viele von euch haben es schon gesehen: Als erster Abschnitt des Grünzugs Michaelkirchstraße soll der Sechseckplatz umgestaltet und verkehrsberuhigt werden. Das Bezirksamt plant hierbei die Umwandlung entsiegelter Flächen in Grün- und Aufenthaltsbereiche. Das Ergebnis: Die Fläche wird zweigeteilt – in einen aktiven Bereich mit zwei Tischtennisplatten und eine ruhigere Zone mit einem Bouleplatz.
Haben wir uns wirklich einen Bouleplatz gewünscht?
Wir fragen uns an dieser Stelle: Deckt sich das tatsächlich mit euren dringendsten Wünschen für diesen Platz? Wer von euch hat sich in der Vergangenheit eigentlich explizit einen Bouleplatz gewünscht? Oder wurde hier von den Planern eher in die städtebauliche Standard-Kiste für verkehrsberuhigte Zonen gegriffen?
Ein viel naheliegenderer Gedanke drängt sich auf, wenn man direkt hinter den geplanten Bouleplatz blickt: Dort befindet sich am Michaelkirchplatz 11 unsere Traditionsgaststätte „Berliner Wappen“. Die Kneipe ist weit mehr als nur ein Lokal – sie ist ein wichtiges Zentrum für den Kiez und regelmäßiger Treffpunkt für gut besuchte Nachbarschafts-Stammtische.
Durch die Aufstellung von Pollern und die Umwandlung der Straßen in einen Wendehammer fällt der Durchgangsverkehr künftig weg. Wäre es da nicht eine schöne Geste der Stadtplanung, an dieser Stelle zumindest die *räumliche Option* für eine nachbarschaftliche Außengastronomie offenzuhalten?
Natürlich wissen wir nicht, ob der Wirt und sein Team einen solchen Außenbereich logistisch und personell überhaupt stemmen könnten oder wollten – zumal auch eine Treppe den Weg nach draußen erschwert. Aber sollten wir unserer Traditionsgaststätte nicht wenigstens die bauliche Möglichkeit einräumen, Tische ins Freie zu stellen, anstatt den Platz unabänderlich für Boule und Tischtennis zu verplanen? In den bisherigen offiziellen Konzepten der Stadtentwicklung liest man von solchen Synergien leider kein Wort.
Und was meint Ihr dazu?
Wie fändet ihr die Idee, die Fläche flexibler zu gestalten, um dem „Berliner Wappen“ eventuell einen kleinen Außenbereich zu ermöglichen? Oder freut ihr euch schon auf die Boule-Turniere?
In der Luisenstadt gibt es zwei Arten von Geschwindigkeiten: Die der Autofahrer auf dem Weg zur Abkürzung (Lichtgeschwindigkeit) und die des Bezirksamts bei der Umsetzung von Kiezblocks (Kontinentaldrift).
Die Bewohner im Block rechts und links der Waldemarbrücke haben die Schnauze voll. Sie gründen eine Anwohnerinitative. Forderung: „Um die Waldemarbrücke Raser raus!“
Initiator Tom Albrecht schreibt in der Einladung zum Gründungstreffen am 6. März 2026 (s.a. unten):
„Wir Anwohnende wollen nicht mehr warten, bis die beschlossenen Diagonalsperren als Teil eines Kiezblocks links und rechts der Waldemarbrücke kommen.
Neue »Fußgängerzone« in der Weddinger Maxstraße abgepollert. Die politische Auseinandersetzung um die Kiezblocks nimmt an Schärfe zu und entwickelt sich zusehends zu einem Wahlkampfthema für den kommenden September.
Dabei verläuft eine sichtbare Konfrontationslinie zwischen der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde (CDU) und mehreren Bezirksämtern, darunter dem Bezirksamt Mitte und hier insbesondere dem für das Straßen- und Grünflächenamt zuständigen Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Bündnis 90/Grüne).
Die Beruhigung der Adalbertstraße hat Auswirkungen auf die Reisebusse. Und auf das Leben der Kinder.
