor geduldig wegräumen, alles gründlich säubern und sogar die E-Scooter, die unten abgestellt wurden, wieder nach oben an die Straße tragen.
Dankeschön für ihre wichtige Arbeit! Diese Mitarbeiter sorgen täglich dafür, dass die Umgebung am Engelbecken eine Oase für alle bleibt und man sich dort wohl fühlt, egal, zu welcher Jahreszeit.
Im Sommer droht das Engelbecken weiterhin umzukippen. Die Wasserqualität im Engelbecken ist immer noch schlecht – obwohl der Fischbestand bereits deutlich zurückgegangen ist.
Im Auftrag des Umwelt- und Naturschutzamtes hat das Institut für angewandte Gewässerökologie im vergangenen Jahr weitere Untersuchungen durchgeführt und ein neues Gutachten erstellt.
Der Betroffenenvertretung der Nördlichen Luisenstadt und dem Bürgerverein Luisenstadt erläuterten die Experten ihre Erkenntnisse und Handlungsvorschläge Ende Februar.
Bereits im Jahr 2019 war ein umfangreiches Gutachten er arbeitet worden, dass aber in erster Linie einen überhöhten Fischbestand für die Überdüngung des flachen Gewässers verantwortlich machte.
Die Ausscheidungen der Fische führten danach zu einem Überangebot an Nährstoffen. Im Sommer drohte das Gewässer deshalb regelmäßig umzukippen. Damals wurde das Fischereiamt gebeten, als Sofortmaßnahme das Engelbecken abzufischen und durch die entnommene Biomasse den Phosphatgehalt des Gewässers zu reduzieren.
Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung: Dienstag, 19. März 2024 um 18.30 Uhr, wieder im dialog 101, Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße. Vorgemerktes Thema: Geschichtsinseln Spreeuferweg. Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.
(Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema)
Die uns mittlerweile zur Verfügung gestellte Zusammenfassung des Engelbecken-Wassergutachtens finden Sie am Ende dieses Beitrages
Auf Einladung der BV und mit vielen Gästen aus dem Bürgerverein präsentierten Herr K. (BA, Sachgebiet Naturschutz) und Herr M. (Institut für angewandte Gewässerökologie) für das Engelbecken die Ergebnisse des Wassergutachtes mit Ableitung von empfohlenen Maßnahmen zur dauerhaften Verbesserung der Gewässerqualität.
Inzwischen wurde das neue Gutachten zur Wasserqualität des Engelbeckens vorgestellt. Das neue, 100-seitige Gutachten zum Zustand des Engelbeckens und seiner Wasserqualität liegt nun vor.
Es wurden Empfehlungen zu »Sanierungsmaßnahmen« und eine entsprechende Kostenschätzung erarbeitet. Am 20. Februar 2024 wurde das Gutachten der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt sowie dem Bürgerverein Luisenstadt vorgestellt.
Insbesondere der Bürgerverein hatte zuvor kritisiert, dass er bislang weder informiert noch beteiligt wurde.
Die uns mittlerweile zur Verfügung gestellte Zusammenfassung des Engelbecken-Wassergutachtens finden Sie am Ende dieses Beitrages
„ecke köpenicker“. Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut oder auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.
Das Engelbecken steht seit einigen Jahren unter amtlicher Beobachtung – vor allem hinsichtlich seiner Wasserqualität.
Zwei 2019/20 erstellte Gutachten ergaben, dass im Enkelbecken eine extrem überhöhte Nährstoffbelastung herrschte:
Es wurden sehr viel höhere Phosphatwerte als in den anderen (ebenfalls schon belasteten) Berliner Gewässern festgestellt.
Der Nährstoffkreislauf des Gewässers war aus dem Gleichgewicht geraten, was nicht nur zum sommerlichen Fischsterben führte – vielmehr drohte das ganze Gewässer zu »kippen«.