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BV: Wir beharren weiter auf eine Neue Waisenbrücke

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Der folgende Beitrag erschien als Artikel in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker No. 4 September Oktober 2022“


Wir als „Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt“ beharren weiter auf dem Sanierungsziel Neue Waisenbrücke. So berichtet es auch die aktuelle „ecke“ unter der Überschrift:

Unbefriedigende Korrespondenz

Die „Allianz Neue Waisenbrücke“ bleibt hartnäckig:

Das breite Bündnis aus namhaften Institutionen, Initiativen und Vereinen setzt sich seit einigen Jahren für eine neue Fuß- und Radwegverbindung über die Spree ein als Ersatz für die alte Waisenbrücke, deren Reste nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs abgerissen worden waren.

Die neue Waisenbrücke soll den Kulturstandort um das Märkische Museum mit dem historischen Klosterviertel verbinden.

Die Betroffenenvertretung Nördliche Luisenstadt, die die Allianz mitgründete, verweist darauf, dass die Errichtung einer neuen Brücke bereits seit 2011 Sanierungsziel für die Nördliche Luisenstadt ist, bestätigt auch im Zuge einer umfangreichen Bürgerbeteiligung.

Fördermittel über rund 11 Mio. Euro stehen
zur Verfügung und drohen zu verfallen

Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wandte sich die Betroffenenvertretung Ende März an den Senator für Stadtentwicklung, Andreas Geisel, mit der Bitte zu prüfen, ob das Verfahren durch Mitwirkung seiner Senatsverwaltung nicht beschleunigt werden könnte. So hieß es u.a. in dem Brief:

„Prüfen Sie bitte in Ihrem Haus, ob (…) Ihre leistungsfähige Wettbewerbsabteilung diese Steuerungsaufgabe im Sanierungsgebiet nicht sinnvollerweise übernimmt.
Sicherlich in Abstimmung mit SenUMVK, quasi als Blockadelösung und zur Entlastung der SenUMVK-Abteilung (Brücken/Ingenieurbau).
Denn nur durch Ihre Beschleunigung ist unser Sanierungsziel noch zu realisieren. Vielleicht kann man sich sogar zum Ansporn nehmen, dass die letzte Waisenbrücke in den Jahren von 1894 bis 1960 stand und seinerzeit innerhalb von nur zwei Jahren errichtet wurde.“

Die Antwort aus dem Haus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen folgte erst über zwei Monate später und brachte wenig Neues:

Verwiesen wurde einmal mehr auf die Zuständigkeit der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (SenUMVK). Und dort wiederum habe „die Erneuerung der vielen sanierungsbedürftigen Brückenbauwerke Vorrang vor dem Neubau von Brücken.“

Eine Wiedererrichtung der Waisenbrücke
im Sanierungszeitraum bis 2026
sei daher „nicht realistisch“

Auch eine Übernahme lehnte Geisel ab: „Eine Übernahme solcher Fachaufgaben durch unser Haus ist weder rechtlich noch faktisch möglich.“

Die BV will sich damit nicht abspeisen lassen und empfindet die Antwort als unbefriedigend und unwürdig. Sie beharrt darauf, dass der Neubau der Brücke als Sanierungsziel festgelegt wurde – vom Referat SenStadt IVC bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

„Nach Aufhebung des Sanierungsgebietes stehen weitere 4 Jahre Kassenmittel für die Umsetzung von kommunalen Bauvorhaben zur Verfügung“, argumentiert die BV: „Nach Aufhebung eines Sanierungsgebietes können gegebenenfalls bestimmte, noch nicht umgesetzte Sanierungsziele auch in die Investitionsplanung vom Land Berlin aufgenommen werden.“

Externe Maßnahmeträger helfen

Zudem führt sie zwei Beispiele von Brückenneubauten an, die vom Senat mithilfe von externen Maßnahmeträgern umgesetzt werden:

Eine neue Fuß- und Radwegbrücke am Sophienwerderweg (Friedrichshain /Kreuzberg) und der BVG-Waisentunnel (siehe unten).

Externe Trägerschaften und Beauftragungen sind eine Möglichkeit, den akuten Mangel an eigenem Fachpersonal wie Fachingenieure u.a. in den Senatsverwaltungen zu kompensieren.

Auch die zügige Realisierung des provisorischen Spreeuferwegs in der Nördlichen Luisenstadt wurde mit einer ähnlichen Lösung erst möglich:

Die Einsetzung des treuhänderischen Maßnahmenträgers Stattbau GmbH durch das Land Berlin entlastete das personell unterbesetzte bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt.

Beitragstext: „us“ in der Stadtteilzeitung „ecke köpenicker No. 4 September Oktober 2022“

Abbildung oben: Aus dem folgenden Video …

Am 19. Mai 2023 ist wieder „Brückentag“
Rückblick auf 2022 im Video hier:

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Fotocollage unten – Ausschnitte aus dem Video im Youtube Channel des Stadtmuseums:

Das Neue Waisenbrücke Video. – Diese Collage zeigt Szenen-Ausschnitte aus dem Youtube-Video mit Statements und Bildern der „Schiffs-Brücke“ beim Brückentag 2021. – Klick das Bild für eine Großansicht
Das Neue Waisenbrücke Video. – Diese Collage zeigt Szenen-Ausschnitte aus dem Youtube-Video mit Statements und Bildern der „Schiffs-Brücke“ beim Brückentag 2021. – Klick das Bild für eine Großansicht
Mehr „Waisenbrücke“ hier in unserem Blog

Gleich daneben aber nicht zu sehen:
BVG-Waisentunnel unter der Spree

Der 865 Meter lange Waisentunnel wurde 1930 eröffnet und nach der benachbarten Waisenstraße benannt. Bislang ist er eher unbekannt, denn er wird nicht von U-Bahnen mit Fahrgästen genutzt. Vielmehr diente diese Verbindung zwischen den Linien U5 und U8 für Überführungs- und andere Betriebsfahrten.

51 Millionen Euro für einen technischen Tunnel

Doch wegen Baufälligkeit ist der Tunnel seit fünf Jahren gesperrt, die U5 ist damit vom übrigen Großprofilnetz getrennt und zum Inselbetrieb geworden.

Die BVG will nun den maroden Tunnel – der in jedem Fall wegen des Gefährdungspotenzials für die Wasserstraße und die Mühlendammschleuse abgerissen werden muss – durch einen Neubau ersetzen, der nach bisherigen Schätzungen mit mindestens 51 Mio. Euro zu Buche schlagen würde.

Mit der Prüfung und Planung wurde das externe Ingenieurbüro ZPP /Amberg beauftragt.

Mehr „Waisentunnel“ hier in unserem Blog

ecke köpenicker 4 Sept Okt 2022 - hier lesen/downloaden
ecke köpenicker 4 Sept Okt 2022 – hier lesen/downloaden

 


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