Schlagwort-Archiv: Geschichte der Luisenstadt

Luftschloss am Spreeuferweg? Drama um die „Geschichtsinseln“ vor der großen Eröffnung

Liebe Luisenstädterinnen und Luisenstädter,
gestern, am  Freitag, den 26. Juni 2026, war es endlich soweit: Der erste, wenn auch provisorische Abschnitt des Spreeuferwegs zwischen Wilhelmine-Gemberg-Weg und Schillingbrücke wurde feierlich eröffnet.


Spreeufer Sommerfest Fotoalbum (Fotos: Archiv BV)
Spreeufer Sommerfest Fotoalbum – Klick zum Album – (Fotos: Archiv BV)

Inzwischen können wir einige Schnappschüsse vom gelungene Sommerfest präsentieren: Schau hier ins Fotoalbum in der Cloud:
Photos.app.goo.gl/1wwpQjixE3XTKDGn6 und hier sind die teils auch noch provisorischen Geschichtsinseln


Ein echter Grund zum Feiern für unseren Kiez! Doch ein großes Fragezeichen schwebt über dem Projekt: Wo sind eigentlich die viel gepriesenen „Geschichtsinseln“?

Und was soll ich sagen, die vier Inseln waren rechtzeitig aufgestellt. Wenn auch noch nicht ganz perfekt, provisorisch wie der Uferweg noch mit Doppelklebeband zusammen gehalten: „Bitte nicht berühren“. Aber das wird sicher noch. Siehe Bild oben.

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Ein Stück Luisenstädter Niemandsland im Fokus: Was wird aus dem „Baumhaus an der Mauer“?

„Ein Traum von Baum” ist verschwunden. Nein, dieser Baum war kein Protagonist in der gleichnamigen, wunderbaren arte-Doku-Serie, dieser Baum hat eine Ost-West-Geschichte in der Luisenstadt geschrieben. Nun ist er weg. Warum und wer den Baum gefällt hat, bisher unklar.

Wer am Bethaniendamm spaziert, stößt auf eines der faszinierendsten und zugleich skurrilsten Relikte der Berliner Teilungsgeschichte: das „Baumhaus an der Mauer“


💬 Kiez-Debatte gestartet:
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Doch der geschichtsträchtige Ort, der eigentlich ein lebendiges Freilichtmuseum für die Absurdität der innerdeutschen Grenze sein könnte, sorgt aktuell für reichlich Gesprächsstoff und neuen Unmut in der Nachbarschaft. 

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Köpfe der Luisenstadt: Dr. Dorothea Krause – Die Seele der behutsamen Stadtentwicklung

Wer die Entwicklung der Luisenstadt nach dem Mauerfall aufmerksam verfolgt hat, kam an ihr kaum vorbei: Dr. Dorothea Krause (1935–2024).
 
Als langjährige Leiterin der Arbeitsgruppe Stadtentwicklung im Bürgerverein Luisenstadt prägte sie den Kiez mit enormem Fachwissen, Leidenschaft und einem unbestechlichen Sinn für Pragmatismus.
 
Bis ins Jahr 2022 lenkte sie die Geschicke der Gruppe und galt bei ihren Mitstreitern als die absolute „Seele dieses Gremiums“ und als treibende Kraft hinter den Ideen von Dr. Dorothea Krause.
 

Dr. Dorothea Krause hinterließ ein bemerkenswertes Erbe in der Stadtentwicklung.

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Mit Frank Eberhardt eine historische Stadtführung durch die „Cöpenicksche“

Der Bürgerverein Luisenstadt hat auf seiner Website eine historische Stadtführung durch die „Cöpenicksche“ – die Köpenicker Straße – ausgepackt.

Mit der Fußtour No 6 führt uns der Gründungsvorstand des Vereins, Frank Eberhardt, vom Schulze-Delitzsch-Platz bis zum Schlesischen Tor.

Der Text der Stadtführung ist zwar schon 1995 verfasst worden, lädt aber auch heute noch zu einem Vergleich ein. Die nun 31 Jahre alten, vielen Details sind sehr interessant im Vergleich zu dem, was heute ist. Es ist eine kleine Zeitreise durch die ehemalige „Hauptstraße“ der Luisenstadt zum Nachwandern.

Hier geht`s mit weiteren Infos los:

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Berliner Mauern – Trasse der U1 war Stadtmauer

Wo die Trasse der U1 verläuft, stand einst eine Berliner Stadtmauer.

Die Geschichte der Luisenstadt ist auch eine Geschichte von Mauern. Zuletzt war es die Berliner Mauer, die den historischen Stadtteil für knapp 30 Jahre teilte.

Jedoch war beim Mauerbau 1961 die Luisenstadt schon seit fast einem halben Jahrhundert durch die Stadtplanung Groß-­Berlins zur Hälfte Kreuzberg und zur anderen Hälfte Mitte zugeschlagen.

Über die Grenzen der Luisenstadt habe ich an dieser Stelle schon geschrieben, wer sich nicht erinnert: Der historische Stadtteil wird von der Spree, der Lindenstraße und der U1 begrenzt.

