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Ist der menschliche Verstand mit Sperrmüll-Aktionstagen zu retten?

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker No. 3 Juni Juli 2022″


Die „ecke“ schreibt:

Sperrmüllaktionstage werden fortgeführt – Bezirksbürgermeister fordert nachhaltigere Lösungen.

Matratzen, Kühlschränke, Sofas – illegal auf dem Gehweg abgestellter Sperrmüll gehört seit Jahren zum Alltag in Berlin.

Die Entsorgung kostet das Land regelmäßig mehrere Millionen Euro. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Bezirk im Jahr 2019 zum ersten Mal dieser Form der „Entsorgung“ den Kampf angesagt.

Im Jahr 2021 sind 1.324 Bürgerinnen und Bürger dem Aufruf gefolgt. Sie haben insgesamt 1.207 Kubikmeter Sperrmüll und 2.498 Elektroaltgeräte ganz legal in der Nähe ihres Wohnortes entsorgt.

Auch in diesem Jahr führt das Bezirksamt die erfolgreiche Aktion in Zusammenarbeit mit der BSR fort.

Den Auftakt machen im Juni zwei Kiez-Tage im Wedding und Moabit. Neben der klassischen Sperrmüllentsorgung beinhalten sie auch Beratungs- und Mitmachangebote: einen Tausch- und Verschenke-Markt zum Wiederverwenden statt Wegwerfen sowie eine Reparaturstation, mit deren Hilfe kaputte Dinge (unter Anleitung) wieder zum Funktionieren gebracht werden.


In der Nördlichen Luisenstadt findet der nächste Aktionstag allerdings erst am 26. August 2022 am nördlichen Michaelkirchplatz statt (gegenüber der Kirche), den Termin kann man sich aber schon mal vormerken.


Die Sperrmüllaktionstage sind für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Das Geld dafür stammt aus dem Aktionsprogramm „Sauberes Berlin“ des Berliner Senats.

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel:

„Die Sperrmüllentsorgung in Berlin ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Die Wertstoffhöfe sind mit unhandlichem Sperrmüll für viele ohne eigenes Fahrzeug nur schwer zu erreichen.

Illegale Entsorgungen in der unmittelbaren Nachbarschaft und dubiose Angebote privater Entrümplungsfirmen sind nicht selten die Folge – gefährliche Stolperfallen und unschöne Anblicke von Sperrmüllhaufen inklusive.

Ich freue mich deshalb, dass wir im Bezirk Mitte die Sperrmüllaktions und die Kiez-Tage in diesem Jahr fortführen können.“

Zukünftig müsse die Sperrmüllabholung jedoch unabhängig von einzelnen Aktionstagen erfolgen – „und das kostengünstig, wohnortnah und durch die BSR zentral gesteuert“, forderte der Bezirksbürgermeister.

In der Tat sorgen die Sperrmüll-Aktionstage zwar für eine kurzfristige Verbesserung und sensibilisieren für die Sperrmüllthematik, stellen jedoch keine nachhaltige Lösung dar: Sie sind vergleichsweise aufwändig und finden nicht flächendeckend und regelmäßig im gesamten Stadtgebiet statt.

Das Sperrmüllkonzept der BSR beruht in Berlin darauf, dass der Sperrmüll mit dem Auto in die Recyclinghöfe gebracht wird, wo er in der Regel gebührenfrei entgegengenommen wird. Lässt man ihn zuhause abholen, werden mindestens 50 Euro fällig. Mehr als die Hälfte der Haushalte in der Innenstadt verfügt nicht über ein Auto.

Nun scheint von Dassels hartnäckige Forderung nach einer nachhaltigeren Lösung endlich Gehör gefunden zu haben: Die BSR soll dem Vernehmen nach künftig mehr Geld zur Durchführung regelmäßiger kostenloser Sperrmüll-Abholungen aus den Kiezen erhalten.

Text: us in der ecke köpenicker 3 Juni Juli 2022 – hier lesen/downloaden


Symbolbild oben: „Unter der Waldemarbrücke“ – Archiv BV

Überschrift dieses Beitrages frei nach dem heutigen Checkpoint Newsletter:

„Nun sollen Krisengipfel retten, was bei manchen nicht mehr zu retten ist: der menschliche Verstand.“


ecke köpenicker 3 Juni Juli 2022 - hier lesen/downloaden
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Das WBM-Neubauvorhaben. Baubeginn noch in diesem Jahr?

