Bauplatz Schule Adalbertstraße

Luisenstadt: Straßen mit Erneuerungsbedarf

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Unter dem o. a. Titel erschien der folgende Beitrag in der „ecke köpenicker“ im Februar 2022.


In der Ohmstraße soll es im nächsten Jahr (2023) endlich losgehen

Auf Berlin.de, der Beteiligungsplattform des Landes Berlin, ist sie bereits eingestellt: die Ohmstraße. Denn sie gehört zu den Projekten, die im Förder- und Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt noch zur Realisierung anstehen.

Die Ohmstraße, eine Verbindung von der Köpenicker zur Rungestraße, ist kurz und schmal – gerade mal sieben Meter misst sie in der Breite, die Bürgersteige verdienen an manchen Stellen diesen Namen kaum noch. Auch deshalb birgt sie einige Gefahrenstellen.

Das Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmenden ist groß

Wegen der schmalen Gehwege weichen Fußgänger in der Regel auf die Fahrbahn aus. Gleichzeitig sorgen Fremdverkehr (u.a. Taxis) und Kfz-Verkehr mit überhöhtem Tempo für viel Lärm, Ärger und Gefahr.

Ohmstraße. Foto: Chr. Eckelt
Ohmstraße. Foto: Ch. Eckelt in der „ecke No. 1 2022“

Auch die ordnungswidrig geparkten Autos zur Köpenicker Straße sind störend und verhindern die Sicht. Eine Veränderung des derzeitigen Straßenquerschnitts ist dringend erforderlich.

Die Straße soll deshalb ab 2023 in eine niveaugleiche Mischverkehrsfläche und verkehrsberuhigten Bereich umgebaut werden. Bereits im November 2019 waren die wesentlichen Ziele und Maßnahmen der Planung der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Das sind u.a. die Geschwindigkeitsreduzierung durch eingebautes Material, Beschilderung und bauliche Entwurfselemente, versickerungsfähiges Pflaster zur natürlichen Regenwasserbeseitigung und die Schaffung von Fahrradabstellanlagen.

Der Fußgängerverkehr hat Priorität, damit verbunden sollen die Aufenthaltsqualität und das Sicherheitsgefühl verbessert werden. Dazu gehört auch die Erneuerung der Beleuchtung.

Für die Umbaumaßnahmen ist das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt zuständig, dafür werden Eigenmittel des Bezirks bereitgestellt. Die Gesamtkosten sollen sich voraussichtlich auf ca. 400.000 € belaufen.

Rungestraße und Straße „Am Köllnischen Park“

Auch bei anderen Straßen im Gebiet besteht Handlungsbedarf. Etwa bei der Rungestraße und der Straße Am Köllnischen Park.

Hier geht es um Gehweg und Fahrbahnschäden, unübersichtliche Querungsmöglichkeiten und „wild“ abgestellte Fahrräder.

Die notwendigen Bauplanungsunterlagen für die Straßenerneuerung wurden bereits im Jahr 2020 fertiggestellt, das Vorhaben steht also längst auf der Warteliste beim Straßen- und Grünflächenamt Mitte.

Ein Jahr zuvor war die Planung öffentlich diskutiert worden

Ziel der Umbaumaßnahmen ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, die Wegebeziehungen zu verbessern und ein einheitliches Gesamterscheinungsbild nach denkmalpflegerischen Kriterien zu schaffen.

Zur Stärkung des Fußverkehrs werden die Gehwege verbreitert und Querungshilfen durch Gehwegvorstreckungen gebaut. Künftig soll Senkrechtparken in den Straßen angeordnet werden, zudem werden die Fahrbahnen asphaltiert und die Gehwege in ihrer typischen Struktur wiederhergestellt.

Außerdem sind Fahrradanlehnbügel, die Erneuerung der Beleuchtung und die Neupflanzung von sieben Bäumen in der Straße am Köllnischen Park vorgesehen.

Doch bevor die Bauarbeiten in beiden Straßen beginnen können, muss erst die Regenwasserentwässerung geklärt und das Trinkwassernetz durch die Berliner Wasserbetriebe erneuert werden.

Die eigentlichen Straßenbaumaßnahmen sollen dann in mehreren Bauabschnitten erfolgen und werden ca. 2 Jahre dauern

Für den Umbau der Rungestraße und der Straße am Köllnischen Park werden ca. 2,4 Mio. Euro veranschlagt.

Da noch etwas Zeit ist bis zur Realisierung, wird hier auch noch weitergedacht: Denn noch im Ohr sind den Beteiligten die Worte von Paul Spies, der Direktor des Stadtmuseums Berlin. Er hatte anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung des Köllnischen Parks angeregt, dass die Straße am Köllnischen Park als öffentlicher Raum in die Gesamtgestaltung des geplanten „Kreativquartiers“ mit Museum, Park und Marinehaus einbezogen wird.

Und die Adalbertstraße?

Auch die Adalbertstraße hat sichtlich großen Erneuerungsbedarf. Immer wieder berichten Anwohner von schadhaften und daher gefährlichen Stellen im Pflaster.

Lärmbelastung, Durchgangsverkehr, Reisebusparken – die Liste der Probleme in der Adalbertstraße ist lang. Daher soll auch sie grundlegend erneuert, umgestaltet und verkehrsberuhigt umgebaut werden, besonders mit Blick auf die Grundschule, die dort derzeit neu gebaut wird.

Doch logischerweise kann die Straßenerneuerung erst erfolgen, wenn der Schulneubau steht – das wäre nach optimistischen Schätzungen im Jahr 2024 der Fall.

Aber bereits ab diesem Jahr sollen die Planungsunterlagen erstellt werden – in diesem Zusammenhang werden die Anlieger mehrere Gelegenheiten bekommen, sich über die Entwurfsidee(n) zu informieren sowie Hinweise und eigene Ideen einzubringen.
us

Foto oben: Bauplatz der neuen Schule Adalbertstraße hinter dem Zaun des TC Mitte, dessen Tennisplätze hier verschwunden sind (rb)


Dieser Beitrag erschien in der „ecke köpenicker“ im Februar 2022.

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ecke 6 2021/2021 Großansicht
ecke 1 / 2022 Großansicht

Cover Großansicht


Ein Gedanke zu „Luisenstadt: Straßen mit Erneuerungsbedarf“

  1. Wenn ich mich recht entsinne gab es zur Schmidstraße schon 2017 eine Anwohnerbeteiligung. Bauarbeiten sollten eigentlich schon abgeschlossen sein, bisher wurde aber nichtmal angefangen. Komisch, dass darüber nirgends berichtet wird und es auch auf den Bezirksamt-Websiten absolut gar keine Infos gibt. Alle anderen Straßen werden dort sowie hier im Artikel gelistet.

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