Städtebauliche Verträge im Sanierungsgebiet (Teil 3): Das ehemalige Postfuhramt, Köpenicker Straße 131/132.
Bürohaus auf dem Hinterhof: Projekt stockt
Die Entwicklung des großen Areals zwischen der Köpenicker Straße 132 und der Melchiorstraße 9 scheint vorerst zum Stillstand gekommen. Bis in die 1990er Jahre hinein existierte hier das große Postfuhramt, seitdem liegt das Areal brach.
Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung: Dienstag, 19. November 2024 um 18.30 Uhr, wieder im dialog 101, Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße.
Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.
(Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema)
Wegen der wenigen Teilnehmer und dem Fehlen der Vertreter des Koordinierungsbüros haben wir uns darauf verständigt, bei diesem Treffen nur eine Liste offener Fragen zu erstellen.
Erst bauen die Wasserbetriebe und dann sehr lange die BVG – und dann?
Die Hochbeete sind abgeräumt, das Heinrich-Heine-Denkmal sorgfältig eingehaust und der Boden ist aufgerissen: Der Vorplatz vor dem Stadtteilladen dialog 101 in der Köpenicker Straße 101 ist derzeit eine Baustelle und wird es für die nächsten Jahre auch bleiben.
Bereits im letzten Jahr hat Vattenfall damit begonnen, unter dem Vorplatz Leitungen für den Umbau einer Fernwärmetrasse zu verlegen.
Derzeit bauen die Berliner Wasserbetriebe und sanieren die hier verlaufenden Wasserleitungen. Im Anschluss daran beginnt die BVG mit umfassenden Baumaßnahmen:
So muss der U-Bahn-Tunnel saniert werden, dies wurde offenbar nach der Errichtung des Hochhauses an der Ecke Heinrich-Heine-Straße / Köpenicker Straße notwendig.
„ecke köpenicker“. Wir veröffentlichen im Nachgang zu diesem Beitrag auch noch Texte aus der Druckausgabe (bzw. dem PDF) der „ecke köpenicker“ in vollständigem Wortlaut oder auch eigene Beiträge zum jeweiligen Thema: Sie finden also Themen-Links aus unserem Blog wie auch externe Links (ebenfalls grün) in den nächsten Wochen nach und nach hier in diesem Beitrag ergänzt.
Die Bauarbeiten am Spreeuferweg im Abschnitt Holzuferblock pausieren derzeit witterungsbedingt – die letzten Wochen waren zu kalt, um weitere Bodenarbeiten vorzunehmen, mit neuen Kälteeinbrüchen muss gerechnet werden.
Dokumentation der Informationsveranstaltung
zum Rungestraßenblock ist nun verfügbar.
Siehe unten
Die letzte Asphaltschicht für den neuen Spreeuferweg wird daher erst im Frühjahr aufgetragen.
Kompletten Stillstand gibt es trotzdem nicht: Derzeit werden Arbeiten für den sogenannten Spreebalkon am Paula-Thiede-Ufer vorbereitet.
Überflug mit Google Earth Pro über den Luisenstädtischen Kanal und das Engelbecken zur ehemaligen alten Eisfabrik an der Spree im Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt.
History Look. Die Luftaufnahmen stammen laut Google Sat aus dem Jahr 2009! Da gab es also noch den Wagenplatz der Köpi und die ehemalige Eisfabrik war damals ein Lost Place.
Auf dem ehemaligen Wagenplatz neben dem Hausprojekt Køpi 137 ist weiter Bautätigkeit zu verzeichnen – und das, obwohl die Baugenehmigung des Grundstückseigentümers längst abgelaufen ist (wir berichteten).
Dennoch werden weiterhin Baugrabungen auf dem Grundstück beobachtet, auch tagsüber. Ein Bauläufer der bezirklichen Bauaufsicht hatte das ebenfalls festgestellt und daraufhin einen mündlichen Baustopp ausgesprochen.
Der Eigentümer fühlt sich jedoch im Recht, die Bautätigkeiten weiter ausführen zu dürfen: Nach seiner Aussage sei die Baubeginnanzeige rechtzeitig vor Ablauf der Baugenehmigung erfolgt.
Das Verfahren ist derzeit offen und wurde zur Prüfung an die bezirkliche Rechtsstelle gegeben.
Text: us
Bild: Archiv BV
Hinter dem Zaun: Bauplatz ehemaliger Wagenplatz im März 2022 – Klick für eine vergrößerte Ansicht
Siehe auch
Tagesspiegel Ausriss – Klick für eine vergrößerte Ansicht
Und noch eine Geschichte zur Köpenicker Straße, genauer, zum alten Postfuhramt im östlichen Melchiorblock zwischen Köpi- und Melchiorstraße.
Beate Leopold hat sich die Baustelle genauer angeschaut und schreibt auf der Website des Bürgervereins Luisenstadt unter dem Titel:
Vorbeigegangen … Am alten Postfuhramt in der Köpenicker Straße
„Die Köpenicker Straße lädt nicht gerade zum Bummeln ein, kaum noch vorstellbar, dass sie im 19. Jahrhundert als die schönste Straße der Luisenstadt galt.
Einstweilen erstreckt sich hier noch eine brache Baufläche. Doch der Bereich „Mediaspree“ zählt zu den prominentesten Lagen der Berliner Innenstadt.
Und hier auf dem Grundstück Michaelkirchstraße 22–23 (dem letzten verfügbaren mit direktem Spreebezug zwischen der Michaelkirch- und der Schillingbrücke) plant die Düsseldorfer Development Partner AG den Neubau eines gemischt genutzten Quartiers mit Büro- und Gewerbeflächen sowie Wohnen. Dabei ist für zwei Etagen betreutes Wohnen eines entsprechenden Trägers vorgesehen.
Unter dem o. a. Titel erschien der folgende Beitrag in der „ecke köpenicker“ im Februar 2022.
In der Ohmstraße soll es im nächsten Jahr (2023) endlich losgehen
Auf Berlin.de, der Beteiligungsplattform des Landes Berlin, ist sie bereits eingestellt: die Ohmstraße. Denn sie gehört zu den Projekten, die im Förder- und Sanierungsgebiet Nördliche Luisenstadt noch zur Realisierung anstehen.
Die Ohmstraße, eine Verbindung von der Köpenicker zur Rungestraße, ist kurz und schmal – gerade mal sieben Meter misst sie in der Breite, die Bürgersteige verdienen an manchen Stellen diesen Namen kaum noch. Auch deshalb birgt sie einige Gefahrenstellen.