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker No. 3 Juni Juli 2022″


Das WBM-Neubauvorhaben Köpenicker Straße 104-114 nimmt Fahrt auf

Als vor acht Jahren erstmals die Rede davon war, dass die WBM im Zuge der Wohnungsbauoffensive entlang der Köpenicker Straße neue Wohnbauten errichten will, und zwar auf dem Areal des dortigen Parkplatzstreifens, war die Aufmerksamkeit groß.

Und zunächst ging das Projekt auch recht zügig voran

Bereits 2015 lobte der Senat einen Architekturwettbewerb aus, den die Arbeitsgemeinschaft ARGE LOVE architecture and urbanism (Graz /Österreich) aufgrund der hohen städtebaulichen Qualität ihres Entwurfs für sich entscheiden konnte.

Geplant waren ca. 160 Wohnungen in einer langgezogenen 3-geschossigen Wohnbebauung und einem 12-geschossigen Punkthochhaus.

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Das war der Brückentag Nr. 2. Waisenbrücke immer noch wieder aufbauen

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker No. 3 Juni Juli 2022″


Ende Mai 2022 lud die ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE erneut zum Aktionstag ein.

Am 27. Mai 2022, dem Brückentag zwischen Himmelfahrt und dem anschließenden Wochenende – fand nun schon zum zweiten Mal der „Brückentag“ statt, mit dem die ALLIANZ NEUE WAISENBRÜCKE ihrer Forderung nach einem baldigen Brückenneubau Nachdruck verleiht.

Und damit nicht genug, denn die Forderung wurde noch ausgeweitet:

„Wir holen uns die Straße
und die Waisenbrücke zurück“

lautete das diesjährige Motto.

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„ecke köpenicker“ No 3 Juni / Juli 2022 erschienen

Wir veröffentlichen im Nachgang zu dieser Meldung noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) in vollständigem Wortlaut. Links dorthin (grün) hier in diesem Beitrag.


Die nächste Ausgabe der „ecke köpenicker“ erscheint im August 2022 – die bisherigen „ecken“ finden Sie hier


ecke köpenicker 3 Juni Juli 2022 - hier lesen/downloaden
ecke köpenicker 3 Juni Juli 2022 – hier lesen/downloaden

Die Themen in dieser „ecke“

WBM-Bauvorhaben Köpenicker Straße
Baubeginn noch in diesem Jahr?

Das WBM-Neubauvorhaben Köpenicker Straße 104–114 nimmt Fahrt auf

Sperrmüllaktionstage werden fortgeführt

Bezirksbürgermeister fordert nachhaltigere Lösungen

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Mediaspree. Die Großbaustelle „Elements“ an der Schillingbrücke

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker“ No. 2 April Mai 2022


Einstweilen erstreckt sich hier noch eine brache Baufläche. Doch der Bereich „Mediaspree“ zählt zu den prominentesten Lagen der Berliner Innenstadt.

Und hier auf dem Grundstück Michaelkirchstraße 22–23 (dem letzten verfügbaren mit direktem Spreebezug zwischen der Michaelkirch- und der Schillingbrücke) plant die Düsseldorfer Development Partner AG den Neubau eines gemischt genutzten Quartiers mit Büro- und Gewerbeflächen sowie Wohnen. Dabei ist für zwei Etagen betreutes Wohnen eines entsprechenden Trägers vorgesehen.

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Amtsschimmel: Lesen Sie das Kleingedruckte! Oder Warum die Nördliche Luisenstadt nun doch keine Parklets bekommt

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker“ No. 2 April Mai 2022


Im November 2021 hörte sich alles noch sehr optimistisch an. Da hieß es in einer Pressemitteilung des Bezirks: „15 neue Parklets werden künftig auf den Straßen in Berlin-Mitte für mehr Aufenthaltsqualität sorgen.“

Parklets, das sind jene Holzkonstruktionen, die Sitzmöglichkeiten und Pflanzkästen kombinieren und im öffentlichen Straßenraum, vorzugsweise auf PKW-Stellplätzen aufgebaut werden.

Die zuständige Bezirksstadträtin Almut Neumann sieht darin „eine tolle Möglichkeit, um den Verkehrsraum neu zu verteilen und im öffentlichen Raum mehr Aufenthaltsmöglichkeiten zu schaffen. (…)

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„Büro für Bürgerbeteiligung“ möchte Schnittstelle zwischen Bürger und Verwaltung sein

 Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker“ No. 2 April Mai 2022


In puncto Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihrer Stadt liegt bei uns noch Einiges im Argen.

