Schlagwort-Archiv: 2025

Lost im Formular-­Dschungel – Digitalisierung obskur

Digitalisierung ist eine feine Sache. Früher ging viel Papier drauf, beispielsweise für die zahlreichen Formulare zahlreicher öffentlicher Ausschreibungen.


Ulrike Steglich ist der „Eckensteher“ in der ecke köpenicker No 5 November Dezember 2025 und verfasste diese beeindruckende, eher bedauernswerte Glosse.


Ungezählte namenlose Bäume mussten allein für Ausschreibungsformulare sterben. Inzwischen gibt es eine elektronische Vergabeplattform.

Man sollte meinen, die Sache sei damit nicht nur papiersparender, sondern auch einfacher geworden.

Spoiler: Nein.

Lost im Formular-­Dschungel – Digitalisierung obskur weiterlesen

Kommentar: Reden über das Stadtbild

Ein Kommentar von Ulrike Steglich in der ecke köpenicker No 5 November Dezember 2025 zur Stadtbild-Äußerung vom Kanzler Merz.


Das muss man auch erstmal hinkriegen: eine Aussage in drei Akten (davon zwei, die allein dazu da sind, den ersten Akt irgendwie zu erklären), die eine wochenlange Debatte auslöst.

Erster Akt: Wortlaut Friedrich Merz, am 14. Oktober auf einer Pressekonferenz: »Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 % nach unten gebracht, aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem, und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen.«

Kommentar: Reden über das Stadtbild weiterlesen

Wahlkampf um Kiezblocks – Beispiel Weddinger Maxstraße

Neue »Fußgängerzone« in der Weddinger Maxstraße abgepollert. Die politische Auseinandersetzung um die Kiezblocks nimmt an Schärfe zu und entwickelt sich zusehends zu einem Wahlkampfthema für den kommenden September.

Dabei verläuft eine sichtbare Konfrontationslinie zwischen der Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Ute Bonde (CDU) und mehreren Bezirksämtern, darunter dem Bezirksamt Mitte und hier insbesondere dem für das Straßen-­ und Grünflächenamt zuständigen Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Bündnis 90/Grüne).

Wahlkampf um Kiezblocks – Beispiel Weddinger Maxstraße weiterlesen

In ganz Berlin – kaum noch Umwandlung in Eigentumswohnungen

Die neue Regelungen des §250 BauGB sind sehr effektiv. Aber achten Sie besser auf Ihren Wohnbezirk.

In der ganzen Stadt werden zunehmend weniger Anträge auf Umwandlungen von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen gestellt.

Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in einer Presseerklärung mit. Demnach wurden im vergangenen Jahr 2024 in Berlin nur noch für 142 Wohnungen und im 1. Halbjahr 2025 nur noch für 57 Wohnungen eine Umwandlung beantragt.

Seit Mitte 2021 gelten in Berlin die neuen Regelungen des §250 des Baugesetzbuches (BauGB). Aufgrund der weiterhin angespannten Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt hat der Senat sie bis 2030 verlängert.

In ganz Berlin – kaum noch Umwandlung in Eigentumswohnungen weiterlesen

Ehemaliges Postfuhramt: Bezirk prüft Kaufvertrag

Gegen Spekulation – der Städtebauliche Vertrag geht auf Erwerber über.

Das ehemalige Postfuhramt zwischen der Köpenicker Straße 132 und der Melchiorstraße 9 soll offenbar seinen Eigentümer wechseln. Jedenfalls prüft der Bezirk derzeit einen entsprechenden Kaufvertrag, der bei ihm eingereicht wurde.

Dabei muss der neue Eigentümer in den städtebaulichen Vertrag eintreten, den der bisherige Investor, ein irisches Bauunternehmen, im Oktober 2019 mit dem Bezirk Mitte abgeschlossen hatte.

Ehemaliges Postfuhramt: Bezirk prüft Kaufvertrag weiterlesen

Berliner Mauern – Trasse der U1 war Stadtmauer

Wo die Trasse der U1 verläuft, stand einst eine Berliner Stadtmauer.

Die Geschichte der Luisenstadt ist auch eine Geschichte von Mauern. Zuletzt war es die Berliner Mauer, die den historischen Stadtteil für knapp 30 Jahre teilte.

Jedoch war beim Mauerbau 1961 die Luisenstadt schon seit fast einem halben Jahrhundert durch die Stadtplanung Groß-­Berlins zur Hälfte Kreuzberg und zur anderen Hälfte Mitte zugeschlagen.

Über die Grenzen der Luisenstadt habe ich an dieser Stelle schon geschrieben, wer sich nicht erinnert: Der historische Stadtteil wird von der Spree, der Lindenstraße und der U1 begrenzt.

Luisenstadt innere Grenze
Luisenstadt innere und äußere Grenze (Klick für eine Großansicht)

Ein eingenordeter Stadtplan zeigt die Luisenstadt als fast gleichschenkliges Dreieck, der rechte Schenkel ist die Spree, der linke die Lindenstraße und die Basis die U1.

Berliner Mauern – Trasse der U1 war Stadtmauer weiterlesen

PROTOKOLL der BV-Beratung vom 16. Dezember 2025

Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung:
Dienstag, 20. Januar 2026 – im „dialog 101“, Köpenicker Straße 101 Ecke Heinrich-Heine. – Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.


PROTOKOLL der BV-Beratung vom 16. Dezember 2025

von 18.30 – 20 Uhr im „dialog 101“.
Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema.

Die Beratungsthemen

1. Nachlese Workshop

anhand des Protokolls der Betroffenenvertretung vom 18.11.25:
Bisher sind auf Bitte des Initiators des Workshops am 16.12.25,  Eberhard E., erst wenige Einschätzungen zu den 5 Leitlinien bei ihm eingegangen. Aufforderung an alle anderen Beteiligten, Interessierten, Anwohnern zum Nachliefern.

