Schlagwort-Archiv: Umwelt

Blick nach Luisenstadt-Ost: Klimapark, urbane Produktion und 1.000 neue Wohnungen am Viktoriaspeicher

Liebe Luisenstädterinnen und Luisenstädter,

während wir in Mitte gerade die Eröffnung unseres ersten Abschnitts am Spreeuferweg feierten, richten wir den Blick voller Spannung flussabwärts über die Bezirksgrenze in die „Luisenstadt-Ost“.

Auf dem riesigen BEHALA-Areal am Viktoriaspeicher an der Köpenicker Straße sind am 30. Juni die Würfel gefallen. Der Siegerentwurf für das neue Stadtquartier steht fest – und er bringt fantastische Perspektiven für unseren Kiez mit sich!

Der Siegerentwurf: Wohnen trifft auf Gewerbe

Gewonnen hat das Konzept des Architekturbüros Behles & Jochimsen in Zusammenarbeit mit den Weidinger Landschaftsarchitekten. Allen anfänglichen Befürchtungen zum Trotz, dass hier eine reine Wohn-Monokultur entstehen und das Gewerbe „weggeputzt“ werden könnte, setzt der Entwurf auf eine echte urbane Mischung.

Neben rund 1.000 neuen Wohnungen, von denen ein großer Teil bezahlbar sein soll, sind ausdrücklich großzügige Flächen (bis zu 40.000 Quadratmeter) für Nahversorgung, Kultur, Handwerk und urbane Produktion vorgesehen. Das produzierende Gewerbe bleibt also ein zentraler Bestandteil des neuen Quartiers am Wasser.

Das Highlight: Der neue Klimapark und der Spreeuferweg

Ein prägendes Element des Siegerentwurfs ist der weitläufige Klimapark direkt an der Spree, der den Anwohnern einen neuen Erholungsraum am Wasser bietet. Der historische Viktoriaspeicher teilt diesen Freiraum künftig in zwei Bereiche:

  • Das „Urban Green“: Im Nordwesten entstehen ausgedehnte Rasenliegeflächen, Spielplätze und Sitztreppen zum Wasser. Durch Verdunstungs- und Versickerungsbeete sowie unversiegelte Flächen wird hier aktiv das Mikroklima verbessert.
  • Das „Spreefenster“: Im Südosten öffnet sich ein terrassierter Freiraum, der als weithin sichtbaren Akzent einen markanten „Spreebalkon“ an der Promenade erhält.

Für uns als Nachbarn besonders wichtig: Mit diesem Entwurf rückt unsere alte Forderung nach einem durchgängigen Uferweg in greifbare Nähe. Der Spreeuferweg wird hier endlich öffentlich zugänglich und soll unter der Schillingbrücke hindurch in den Nachbarbezirk fortgeführt werden. Eine Bodenintarsie wird dort zudem an die Geschichte der Kreuzberger Häfen erinnern.

Wie und wann geht es weiter?

Lange Zeit war die Entwicklung des Quartiers blockiert, da ein benachbarter Störfallbetrieb (die ehemalige OTEK) durch den sogenannten Seveso-Radius strenge planungsrechtliche Einschränkungen mit sich brachte.

Nachdem sich die BEHALA mit dem Unternehmen geeinigt hat und diese Hürde genommen wurde, können die Planungen nun vertieft werden. Ein tatsächlicher Baubeginn wird ab dem Jahr 2030 angepeilt.

Wer sich nicht so lange gedulden möchte: Wie uns unsere aufmerksame Nachbarin Rosie Kühne mitteilte, wird es nach der Sommerpause im September 2026 eine ausführliche öffentliche Ausstellung des Siegerentwurfs geben. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Was meint ihr? Freut ihr euch auf den neuen Klimapark und die Fortführung unseres Spreeuferwegs? Und was sagt ihr zur geplanten Mischung aus Wohnen und Produktion?

Die Kommentarfunktion unten steht immer offen.

Eure Luise / Eure Betroffenenvertretung


Bild oben: Behala-Areal. Noch viel Arbeit für den Spreeuferweg in der Luisenstadt-Ost (Foto: Archiv BV)

Herzlichen Glückwunsch! Umwelt- und Klimapreise 2026 gehen in die Luisenstadt

Tolle Nachrichten für unseren Kiez: Bei der diesjährigen Verleihung des Umwelt- und Klimapreises Berlin-Mitte 2026, die im Schul-Umwelt-Zentrum stattfand, wurden gleich zwei Projekte aus unserer direkten Nachbarschaft ausgezeichnet!

