Heinrich Heine vor dem Nachbarschaftsladen dialog 101 - unserem Treff-Ort

PROTOKOLL der BV-Beratung vom 20. Februar 2024

LETZTE ÄNDERUNG am Freitag 28. Juni 2024 13:07 durch BV LuiseNord


Nächstes Treffen unserer Betroffenenvertretung: Dienstag, 19. März 2024 um 18.30 Uhr, wieder im dialog 101, Köpenicker 101 Ecke Heinrich-Heine-Straße.
Vorgemerktes Thema: Geschichtsinseln Spreeuferweg.

Teilnahme auch nach kurzfristiger Anmeldung.

(Grüne Links führen zu weiteren Beiträgen zum jeweiligen Thema)


Die uns mittlerweile zur Verfügung gestellte Zusammenfassung des Engelbecken-Wassergutachtens finden Sie am Ende dieses Beitrages


Beratungspunkte

1. Engelbecken, Ergebnisse Gewässergutachten mit Maßnahmen-Empfehlung

Auf Einladung der BV und mit vielen Gästen aus dem Bürgerverein präsentierten Herr K. (BA, Sachgebiet Naturschutz) und Herr M. (Institut für angewandte Gewässerökologie) für das Engelbecken die Ergebnisse des Wassergutachtes mit Ableitung von empfohlenen Maßnahmen zur dauerhaften Verbesserung der Gewässerqualität.

Aufbauend auf das Gutachten von 2019 (Geologie/Hydrologie) wurde im letzten Jahr die Wasserqualität des Engelbecken im Jahresverlauf begutachtet. Die letztjährigen Untersuchungen haben ergeben, dass das vorrangige Problem des Engelbeckens das übermäßige Angebot von gelöstem Phosphat als Nährstoffquelle für die Biomasse ist.

Dieses »ungesunde« Übermaß ergibt sich in den Sommermonaten durch vermehrtes Wachstum der Biomasse selbst und vermehrte Lösung aus den Bodenablagerungen. Zu einem geringeren Teil aus dem Zufluss von nähstoffreichem Grundwasserschichten bei dem relativ geringem Wasservolumen, welches das Engelbecken selbst aufweist.

Diskutiert wurden in der Folge der Ergebnisvorstellung verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung insbesondere unter dem Aspekt einer nachhaltigen und damit dauerhafter wirksamen Lösung, die dabei kosteneffizient sind und deren breiter Akzeptanz nichts im Weg steht.

Die Empfehlung des Gutachtens geht dahin, das überschüssige Phosphat aus dem Gewässer auszufällen und am Grund langfristiger zu binden. Dazu stehen insbesondere zwei erprobte und gewässer-, flora- sowie fauna-verträgliche Verfahren (Lantan bzw. Polyaluminiumchlorid (wie z.B. auch in Kläranlagen eingesetzt) zur Auswahl. Diese fanden in der Sitzung schon eine Zustimmung.

Zur Ergänzung insbesondere in den Sommermonaten die Empfehlung durch eine Belüftung in den Nachtstunden und/oder die Zuleitung von nährstoffarmem Wasser einer erneuten Nähstoffkonzentration durch natürliche Verdunstung bzw. Zufluss von nährstoffreichem Grundwasser oder Sauerstoffmangel am Beckengrund zu verhindern.

Hierzu der Hinweis aus der Versammlung, dass sich um den Michaelkirchplatz mehrere Hydranten befinden, die auf eine schon vorhandenen und evtl. nutzbaren Tiefbrunnen hinweisen. Für die benötigten Mengen, wäre jedoch auch die Verwendung von Trinkwasser vertretbar.

Die Gutachter kennen aus eigener Praxis die Probleme des Engelbeckens auch von anderen Gewässern, die von ihnen untersucht und verbessert wurden, z. B. Fennpfuhl oder vom Gewässer Potsdamer Platz. Die Fütterung des Tierbestandes durch Besucher ist kein entscheidender Faktor für die Probleme des Gewässers, sie sollten jedoch möglichst durch direkte Ansprache reduziert werden.

Ausblick durch das BA
Die Finanzmittel für die Verbesserung der Wasserqualität des Engelbeckens stehen in 2024 und 2025 zur Verfügung. Im Jahr 2024 sind noch einzelne Fragen durch weitere Untersuchungen zu klären, so dass eine Ausschreibung und Beauftragung der Maßnahmen erfolgen kann. Die Maßnahmen sollen und müssten dann im Frühjahr 2025 umgesetzt werden. Da dies der sinnvolle Zeitpunkt für Nährstoffausfällungs-Maßnahmen ist.