2. Planung Adalbertstraße

Keine neuen Informationen

3. Drogensituation U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße

Auf Einladung der Bezirksbürgermeisterin waren der Bürgerverein und zwei weitere Anwohner Anfang Dezember zu einem Gedankenaustausch im Bezirksamt Mitte (ohne Festlegungen).

Das BA wollte sich danach amtsintern mit dem neuen Hotspot U-Bhf. Heinrich-Heine-Straße befassen.

Viele Beschwerden von Anwohnern landen bei der Geschäftsführung der Berolina, die Anfang des Jahres 2026 Anwohner und Beteiligte zu einer Informationsveranstaltung einladen will.

4. Spreeuferweg, Qualität Wegeoberflächen

Vor ca. drei Wochen fand eine Fachleuteberatung von Mitarbeitern von Stattbau, Straßen- und Grünflächenamt und Bezirksamt vor Ort statt. Über Ergebnisse ist noch nichts bekannt.

5. Graffiti an der neuen Grundschule Adalbertstraße

L. setzt ihre Beobachtungen und Initiative fort.

6. Nachbarschaftskonflikt TeepeelandSpreeacker

besteht weiter hinsichtlich Schilderwald und Reinigung des Spreeuferweges.

Der bestehende Vertrag zwischen Stattbau und Spreeacker scheint unvollständig zu sein. Der Vertrag ist der Betroffenenvertretung bisher nicht vorgelegt worden.

Eine Vermessungsgrundlage und ein Leistungskatalog mit genauen Zuordnungen der Verantwortlichkeiten räumlich und zeitlich sollten für die zukünftige Zusammenarbeit vereinbart werden.

7. A&O-Hostel

Ein neuer Kontakt der Betroffenenvertretung mit dem A&O-Hostel ist bisher nicht zustande gekommen. M. versucht es weiter.

8. Ablösung von Ausgleichsbeträgen

Im Frühjahr 2026 soll zu einer Informationsveranstaltung für Eigentümer eingeladen werden.
V: KoSP bzw. das Bezirksamt.

9. Eingereichter Bauantrag für Wohn- und Geschäftshaus Köpenicker Straße 56?

Nachfrage bei KoSP.

10. Straßensituation Wilhelmine-Gemberg-Weg

Die Betroffenenvertretung bittet um die Vorlage einer Planung des SGA zur Verbesserung des Spielstraßencharakters.

Eine Anpassung der Einfahrtsituation scheint zu kurz gegriffen. Zusätzlich wäre auf der Hälfte der Straße eine Fahrbahnverengung/-Verschwenkung wünschenswert, um die Durchfahrtsgeschwindigkeit auf der gesamten Strecke deutlich zu minimieren.


Die nächste Beratung der Betroffenenvertretung findet am Dienstag, 20. Januar 2026 um 18:30 Uhr
im Stadtteilladen dialog 101 statt.

Kommen Sie vorbei – Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.

Aufgestellt: VH

Bild oben: Archiv BV


Alle Protokolle bisher

Neues zur geplanten Umgestaltung der Adalbertstraße

Versickerungsmulden gibt’s nur in rechteckig. Im kommenden Jahr, 2026, soll die Adalbertstraße grundlegend umgebaut werden.

Im Vordergrund stehen dabei die Schulwegsicherheit für die Kinder der neuen Grundschule, verkehrsberuhigende Maßnahmen und die Erschwerung des Durchgangsverkehrs sowie die klimaresiliente Umgestaltung mit ausreichend Versickerungsmöglichkeiten und viel Grün.

Neues zur geplanten Umgestaltung der Adalbertstraße weiterlesen

Privilegiert Wohnen in der DDR: Wohn- und Atelierhaus Wallstraße 88 nun Denkmal

Ein DDR-Bau für das Außenhandelsministerium wurde unter Denkmalschutz gestellt. Das Wohn- und Atelierhaus Wallstraße 88a–90 wurde 1982–84 gebaut.

Das Landesdenkmalamt hat das Wohn­ und Atelierhaus in der Wallstraße 88a–90, das sich im Eigentum der landeseigenen WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin­-Mitte mbH befindet, in die Denkmalliste aufgenommen.

In der Hausnummer 90 des 1982–84 errichteten Gebäudes wohnte auch der in der DDR prominente Künstler Walter Womacka.

Von 1982 bis 1984 realisierte ein Planungskollektiv der Bauakademie der DDR unter der Leitung von Michael Limberg den Auftrag, in der Wallstraße 88a–90 Wohnungen für Beschäftigte des Außenhandelsministeriums zu bauen.

Privilegiert Wohnen in der DDR: Wohn- und Atelierhaus Wallstraße 88 nun Denkmal weiterlesen

Melchiorstraße »angeradelt«. Wo sind die Parkplätze!?

Obligatorische Kritik an eingezogenen Parkplätzen für Anwohnende.

Die Fahrradstraße Melchiorstraße ist fertig gestellt und wurde am 14. November 2025 vom Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Bündnis 90 /Die Grünen) offiziell angeradelt.

Zwischen Engeldamm und Michaelkirchplatz ergänzt sie das Berliner Radverkehrsnetz um eine wichtige Nebenroute:

Sie erschließt nicht nur die neue Grundschule Luisenstadt in der Adalbertstraße, sondern bildet in Zukunft im Zusammenspiel mit der Michaelkirchstraße und der Wrangelstraße auch eine Alternativroute zum Radweg auf der Köpenicker Straße.

Melchiorstraße »angeradelt«. Wo sind die Parkplätze!? weiterlesen