  • Das Kinderzentrum „Ottokar“ teilt sich den großartigen 1. Platz in der Sonderkategorie „Bunte Beete – Gärtnern mit Kindern und Jugendlichen“. Ausgezeichnet wurde ihr schönes und wichtiges Projekt „Ottokar’s Blumenwiese“.
  • Einen tollen 3. Platz in der Kategorie „Initiativen“ sicherte sich das Mehrgenerationenhaus im Stadtteilzentrum KREATIVHAUS für sein Nachbarschafts-Projekt „300 Holzkisten“. Die Offene Holzwerkstatt hatte 300 alte Holzkisten vom Museum für Vor- und Frühgeschichte übernommen und die Anwohnerschaft dazu eingeladen, den Kisten in der Werkstatt ein zweites Leben zu geben. Ein echtes Vorzeigeprojekt für kreatives Upcycling und gelebte Kreislaufwirtschaft direkt bei uns im Kiez!

Der Umwelt- und Klimapreis wird jährlich vom Bezirk Mitte ausgelobt. Wir als Betroffenenvertretung gratulieren beiden Einrichtungen ganz herzlich zu diesem verdienten Erfolg!

Links

Kinderzentrum Ottokar
www.Kinderverein-Ottokar.de

Stadtteilzentrum KREATIVHAUS
www.Kreativhaus-Berlin.de


ecke Köpenicker 2 2026 Cover
ecke Köpenicker 2 2026 Cover

Quelle: ecke Köpenicker No 2 / 2026

Der große Spielplatz-Test: Unsere Luisenstadt ist leider nur „Durchschnitt“

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wo spielen unsere Kinder eigentlich am schönsten – und vor allem am sichersten? Diese Frage hat sich auch der Bezirk Mitte mit einem großen Spielplatz-Test gestellt und für den neuen Spielplatzentwicklungsplan im Jahr 2024 stadtweit insgesamt 234 öffentliche Spielbereiche genau unter die Lupe genommen.

Die detaillierten Ergebnisse wurden nun veröffentlicht und auch in der aktuellen Ausgabe der ecke köpenicker (2/2026) ausgewertet. Das Fazit für die Nördliche Luisenstadt fällt leider ziemlich nüchtern aus: Wir sind bestenfalls Mittelmaß.

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Neuer „Späti-Biergarten“ an der Adalbertstraße: Zunehmende Lärmbelastung droht

Die ohnehin stark beanspruchte Kreuzung am oberen Ende der Adalbertstraße / Ecke Köpenicker Straße kommt nicht zur Ruhe. Wie uns ein aufmerksamer Anwohner (vielen Dank an Sebastian H. für den Hinweis!) mitteilt, gibt es auf der Brachfläche des Geländes der Adalbertstraße 45 eine neue Entwicklung, die im Kiez für erhebliche Unruhe sorgt.

Nach einem mutmaßlichen Pächterwechsel hat der dortige Spätkauf damit begonnen, das angrenzende Brachgelände sukzessive zu einer Art improvisiertem Biergarten auszubauen.

Was Mitte Juni recht harmlos mit dem Aufstellen von Picknick-Tischen begann, entwickelt sich nun zu einem neuen, abendlichen Hotspot – mit spürbaren Folgen für die Nachbarschaft.

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„Kiezattacke“: Gemeinsam für eine saubere Luisenstadt – und eine saubere „Gute Stube“?

Die Luisenstadt ist vieles: Historischer Ort, Experimentierfeld der Stadtplanung und vor allem unser Zuhause. Doch wer in diesen Tagen durch das Viertel spaziert, sieht neben den blühenden Rabatten oft auch die Schattenseiten der urbanen Dichte.

Besonders an sommerlichen Wochenenden verwandelt sich unsere „Gute Stube“, der Park am Engelbecken, von einer Oase der Ruhe in ein Mahnmal der Übernutzung und Vermüllung.

Eine neue Initiative setzt genau hier an und vernetzt das bürgerschaftliche Engagement digital: die gemeinnützige Clean-up-Plattform „Kiezattacke“.