Sobald der Untersuchungsbericht vorliegt wird dieser auf der Website vom BA veröffentlicht. Aktuell findet man nur das Gutachten aus 2020:

Stichwort: Gutachten Engelbecken
https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/umwelt-und-naturschutzamt/naturschutz/artikel.1096452.php

2. Adalbertstraße Planungsstand

Diskutiert wurde der aktuelle Stand der Planung für die Erneuerung der Adalbertstraße.

Ursprünglich wollte das Straßen- und Grünflächenamt im BA die Planung selbst übernehmen (bis Mitte 2023). Zwischenzeitlich will man diese Planung jedoch doch extern vergeben, ohne dass bisher eine Ausschreibung erfolgt wäre.

Die Ausschreibung erfolgte bisher nicht, da wohl noch keine verbindliche Zusage aus der Senatsverhaltung zur Kostenübernahme vorliegt.

Leider ein Zeichen mangelnde koordinierte Zusammenarbeit zwischen Senat, Bezirk und den einzelnen Ämtern im Bezirk. Noch in diesem Jahr wird der Schulneubau Adalbertstraße. eröffnet und der Schulweg für die Grundschüler ist nunmehr absehbar für Jahre eine Baustelle und für die Sicherheit des Schulweges scheint niemand Verantwortung zu übernehmen.

Trotz frühzeitiger, entsprechender Hinweise aus der BV. Für die Planung war schon eine ergebnisoffene Bürgerbeteiligung zugesichert.

Als Irritation wurde aufgenommen, dass in der Dezember Ausgabe der ECKE der Eindruck entstand, dass es schon eine Art von Festschreibung für teilweises Kopfsteinpflaster geben soll – was nicht sein kann.

3. Geschichtsinseln, Planungsstand

In der März-Sitzung soll eine Vertreterin von den beauftragten Exponauten anwesend sein. Die Ausschreibung für die Umsetzung ist noch nicht erfolgt. Am Vortag hatte Herr Elfert zu seinen Nachfragen bei Gruppe F erst ein Antwortschreiben von Frau Ackermann erhalten.

4. Spreeuferweg – stadtbaulicher Vertrag mit Hochtief

Laut Informationen aus der BV soll es in dem städtebaulichen Vertrag anlässlich der Baustelle von Verdi eine Regelung geben, die eine Kostenübernahme von Hochtief für die Sanierung der Spundwände/Uferweges vorsieht.

Nach einer seiner zeitlichen Auskunft von Herrn H., hatte Hochtief vergeblich versucht gegen diese Regelung gerichtlich vorzugehen und unterlag vor Gericht.

Das BA/Stattbau wird gebeten, diese Information zu prüfen und im Sanierungsbeirat darüber zu berichten, inkl. des Wortlautes der Regelung aus dem städtebaulichen Vertrag und dem betreffenden Gerichtsurteil.

5. Waisenbrückentag

Berichtet wurde vom Treffen der Allianz Neue Waisenbrücke.
Die Musikschule wird sich dieses Jahr in größerem Umfang beteiligen können.
Das Museum plant als Follow-up des Neujahrsempfang mit einer Baustellenbegehung für geladene Gäste im Marinehaus, die dann übergeht zum Waisenbrückentag.
Aus dem historischen Hafen kommt ein Schiff, dass das Musikschul -Trompeten-Ensemble von der einen auf die andere Spreeseite bringt.
Das Teepeeland (Micha) kann in diesem Jahr mit mehr Vorbereitung das Catering voll übernehmen.
Der Shanty Chor steht bereit und vielleicht kommt über die Musikschule deren zugkräftige Salsa Einheit.
Bitte den 21.06. ab 18.00 Uhr vormerken als Waisenbrückentag zur Fete de la Musique.

6. Postfuhramt

Beobachtet wurde das Gebäude im Rohbau und die Halle nun vor Wettereinflüssen geschützt wurden.

7. Altes Postamt Köpenicker

Es wurde informiert wurde, dass die Fassade im Auftrag des Eigentümers zur denkmalpflegerischen Wiederherstellung durch eine Firma in Augenschein genommen und dabei zeichnerisch aufgenommen wurde.

  1. intern
Nächste Beratung der Betroffenenvertretung

Dienstag, 19. März 2024 um 18:30 Uhr in Stadtteilladen Dialog 101

Vorgemerktes Thema: Geschichtsinseln Spreeuferweg

Aufgestellt: FB

Bild oben: Vor dem Stadtteilladen dialog 101, unser Versammlungsort


Grafik Runder Tisch - Collage
Grafik Runder Tisch – Collage
Alle bisherigen Protokolle

Zusammenfassung des Engelbecken-Wassergutachtens

 

 

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