viele von euch haben es schon gesehen: Als erster Abschnitt des Grünzugs Michaelkirchstraße soll der Sechseckplatz umgestaltet und verkehrsberuhigt werden. Das Bezirksamt plant hierbei die Umwandlung entsiegelter Flächen in Grün- und Aufenthaltsbereiche. Das Ergebnis: Die Fläche wird zweigeteilt – in einen aktiven Bereich mit zwei Tischtennisplatten und eine ruhigere Zone mit einem Bouleplatz.
Haben wir uns wirklich einen Bouleplatz gewünscht?
Wir fragen uns an dieser Stelle: Deckt sich das tatsächlich mit euren dringendsten Wünschen für diesen Platz? Wer von euch hat sich in der Vergangenheit eigentlich explizit einen Bouleplatz gewünscht? Oder wurde hier von den Planern eher in die städtebauliche Standard-Kiste für verkehrsberuhigte Zonen gegriffen?
Ein viel naheliegenderer Gedanke drängt sich auf, wenn man direkt hinter den geplanten Bouleplatz blickt: Dort befindet sich am Michaelkirchplatz 11 unsere Traditionsgaststätte „Berliner Wappen“. Die Kneipe ist weit mehr als nur ein Lokal – sie ist ein wichtiges Zentrum für den Kiez und regelmäßiger Treffpunkt für gut besuchte Nachbarschafts-Stammtische.
Durch die Aufstellung von Pollern und die Umwandlung der Straßen in einen Wendehammer fällt der Durchgangsverkehr künftig weg. Wäre es da nicht eine schöne Geste der Stadtplanung, an dieser Stelle zumindest die *räumliche Option* für eine nachbarschaftliche Außengastronomie offenzuhalten?
Natürlich wissen wir nicht, ob der Wirt und sein Team einen solchen Außenbereich logistisch und personell überhaupt stemmen könnten oder wollten – zumal auch eine Treppe den Weg nach draußen erschwert. Aber sollten wir unserer Traditionsgaststätte nicht wenigstens die bauliche Möglichkeit einräumen, Tische ins Freie zu stellen, anstatt den Platz unabänderlich für Boule und Tischtennis zu verplanen? In den bisherigen offiziellen Konzepten der Stadtentwicklung liest man von solchen Synergien leider kein Wort.
Und was meint Ihr dazu?
Wie fändet ihr die Idee, die Fläche flexibler zu gestalten, um dem „Berliner Wappen“ eventuell einen kleinen Außenbereich zu ermöglichen? Oder freut ihr euch schon auf die Boule-Turniere?
In der Luisenstadt in Berlin-Mitte tut sich aktuell (Stand März 2026) einiges, da das offizielle Sanierungsgebiet „Nördliche Luisenstadt“ kurz vor seinem Abschluss steht (geplant für Anfang 2027).
Hier ist der Überblick über die wichtigsten Baustellen und Entwicklungen:
Wohn- und Gewerbeprojekte
Quartier Lilienthal (Köpenicker Straße 104–114): Die Baustelle der landeseigenen WBM ist in der Endphase. Die Rohbauten stehen, Fenster sind weitgehend eingesetzt, und derzeit laufen die Fassadenarbeiten. Die Fertigstellung der 102 Mietwohnungen und 8.000 m² Gewerbefläche ist für das 3. Quartal 2026 geplant.
Im kommenden Jahr 2026 soll es losgehen: Der Verkehrsbereich an der Kreuzung Michaelkirchplatz / Michaelkirchstraße im nördlichen Teil des Michaelkirchplatzes – eine Sechseck-Verkehrsinsel – wird in einen Aufenthaltsbereich umgestaltet.
Zuvor waren in zwei öffentlichen Beteiligungsprozessen gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern Ideen und Wünsche zu zukünftigen Nutzung gesammelt worden.
Zum Thema Fahrradstraße gesellt sich aber ja aktuell nun das Projekt „Verkehrsberuhigung am Michaelkirchplatz“.