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Stammtisch mit Folgen – Bürgerverein Luisenstadt ruft zur gemeinsamen Müllsammelaktion am 9. Mai auf

Seit vielen Jahren lädt Rosie Kühne einmal im Monat zum »Stammtisch Luisenstadt« ein, er findet immer am 2. Dienstag jedes Monats ab 18 Uhr statt, vorzugsweise im Restaurant Agora in der Annenstraße.

Beim Stammtisch treffen sich Anwohnerinnen und Anwohner der Luisenstadt, egal, ob sie auf deren Kreuzberger Seite oder der zu Mitte gehörenden Seite leben.

Beim Stammtisch treffen Neuzuzügler auf Alteingesessene, man trifft sich, um die Nachbarschaft kennenzulernen und sich über aktuelle Themen im Kiez auszutauschen.

Im März kamen besonders viele – denn angekündigt war das Schwerpunktthema Müll, und das bewegt nun mal viele Menschen, nicht nur in Mitte.

Aber natürlich lässt sich das Problem nicht wegzaubern, jedoch in der Folge des Stammtischs gab es erste Schritte. So wollen sich Bewohnerinnen und Bewohner der Annenhöfe Ende April treffen, um Aktionen in ihrem Bereich anzupacken.

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Luisenstadt April-Update II: Stammtisch, Buch-Wahn und Kiez-Aktionen

Der Frühling in der Luisenstadt gibt Vollgas! Rosie Kühne hat mit der Einladung zu Stammtisch wieder das neue Veranstaltungs-Programm verschickt. Wir haben den 11-seitigen Newsletter für den April 2026 für euch durchgearbeitet und die wichtigsten Highlights sowie die neuesten Kiez-Entwicklungen zusammengefasst.

🍻 Der nächste Stammtisch

Markiert euch den Kalender: Wir sehen uns am Dienstag, den 14. April 2026, ab 18:00 Uhr im Restaurant AGORA (Annenstraße 13). Kommt vorbei, wir sind meistens lange da!

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Kann die zunehmende Müllproblematik am Stammtisch gelöst werden?

Sicher nicht. Aber vielleicht heißt es nach dem nächsten Luisenstadt-Stammtisch nicht einfach nur „Schön, dass wir darüber gesprochen haben“.

Daher diese aktuelle Einladung

Wie gewohnt sehen wir uns wieder am zweiten Dienstag des Monats, als am kommenden 10. März 2026 ab 18 Uhr im Restaurant AGORA in der Annenstraße 13 (zwischen Heinrich-Heine- und Neue Jakobstraße).

Wer erst später kommen kann – kein Problem, man ist immer ziemlich lange dort.

Kurzfristig hat sich ergeben dass wir uns bei diesem Stammtisch mit der zunehmenden Müll-Problematik beschäftigen werden.

Angeregt wurde das von einer Anwohnerin der “Annenhöfe” im Heinrich-Heine-Viertel – aber das Problem betrifft ja mehr oder weniger die gesamte Luisenstadt, ja fast die gesamte Stadt.

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„ecke köpenicker“ No 5 November Dezember 2025 erschienen

Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag hier im Blog auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut sowie auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.


ecke köpenicker 5/2025 - Hier lesen/herunterladen
ecke köpenicker 5/2025 – Hier lesen/herunterladen

ecke köpenicker 5 November Dezember 2025 –
PDF hier lesen/herunterladen


Die nächste Ausgabe der „ecke köpenicker“ erscheint Mitte Dezember 2025. – Sämtliche bisherige „ecken“ finden Sie hier


Die Themen in dieser „ecke“

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Füttern verboten – sonst tot! Man kriegt das einfach nicht in die dummen Köpfe

Das Engelbecken wird ökologisch saniert.
Die hohe Phosphatbelastung wird vor allem durch die Fütterung der Wassertiere verursacht. Dabei gilt auch hier seit Jahren: „Füttern verboten!“.

Im August wurden über mehrere Tage hinweg Arbeiten zur ökologischen Sanierung des Engelbeckens durchgeführt.

Untersuchungen in den vergangenen Jahren hatten ergeben, dass die Belastung des Engelbeckens durch Phosphate extrem erhöht ist.

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