Die ecke Köpenicker berichtet: Der Umbau der Adalbertstraße könnte größere Verkehrsprobleme in der Köpenicker Straße verursachen und dabei auch Menschenleben gefährden.
Darauf wies ein aktives Mitglied der Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt hin, das von seinem Fenster aus beobachten kann, wie sich vor dem A&O-Hostel in der Köpenicker Straße immer wieder Reisebusse stauen.
Das Hostel ist nämlich eine der bettenreichsten Herbergen der Stadt. Hier nächtigen in engen Mehrbettzimmern oft mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler gleichzeitig, die in Berlin auf Studienfahrt sind.
Wenn sie mit dem Bus an- oder abreisen, stauen sich diese Busse oftmals vor dem Hostel, wie unser Foto zeigt:
In der Melchiorstraße hat der Radverkehr künftig Vorrang. KfZ-Querparken bleibt trotzdem erlaubt.
Update – Wie sieht’s inzwischen aus?
Es gibt einen „Leserbrief“,
am Ende dieser Seite zu finden.
Entlang der Melchiorstraße, zwischen Engeldamm und Michaelkirchplatz, richtet der Bezirk Mitte eine Fahrradstraße ein.
Die Bauarbeiten sollen nach einigen Verzögerungen jetzt beginnen und noch in diesem Jahr 2025 abgeschlossen werden.
Die Umgestaltung erfolgt im Rahmen der Umsetzung des Berliner Radverkehrsplans.
Die Pläne waren Anfang April auf einer öffentlichen Veranstaltung zur Umgestaltung der Adalbertstraße vorgestellt und diskutiert worden.
Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag hier im Blog auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut sowie auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.
Am Freitag , den 20. September 2024 ging in der Oranienstraße nichts mehr. Jedenfalls keine Autobewegung.
Von 14-22 Uhr gab es hier in der Kreuzberger Luisenstadt zwischen Adalbertstraße und Rio-Reiser-Platz eine „Zentrale PARK(ing)-Day-Aktion“. Neben diversen Initiativen und Organisationen gab es auch einige Cafés und Restaurants, eine Bewirtung auf den freigewordenen Parkplatz-Flächen anboten.
Weitere Kreuzberger PARKaktionen fanden statt in der Ratiborstraße 4, in der Spielstraße Singerstraße zwischen Krautstraße und Haus Nr. 28 und in der Spielstraße Wrangelstraße zwischen Oppelner- und Sorauer Straße.
Bereits seit dem Jahr 2016 findet der „PARK(ing) Day“ als ein eintägiges globales Experiment immer am dritten Freitag im September statt.
Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung: Dienstag, 15. Juli 2025 um 18.30 Uhr, wieder im dialog 101, Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße.
Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.
(Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema)
Beratungsthemen
1. Begrüßung von Bezirksstadtrat Christopher Schriner als Gast
2. Bericht Videokonferenz mit Bezirksstadträten
M-L. und C. berichten über die Videokonferenz vom 11.6.25 mit den Stadträten Hr. Schriner und Hr. Fritz. Dieser Termin kam als Reaktion auf ein Schreiben der BV an die Stadträte zu Fragen der unzureichenden Schulwegsicherung für die neue Grundschule Adalbertstr zu Stande.
Viele Anwohnerinnen und Anwohner waren am 4. April 2025 in die Aula der neuen Grundschule in der Adalbertstraße gekommen, um sich die Pläne für die Umgestaltung der Adalbertstraße vorstellen zu lassen und darüber zu diskutieren.
Denn nach der Fertigstellung des neuen Schulgebäudes kann der Bezirk endlich die grundlegende Neugestaltung der Straße umsetzen, die nun auch wieder ein Schulweg ist.
Zugleich soll die Melchiorstraße, die die Adalbertstraße kreuzt, bereits ab Herbst 2025 als Fahrradstraße ausgewiesen werden. Worum es in der Adalbertstraße geht, demonstriert Christopher Schriner, Mittes Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen.