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Trübes Engelbecken – Machbarkeitsstudie soll im Jahr 2022 mögliche Sanierungs-Maßnahmen klären

Bereits seit 25 Jahren gibt es das wiederhergestellte Naturdenkmal Luisenstädtischer Kanal mit seinem Engelbecken. Nach 25 Jahren jagt derzeit ein Gutachten das andere – allein um Grundsatzfakten zu ermitteln, die den Ämtern längst bekannt sein sollten („… stehendes Gewässer!“).

Der folgende Artikel aus der „ecke köpenicker No. 6 Dez 2021 / Jan 2022“ erläutert einmal mehr die dringliche Situation den Niedergang zu stoppen, leider steht nur der Teich im Fokus – denn das gesamte Naturensemble droht umzukippen!


Die ecke berichtet

Die Wasserqualität im Engelbecken ist – wie hier bereits mehrfach berichtet – äußerst bedenklich, das Gewässer droht „umzukippen“.

Um die Situation nachhaltig zu verbessern, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Kleinere, relativ unkomplizierte Sofortmaßnahmen werden vom Bezirksamt Mitte bereits seit 2020 umgesetzt, um zeitnahe Verbesserungen zu bewirken.

Hierzu zählt beispielsweise Aufklärungsarbeit zu den Folgen der Fütterung, die Vorbereitung der Fischbestandsreduzierung durch das Fischereiamt sowie die testweise Einbringung von schwimmenden Röhrichtinseln.

Doch das ist längst nicht ausreichend.

Bevor jedoch umfangreiche technische Sanierungsmaßnahmen wie Entschlammungen durchgeführt werden können, müssen die Voraussetzungen, Kosten, technische Durchführbarkeit, Erfolgsaussichten etc. analysiert und gegeneinander abgewogen werden.

Deshalb soll im Jahr 2022 eine Machbarkeitsstudie mit dem Ziel der Verbesserung des ökologischen Zustands durchgeführt werden.

Das Engelbecken ist ein künstlich entstandenes Gewässer, ein Überrest des 1926 zugeschütteten Luisenstädtischen Kanals.

Während der Mauerjahre wurde das Becken verfüllt und verschwand unter dem Todesstreifen. Nach der Wende setzte sich insbesondere der Bürgerverein Luisenstadt für die Revitalisierung des Enkelbeckens ein. In der Folge wurde es freigelegt und als Gartendenkmal rekonstruiert.

Nachdem es 2018 wegen eines Bauvorhabens zu einer Absenkung des Wasserspiegels und vermehrten Anfragen aus der Bürgerschaft kam, wurde der Gewässerstatus des Engelbeckens überprüft.

Ein Gutachten stellte fest, dass es sich beim zuvor ausschließlich als Schmuckbecken eingestuften Engelbecken um ein „stehendes Gewässer 2. Ordnung“ handelt.

Das Straßen- und Grünflächenamt Mitte ist dafür zuständig, diese Gewässer entsprechend der Wasserrahmenrichtlinie in einen besseren ökologischen Zustand zu bringen.

Der Eintrag ins Gewässerverzeichnis wurde bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) beantragt.

Zur Ermittlung der Gewässersituation wurden daraufhin zwei Gutachten in Auftrag gegeben – eines zur Analyse der Wasserqualität und Schadstoffbelastung des Sediments und ein weiteres zur Geologie /Hydrologie des Engelbeckens.

Dabei wurde vor allem eine hohe Schadstoffbelastung festgestellt. Eine Probebefischung im Mai 2020 ergab ein Ungleichgewicht zwischen der Gewässergröße und der darin befindlichen Menge an Fischen sowie zwischen Räuber- und Beutefischen.

Der hohe Fischbestand ist vor allem durch die Fütterung entstanden und für die Wasserqualität problematisch. Die Wasserqualität leidet unter der kontinuierlichen Fütterung der Wasservögel und der damit verbundenen Anreicherung von Nährstoffen; das Gewässer droht „umzukippen“.

Die Reduzierung der Fütterung ist Voraussetzung für den Erfolg weiterer Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässersituation .

Also: Bitte füttern Sie die Enten, Schwäne und anderen Tiere im Wasser nicht! Sie tun ihnen damit keinen Gefallen.

Text: „us“ in der „ecke köpenicker No. 6 Dez 2021 / Jan 2022“.

Foto Archiv: Das Engelbecken im Mai 2018


ecke koepi 6 2021/2022
ecke köpenicker No 6 November Dezember 2021 – PDF hier herunterladen

 

 

Die gesamte „ecke“ hier lesen/herunterladen

Die innere Grenze der Luisenstadt – noch heute erkennbar

Schon früh in der Geschichte unsere Stadt erfolgte die Teilung des historischen Stadtteils Luisenstadt – sogar mehrfach, letztlich in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Quer von West nach Ost verläuft heute noch die Grenze, als Bezirksgrenze zwischen Berlin Mitte und Berlin Friedrichshain-Kreuzberg.

Das bedingt zwei unterschiedliche Verwaltungen, deren Arbeit selten synchronisiert oder abgestimmt verläuft. Die eigentliche, eher natürliche Grenze im Norden wird durch den Verlauf der Spree bestimmt, im Süden ist es die Trasse der U-Hochbahn in Kreuzberg.

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„Grün für Luise“ – Bürgerverein möchte neue AG ins Leben rufen

Unter dem Dach des Bürgervereins Luisenstadt e.V. solle eine neue Initiative als Arbeitsgruppe (AG) zur Förderung der Grünanlagen in der Luisenstadt entstehen.

Die AG unter dem Arbeitstitel „Grün für Luise“ soll auch andere Anwohnerinitiativen zur ehrenamtlichen Grünpflege anregen, unterstützen und bündeln und gleichzeitig Sponsorengelder und Zuwendungen zur Erhaltung, Verschönerung und Neugestaltung der grünen Oasen in den dichtbesiedelten Wohngebieten der Luisenstadt einwerben. „Grün für Luise“ – Bürgerverein möchte neue AG ins Leben rufen weiterlesen

Ein Gecekondu in der Luisenstadt

Ein Gecekondu??? Ja genau, und das ist türkisch und „bezeichnet Hütten, die auf privatem oder öffentlichem Boden, meist in Nacht – und Nebel Aktionen erbaut wurden. Diese politisch gesehen „unzulässigen Häuser“, entstehen in der Türkei oft aus der Not gering verdienender Familien heraus, die sich keine richtige Wohnung leisten können.“ (Zitat aus www.renk-magazin.de / Neslihan Aydin). Ein Gecekondu in der Luisenstadt weiterlesen

Die Luisenstadt als digitale Illustrierte auf dem Handy

Viele Themen der gesamten Luisenstadt als interessante Webfunde finden Sie in diesem Internet-Magazin, dass als sogenanntes „Flipboard“ gestaltet ist. Flippen (blättern) Sie einfachauf Ihrem Smartphone oder Tablet PC durch diese digitale Illustrierte.

Sie finden in diesem Magazin gesammelte Webseiten, die sich speziell mit unserem Bezirk befassen, auch Seiten der Homepage unserer Betroffenenvertretung und des Bürgervereins Luisenstadt. Bereits mehr als 600 Seiten sind seit dem Erscheinungsjahr 2013 zusammengekommen.

Nebenbei: auch die Seiten der Homepage unserer Betroffenenvertretung haben ein „Responsive Webdesign“, das heißt, die Inhalte werden für jeder Art Lesegerät automatisch optimal und lesbar dargestellt.

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