Luisenstadt innere Grenze
Luisenstadt innere und äußere Grenze (Klick für eine Großansicht)

Ein eingenordeter Stadtplan zeigt die Luisenstadt als fast gleichschenkliges Dreieck, der rechte Schenkel ist die Spree, der linke die Lindenstraße und die Basis die U1.

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Do 26. Februar. „Im Anfang war Berlin“ – Buchvorstellung mit Falko Hennig

Sein neues Buch passt perfekt zu dem Image des „literarischen Archäologen“, das Falko Hennig verkörpert. 


Wenn man über Berliner Originale spricht, kommt man an Falko Hennig kaum vorbei. Er ist nicht einfach nur ein Autor oder ein Stadtführer – er ist ein chronistischer Flaneur, der die Stadt nicht nur betrachtet, sondern wie ein Archäologe Schicht für Schicht abträgt.

Nun neues Buch: „Im Anfang war Berlin“

In seiner neuesten Veröffentlichung „Im Anfang war Berlin: Stratigrafien“ *) (Omnino Verlag) beweist Hennig einmal mehr sein Gespür für das Verborgene. Berlin ist für ihn ein Palimpsest – ein mehrfach überschriebenes Dokument, bei dem alte Texte immer noch durchschimmern.

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Spirit und Sprit und die Geister der Brückenstraße

Bild oben – das älteste existierende Lichtbild von der Brücken-­ Ecke Köpenicker Straße ist von F. Albert Schwartz, aufgenommen ungefähr 1890, vielleicht auch 1880 oder sogar 1870.

Die Brückenstraße ist auf der alten Aufnahme zwar nicht zu sehen, aber das Eckhaus Köpenicker Straße 77. Davor steht ein Vater mit drei Töchtern, die scheinbar den Fotografen gesichtet haben und stillhalten.

Aber der Vater hat sich in der Aufnahmezeit bewegt, in der das Licht auf die beschichtete Platte fiel. So ist er auf dem Bild transparent geworden. Nur dadurch ist die Aufschrift »Jam. Rum« hinter ihm sicht-­ und lesbar. Er ist zu einem Geist geworden, Spirit, durch den der Sprit scheint.

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Schillingbrücke: Seltsamer Verlauf der Mauer – geklärt

Die Inhalte von Facebook sind nicht immer doof. Beteiligt sich doch hier oft rege in unendlich vielen Themengruppen eine im Selbstverständnis ernannte „Schwarmintelligenz“. Übrigens – mit Facebook sind auch die Nutzer älter geworden – die jüngeren treiben sich woanders herum 😉.

So fragte also neulich Facebook Nutzer Michele Roccato in der Gruppe „(Ost-) Berlin – Die vergessene Hauptstadt“ wissbegierig: 

„Weiß jemand, warum die Mauer an dieser Stelle (Schillingbrücke, wo heute das Verdi Haus steht) so einen seltsamen Verlauf hatte?“

und illustrierte seine Frage gleich mit drei interessanten Abbildungen. Siehe unten.

Diese Frage löste gleich einen großen Schwung Antworten in der darauf folgenden Diskussion aus. Die Kommentarfunktion wurde mittlerweile geschlossen – Liken geht noch.

Und dabei kamen weitere interessante Abbildungen zu Tage.

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„Beiß auf Deine Hand, du klapperst so laut!“ – Flucht durch die Spree

Bild oben: Peter Barsch schwamm 1978 durch die Spree in den Westen.

Peter Barsch ist an der Ecke Oncken und Harzer Straße aufgewachsen und kann sich an den Bau der Mauer erinnern, die anfangs noch aus Stacheldraht bestand.

Die Eltern warnten ihn und seine Freunde: „Ihr geht aber nicht in den Westen!“ „Nöööh!“ Aber dann machten sie es trotzdem, sie waren kaum fünf Jahre alt. Sie robbten unter dem Stacheldraht durch und kamen genauso zurück.

Als die Mauer dann wirklich eine Mauer und mehr war, wurde die Familie nach Lichtenberg „umgesetzt“ und das Haus für den Todesstreifen abgerissen.

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Vortrag im dialog 101: Spektakuläre Verbrechen in der Luisenstadt

Der Bürgerverein Luisenstadt und Historiker Dr. Andreas Splanemann laden zu einem weiteren öffentliche Vortrag in unser Stadtteilzentrum dialog 101:

Ist die Luisenstadt ein gefährlicher Ort?

Immer wieder gibt es hier Verbrechen, nicht selten auch mit tödlichen Folgen. Dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben, ist es nicht verwunderlich, dass hier mehr Verbrechen geschehen als in weniger besiedelten Gebieten. In der Luisenstadt hat es in den vergangenen 160 Jahren einige spektakuläre Fälle gegeben, die auch Eingang in die Kriminalliteratur gefunden haben. Einige sind sogar verfilmt worden.

Gänsehaut ist garantiert, wenn Andreas Splanemann von den Serienmorden des Carl Großmann berichtet, der so gerne seine Opfer – oder zumindest Teile davon – am und im Luisenstädtischen Kanal ablegte.

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