Das liegt nicht nur an der schieren Größe Berlins, sondern auch an der zweistufigen Verwaltungsstruktur der Bundeshauptstadt und der allgemeinen Schwerfälligkeit unseres Landes im Umgang mit den Errungenschaften des digitalen Zeitalters.

Der Bezirk Mitte gibt sich aber Mühe

Er hat schon im Jahr 2017 ausführliche „Leitlinien für Bürgerbeteiligung“ beschlossen und in den Folgejahren das „Büro für Bürgerbeteiligung“ aufgebaut. Dabei arbeiten die Berliner Bezirksverwaltungen sozusagen naturgemäß weit von den Bürgern entfernt.

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Umgestaltung Michaelkirchstraße – Parkplatz-Besetzer werden es nicht verhindern

 Der folgende Beitrag findet sich gespiegelt auch auf der Website des Bürgervereins Luisenstadt. Der Autor war viele Jahre führender Vorstand des Vereins und ist seit Anbeginn “ offizieller Sprecher“ unserer Betroffenenvertretung.
Siehe www.Buergerverein-Luisenstadt.de.


Erfreulich: die Michaelkirchstraße soll ruhiger, grüner und klimafreundlicher werden und die Planungen kommen voran 

 Die Michaelkirchstraße ist Teil eines übergeordneten Grünzugs von der Spree über das Engelbecken und den Luisenstädtischen Kanal bis zum Urbanhafen. 

Um den von 10- und 11-geschossigen Hochhäusern gesäumten Straßenabschnitt im Bereich von der Köpenicker Straße bis zum Michaelkirchplatz aufzuwerten und eine Nutzung als grünen Aufenthaltsraum zu ermöglichen, wurde Ende März 2022 ein von den beauftragten Planungsbüros bgmr Landschaftsarchitekten und Gruppe planwerk erarbeitetes Planungskonzept im Sanierungsbeirat vorgestellt. 

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Von der Brandstiftung zum Happy End  – Wie es mit dem Spreefeld weiterging

Der folgende Text erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker“ No. 2 April Mai 2022


Mit der Grundsteinlegung für das erste Haus des Spreefeldes vor genau zehn Jahren endete die erste Kolumne zur Geschichte dieses besonderen Areals (Ecke Köpenicker 1/2022).

Damit möglichst viele auch diese Fortsetzung lesen, schloss ich mit einem sogenannten Cliffhanger, also einer Vorschau auf diesen Text, in dem es zuerst um die Brandstiftung im Rohbau geht.

Der Brand wurde 2012 nachts im Aufzugsschacht gelegt, als der frisch gegossene Rohbau trocknen sollte. Dieses Feuer, wäre es nicht rechtzeitig entdeckt worden, hätte leicht das ganze Gebäude vernichten können.

Zu den Brandstiftern kann man nur spekulieren, niemand wurde jemals dafür zur Rechenschaft gezogen. Nicht einmal einen begründeten Verdacht gibt es.

Aber die Geschichte hat einen Helden

Und zwar den Kiffer Steve vom Spreeacker.

Denn das Bootshaus und der kleine Hügel daneben waren für das Projekt Spreeacker zur Zwischennutzung freigegeben, damit Menschen dort vorübergehend wohnen konnten.

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Umgestaltung der Michaelkirchstraße kommt näher

Der geplante Grünzug nimmt konkretere Gestalt an

Bei der Umgestaltung der Michaelkirchstraße ist Klimaanpassung ein wichtiges Motiv

Die Planungen für die Gestaltung eines Grünzugs entlang der Michaelkirchstraße nehmen allmählich konkretere Gestalt an.

Nach zwei Stufen der öffentlichen Beteiligung – einem „Online-Spaziergang“ im April 2021 sowie einem Workshop im Oktober letzten Jahres, an dem man sich auch über die Online-Plattform berlin.de beteiligen konnte – hatte die beauftragten Planungsbüros bgmr Landschaftsarchitekten und Gruppe planwerk viele Ideen, Anregungen und Wünsche von Anwohnerinnen und Anwohnern mitgenommen, um sie in die weitere Planung einfließen zu lassen. Umgestaltung der Michaelkirchstraße kommt näher weiterlesen