Wir haben bei ebenfalls anwohnenden Mitglieder unserer Betroffenenvertretung nachgefragt und die Redaktion der „ecke“ informiert. Es ergab sich eine eMail-Korrespondenz, die wir hier zusammengefasst mal wiedergeben:
Sascha berichtete, dass die Verkehrsberuhigung am Michaelkirchplatz bisher kaum Wirkung zeige.
Das SGA Mitte präsentiert eine neue Vorzugsvariante für »Modalsperren« am Michaelkirchplatz. Dennoch weiterhin Protest gegen Rückbau von Parkplätzen.
Ein Beitrag aus der ecke. 💬 Hier ist Kiez-Debatte gestartet: Unten in den Kommentaren startete ein Diskussion. Lesen Sie die ersten Leserstimmen und diskutieren Sie mit!
Über die Verhinderung des Durchgangsverkehrs durch die nördliche Luisenstadt wird schon seit Jahren diskutiert. 2025 sollen wichtige Maßnahmen in Angriff genommen werden.
Dazu gehören auch Modalfilter aus Pollern, die über die ganze Fahrbahn geführt die Durchfahrt von Kfz verhindern. Konkret geplant sind sie am Michaelkirchplatz und an der Alten Jakobstraße.
Die Grünanlage rund um die Michaelkirche soll nach dem Konzept »Klimagerechte Straße für alle« erweitert werden. Dazu ist geplant, den Teil der Straße »Michaelkirchplatz«, der über die verzweigten Enden der Michaelkirchstraße umfahren werden kann, von der Nutzung als Straße zu lösen und in einen vielfach nutzbaren öffentlichen Freiraum umzuwandeln.
Auch die jetzige Verkehrsinsel nördlich des Michaelkirchplatzes soll mit zusätzlichen Parkbänken ausgestattet werden und auf diese Weise zu einem integralen Bestandteil der Grünanlage werden. Das Vorhaben stößt in der Nachbarschaft nicht nur auf Zustimmung.
Denn entlang der eingezogenen Straße würden auch rund 15 Parkplätze entfallen. Und die sind knapp in der Gegend, seitdem die WBM ihre Parkplätze an der Schmidstraße und vor dem Wohnriegel Köpenicker 104–114 für dringend benötigten Wohnungsneubau aufgeben musste.
„ecke köpenicker“. Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut oder auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt. Die nächste Ausgabe der „ecke köpenicker“ erscheint nach der Sommerpause im August 2024 – sämtliche bisherige „ecken“ finden Sie hier
Ein Anlass, einmal hier darauf aufmerksam zu machen. Die unterhaltsame Doku mit einer lustigen reinquatschenden „Fachjury“ ersetzt eine ähnliche ältere Ausgabe aus dem Jahr 2011. Damals war es noch der Gendarmenmarkt, der die Hitliste anführte.
Hätte Wim Wenders im Jahr 1987 Zugang zu unserer Michaelkirche am Engelbecken bekommen, der Heilige St. Michael auf dem Dach wäre eine Rolle im Film „Der Himmel über Berlin“ wert gewesen.
Die Mauer war dagegen. Sie spielt aber im Film dennoch eine große Rolle. Aus Westberliner Sicht und in Luftbildaufnahmen.
Anfang 2022, 30 Jahre nach dem Film, ging das arte Reisemagazin „Stadt Land Kunst“ mit dem Regisseur durch das heute Berlin. Völlig klar, die gegengeschnittenen Schwarzweiß-Szenen von 1987 mit dem Besuch der damaligen Drehorte sind ein absoluter Kontrast. Geben aber einen denkwürdigen Einblick in die Zeit.
Ort: Online Konferenz Zeit: Dienstag 18. Mai 2021, von 18.30 bis 20.30 Uhr Teilnehmer: 12 Personen (Teilnehmerliste liegt vor)
Das nächste Treffen der Betroffenenvertretung am Dienstag 15. Juni 2021 (Korrektur!) findet eventuell wieder als Videokonferenz statt.
Wer daran teilnehmen möchte, kann sich dazu registrieren
lassen. Bitte senden Sie uns diesbezüglich hier eine Mail.
Sie erhalten einen Zugangscode am Tag des Treffens ca. um 17.30 Uhr an Ihre Mailadresse.